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Die schnell wachsende und profitable Internet of Things Group von Intel

Foto: Getty Images.

Einer der Bereiche, in denen der Chip-Riese Intel (WKN:855681) seine langfristigen Wachstumsziele verfolgt, ist die Internet of Things Group, kurz IOTG. Im jüngsten Quartalsbericht gibt das Unternehmen an, dass diese Sparte leistungsstarke Computertechnologien für die Marktsegmente „Einzelhandel, Automobil, Industrie und Videoüberwachung“ sowie „eine breite Palette anderer integrierter Anwendungen“ vertreibt.

IOTG war in der Vergangenheit recht profitabel, da es, laut Angaben von Intel, „Silizium- und Software-Vermögenswerte“ aus den Bereichen Rechenzentren und Client-Computing einsetzt, was zu einer erheblich besseren Kostenstruktur führt.

Sehen wir uns noch einmal an, wie sich dieser Geschäftsbereich im letzten Quartal entwickelt hat.

Solides Umsatzwachstum

Intel berichtete, dass sein IOTG-Umsatz im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 17 % auf 840 Millionen US-Dollar gestiegen ist. Dies ist auf das Wachstum in den Marktsegmenten „Einzelhandel und Video“ zurückzuführen.

Laut Intel hat IOTG einen Anstieg des Nettoumsatzes von 119 Millionen US-Dollar erzielt. Dieses Wachstum rührt von 257 Millionen US-Dollar aus sogenannten „Plattform“-Umsätzen (das bedeutet normalerweise Prozessoren und gegebenenfalls die Plattform-Controller-Hub-Chips, die diese Chips benötigen, um zu funktionieren). Dieses Wachstum wurde jedoch „teilweise durch 170 Millionen US-Dollar an niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreisen der IOTG-Plattform ausgeglichen“.

Mit anderen Worten, das IOTG-Geschäft verkaufte viel mehr Chips, aber die durchschnittlichen Verkaufspreise dieser Chips waren im Jahresvergleich rückläufig (was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass ein Großteil des Neugeschäfts auf Teile des unteren Preissegments entfiel). Der Nettoumsatz ist aber letztendlich gestiegen — es ist also ein Gewinn für Intel. Der Trend geht in die richtige Richtung.

Deutliches Gewinnwachstum

Obwohl das Umsatzwachstum von 17 % gegenüber dem Vorjahr beeindruckend war, fiel vor allem der Anstieg des operativen Ergebnisses auf. In Q1 2017 erwirtschaftete IOTG einen Betriebsgewinn von 105 Millionen US-Dollar, doch in Q1 2018 waren es 227 Millionen US-Dollar.

In der vierteljährlichen Einreichung bei der SEC erklärt Intel, dass dieses Betriebsergebnis „durch höhere Einnahmen, niedrigere Kosten aus dem Mix unserer Prozessoren und niedrigere Ausgaben aufgrund der Verlagerung der autonomen Investitionen zu Mobileye“ verursacht wurde.

Sehen wir uns das noch etwas genauer an.

Ein höherer Umsatz trägt natürlich zu einem höheren Bruttogewinn bei, das ist also leicht zu verstehen. Die „niedrigeren Kosten aus dem Mix unserer Prozessoren“ bedeuten, dass Intel zwar im Jahresdurchschnitt einen Rückgang der Verkaufspreise verzeichnete — aber nicht, weil Intel die Preise senkte, sondern weil die Kunden einfach mehr von den billigeren Sachen kauften.

Billigere Ware ist nicht nur billiger in der Anschaffung, sondern auch billiger in der Herstellung. Darauf bezieht sich Intel, wenn es um niedrigere Kosten geht.

Und schließlich sagt Intel, dass man die Ausgaben im Bereich organische autonome Fahrtechnik senken konnte, da nun Mobileye — ein Unternehmen, das Intel im vergangenen Jahr gekauft hat, um im Bereich selbstfahrende Autos schneller voranzukommen — ein Teil der Unternehmensgruppe ist.

Das Potenzial des Internets der Dinge

Intels IOTG ist ein solider Unternehmensbereich mit starkem Umsatzwachstum und scheinbar beschleunigtem Gewinnwachstum. Darüber hinaus haben die vielfältigen Möglichkeiten innerhalb der Märkte, die man derzeit bearbeitet, sowie die neuen angestrebten Märkte (z. B. selbstfahrende Autos), das Potenzial, in den kommenden Jahren deutlich zu wachsen.

Obwohl der Bereich im Vergleich zum Konzernumsatz von 60 Mrd. US-Dollar klein ist, sollten die Investoren die Internet of Things Group langfristig beobachten.

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The Motley Fool empfiehlt Intel. 

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 20.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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