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Warum es nicht klug ist, gegen das iPhone von Apple zu wetten

Foto: The Motley Fool

Vor dem Quartalsbericht von Apple (WKN:865985) am 1. Mai gab es eine Menge Sorgen bei den Investoren. Analystenschätzungen und Berichte von Apples Komponentenlieferanten deuten darauf hin, dass die Nachfrage nach dem iPhone nachlässt.

Diese Spekulationen wirkten sich negativ auf die Aktien vieler Halbleiterunternehmen sowie auf die von Apple aus.

DATEN VON YCHARTS.Während das Quartal Anzeichen dafür zeigte, dass das iPhone-Geschäft abflaut, war es auch ein Beweis dafür, dass Wetten gegen den Technologieriesen keinen Sinn machen.

Kein Patentrezept

Der Grund liegt in einer oft vergessenen finanziellen Situation: Monopsonie. Um den guten Tag zu feiern, den ich nach Apples Bericht hatte, ging ich zu einer Quiznacht in eine meiner Lieblings-Bierbars, wo ich an den Begriff erinnert wurde. Während ein Monopol eine Situation ist, in der ein Markt nur einen Verkäufer einer Ware oder Dienstleistung hat, ist eine Monopsonie ein Markt, in dem es nur einen Käufer gibt.

So wie ein Monopol einem Unternehmen Macht darüber gibt, was es seinen Kunden in Rechnung stellen kann, kann eine Monopsonie einem Unternehmen die Macht geben, die Preise zu diktieren, die es für das Produkt bezahlt. Das kann sich auf den Preis auswirken, um ein Endprodukt zu produzieren und die Rentabilität deutlich zu steigern.

In der heutigen Welt sind reine Monopole schwer zu finden; dasselbe gilt für reine Monopsonien. Was unseren Fall betrifft, so ist Apple nicht der einzige Smartphone-Hersteller da draußen. Dennoch ist Apple unter den wenigen anderen Technologieunternehmen, die Smartphones verkaufen, führend, was ihm eine Menge Kontrolle über die Zulieferer – insbesondere die Chiphersteller – gibt.

Es gibt viele Zulieferer, die zweistellige Prozentsätze des Umsatzes auf das iPhone zurückzuführen. Das hat dazu geführt, dass kleine Apple-Lieferanten diese Beziehung nutzen, um in andere Märkte zu expandieren (z.B. Skyworks Solutions). Aber es wurden auch viele Investitionen zunichte gemacht, wenn die Beziehungen zu einem Lieferanten gekappt wurden (wer erinnert sich an InvenSense?).

Was bedeutet das für Apple Investoren?

Der Versuch, die Situation von Apples Kern-Geschäft anhand des Schicksals anderer Unternehmen zu beurteilen, kann riskant sein. Nur weil die iPhone-Verkäufe den Chipherstellern nicht mehr so viel Auftrieb geben wie früher, bedeutet das nicht, dass das Moneymaker-Segment des Unternehmens in Schwierigkeiten steckt. Apple kann sehr viel Kontrolle über sein Angebot ausüben, um die Endpreise für sein Hauptprodukt mit innovativen Funktionen zu erhöhen und so eine Verlangsamung der Verkaufszahlen auszugleichen. Im laufenden Geschäftsjahr ist das teure iPhone X ein Beleg dafür und trägt mit seinen Premium-Funktionen zu einem deutlichen Umsatzplus bei.

Stuerjahr verkaufte iPhones  Veränderung im Jahresvergleich iPhone Umsätze Veränderung im Jahresvergleich
2018 letzte 12 Monate 129,5 Mio. 0,3% 99,6 Mrd. USD 13,7%
2017 216,8 Mio. 2,3% 141,3 Mrd. USD 3,4%
2016 211,9 Mio. (8,3%) 136,7 Mrd. USD (11,8%)
2015 231,2 Mio. 36,6% 155 Mrd. USD 52%
2014 169,2 Mio. 12,6% 1020 Mrd. USD 11,7%

TABELLE: AUTOR. DATENQUELLE: APPLE QUARTALSERGEBNISSE.

Auch wenn die Umsätze des iPhones nicht mehr so hoch sind wie im Jahr 2015, steigert Apple den Umsatz und damit die Rendite für die Aktionäre. Zugegeben, es gibt neue Produkte und Dienstleistungen wie die Apple Watch und Apple Music helfen, aber bis heute macht das iPhone immer noch zwei Drittel des gesamten Geschäfts aus.

DATEN VON YCHARTS.Die Smartphone-Industrie ist ausgereift, aber diese Industrie ist eine monopsonistische, die Tech-Riesen begünstigt, die Telefone herstellen. Der Versuch, Apple auf Grundlage dessen, was seine iPhone-Lieferanten durchmachen, in die Karten zu schauen, kann daher nicht funktionieren.

Dieses letzte Quartal ist ein Beweis dafür, dass das Unternehmen weiterhin sein leistungsstarkes Gerätegeschäft nutzt, um Werte für die Aktionäre zu schaffen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple und Skyworks Solutions. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. 

Dieser Artikel wurde von Nicholas Rossolillo auf Englisch verfasst und am 17.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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