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Facebook macht bei VR ernst

Foto: Facebook

Seit der 3 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von Oculus, hat Facebook (WKN:A1JWVX) viele Ressourcen investiert, um virtuelle Realität für den Massenmarkt tauglich zu machen. Diese Anstrengungen haben sich noch nicht ausgezahlt, aber auf der F8-Konferenz letzte Woche zeigte Facebook, dass es immer noch an VR glaubt.

Das sehnsüchtig erwartete Oculus Go Headset wurde offiziell vorgestellt und Facebook lies einen Blick auf einen Prototypen zu, an dem es arbeitet. Lass uns die neue Hardware genauer anschauen und klären, warum sich Facebook in diesem Bereich so anstrengt. Außerdem kümmern wir uns um ein paar Hindernisse, auf die es treffen könnte.

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Wie Facebook VR-Hardware angeht

Der gegenwärtige Star in Facebooks VR-Strategie ist zweifelsohne das neue Oculus Go, welches für 199 US-Dollar angeboten wird. Im Gegensatz zu den bisher verfügbaren Oculus-Headsets benötigt es keine zusätzliche Hardware wie ein Smartphone oder einen PC. Es ist komplett unabhängig von anderen Geräten. Das heißt aber auch, dass manche der High-End-Features der teureren Rift-Headsets fehlen. (Zum Beispiel kann das Go keine Bewegungen außer der Kopfbewegung tracken.) Allerdings bietet es viele Funktionen zu einem relativ geringen Preis; und es funktioniert so, wie es geliefert wird.

Es hat eingebaute Lautsprecher, ein eigenes Display und einen eigenen Controller. Das Go besitzt sogar einen Abstandshalter, der es Brillenträgern erlaubt, das Gerät bequem zu nutzen. Man kann aber auch Linsen bestellen, die genau in das Gerät passen. Allerdings kostet das extra. Die Standardausführung hat 32 GB Speicher. Für 250 US-Dollar erhältst du ein Gerät mit 64 GB.

Dies ist zwar angesichts des recht niedrigen Preises schon beeindruckend, aber längst noch nicht alles. Auf seiner Konferenz sprach Facebook von einem anderen VR-Headset, an dem es arbeitet. Der Codename ist Half Dome.

Dieses neue Gerät, von dem noch nicht bekannt ist, wann es auf den Markt kommen soll, hat ein breiteres Sichtfeld als andere Headsets (140 Grad vs. 100 Grad). Es soll fortschrittliche Linsen nutzen, die einen variablen Fokus haben. Diese Linsen verändern sich physisch und bringen den Fokus auf verschiedene Bilder. Die Technologie funktioniert, indem ein Nutzer ein Objekt näher an das virtuelle Gesicht bewegt oder es entfernt. Dies kann beispielsweise eine Notiz in einem Spiel sein. Der Bildschirm passt sich daran an, um das Objekt deutlicher darzustellen, je näher es ist. Dies ähnelt der Art, wie wir Dinge in der Realität anschauen.

Mit Go und Half Dome bestätigt das Unternehmen die Aussage seines CEOs Mark Zuckerberg in der Telefonkonferenz letzten Monat:

Wir investieren viel darin, da wir bisher noch kein Hardwareunternehmen oder Betriebssystemunternehmen sind. Und wir denken, dass wir ganz neue Muskeln aufbauen müssen, um wettbewerbsfähig und in der Lage zu sein, in diesem Bereich Erfolg zu haben und ihn formen zu können.

Die VR-Hardware von Facebook bewegt sich deutlich in die richtige Richtung, aber Investoren sollten daran denken, dass der Markt noch nicht bewiesen ist.

Es wird nicht leicht, aber Facebook denkt, VR ist es wert

Facebook steht vor zwei Haupthürden. Die erste Hürde ist genau die, die Zuckerberg beschrieben hat. Hardware und Betriebssysteme sind nicht das Kerngeschäft von Facebook. Das heißt nicht, dass VR-Headsets scheitern, aber es bedeutet, dass wir nicht überrascht sein sollten, wenn das Unternehmen während der Entwicklung stolpert.

Die zweite Hürde liegt darin, dass Sony momentan das Unternehmen mit dem größten Vorteil bei VR ist. Das Unternehmen kann seine PlayStation VR-Headsets an Kunden verkaufen, die bereits eine PlayStation-Konsole haben. Ohne dieses Gaming-Ökosystem muss Facebook seine Kunden überzeugen, ein Standalone-Headset zu kaufen, das mit den bestehenden Spielen auf einer beliebten Konsole nicht kompatibel ist.

Aber Facebook steht zur VR und Zuckerberg sagt, dass er VR als potenziellen Kandidaten für die nächste große Rechnerplattform sieht:

Bezüglich virtueller Realität denke ich, dass das große Bild so aussieht, dass alle 10 bis 15 Jahre oder so ein neues Rechnerparadigma entsteht. Es scheint mir unausweichlich, dass diese Entwicklung weitergeht. Und jedes wird natürlicher, damit zu interagieren. Natürlichere Gesten zur Bedienung, mehr Immersion, portabler. Ich denke daher, es ist sehr wahrscheinlich, dass das nächste Computermodell um virtuelle Realität und Augmented Reality herum entstehen wird.

Es ist sicher nicht der einzige, der diese Entwicklung in diese Richtung sieht. Zuckerberg ist vielleicht durch Prognosen motiviert, die den VR-Markt im Jahre 2021 bei 19 Milliarden US-Dollar sehen. Letztes Jahr waren es übrigens noch 2,2 Milliarden US-Dollar.

Investoren müssen noch immer abwarten, um zu sehen, wie sich die Dinge für Facebook entwickeln. Aber ich denke, dass wir einen Schritt näher gekommen sind, zu erkennen, ob VR wirklich massentauglich wird. Mit dem Funktionsumfang und seinem vergleichsweise günstigen Preis könnte das Oculus Go genau das richtige Gerät sein, um das Kundeninteresse zu wecken. Allerdings solltest du keine großen Auswirkungen auf den Umsatz oder Gewinn erwarten.

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Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und am 13.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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