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Apple: Hat Warren Buffett gerade bewiesen, dass ich mich irre?

Foto: The Motley Fool.

Letzte Woche habe ich über Apple gesprochen – kurze Zeit nach der Veröffentlichung des unglaublichen Quartalsberichts … und der massiven Rückkaufankündigung.

In dem Beitrag habe ich auch Folgendes geschrieben:

… Apple steht nicht ganz oben auf meiner Liste.

Die Investoren, die Berkshire Hathaway und dessen CEO Warren Buffett aufmerksam folgen, wissen vielleicht, dass mich diese Aussage in direkten Widerspruch zum Star-Investor bringt.

Buffett sprach während des jährlichen Treffens von Berkshire am vergangenen Wochenende nicht nur ausführlich darüber, warum er Apple so sehr mag, sondern er sagte auch gegenüber dem Finanznachrichtensender CNBC: „Wir haben etwa 5 Prozent des Unternehmens gekauft. Ich würde gerne 100 Prozent davon besitzen.“

Das wirft eine Frage auf: Sollte ich meine Einstellung ändern?

Apple ist keine schlechte Wahl

Zuerst sollten wir klarstellen, dass ich Apple nicht für eine schlechte Aktie oder ein schlechtes Unternehmen halte. Wie ich bereits in meinem vorherigen Beitrag erwähnt habe, bin ich selbst Aktionär von Apple. Ich bin es seit etwa fünf Jahren.

Ich habe kein Problem damit, dass jemand Apple-Aktien kauft – ob diese Person nun Warren Buffett heißt oder nicht. Die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens ist großartig. Apple erwirtschaftet derzeit eine Eigenkapitalrendite von über 40 %, bei knapp 200 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und Investitionen in der Bilanz. Die Nettogewinnmarge liegt bei über 20 % und verzeichnete in den letzten 12 Monaten ein zweistelliges Umsatzwachstum, obwohl der Umsatz im vergangenen Jahr bereits deutlich über 200 Milliarden US-Dollar lag.

Es ist ein hochwertiges Unternehmen.

Aber wie ich schon sagte, es ist ein sehr, sehr großes Geschäft. Und mathematisch gesehen ist es für ein großes Unternehmen schwieriger zu wachsen als für ein kleines. Vor allem, wenn es um Wachstum in Form von Verdoppelung oder Verdreifachung geht.

Deshalb ist es eine tolle Aktie für Buffett

Apropos Großunternehmen: Berkshire ist auch eines, und das macht es für Buffett zu einer Herausforderung, für neues Wachstum zu sorgen.

Ende März hatte Berkshire mehr als 100 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln. Darüber hinaus verfügte das Unternehmen über ein Portfolio von 173 Milliarden US-Dollar in Aktien.

Sprechen wir bezüglich dieses Portfolios doch etwas über Mathematik.

Stell dir vor, Buffett investiert in ein vielversprechendes, aufstrebendes Unternehmen im Wert von 1 Milliarde US-Dollar. Nehmen wir zudem an, dass er nicht will, dass Berkshire mehr als 25 % besitzt (was angesichts der Anteile, die Berkshire an anderen börsennotierten Unternehmen besitzt, vernünftig ist). Stell dir schließlich vor, was passiert, wenn sich dieses Unternehmen verdoppelt.

Das bedeutet, dass Berkshire 250 Millionen US-Dollar investierte und mit der Verdoppelung der Aktien 250 Millionen US-Dollar erwirtschaftete. Dieser Gewinn würde einen Zuwachs von 0,14 % für Berkshires Gesamtportfolio von 173 Milliarden US-Dollar bedeuten.

Nun zu Berkshires Investition in Apple. Berkshire konnte mehr als 30 Milliarden US-Dollar in die Aktien von Apple investieren, wobei der Aktienanteil unter 5 % blieb.

Stell dir vor, die Apple-Aktie steigt nur um 10 %. Das wäre für Apple ein Gewinn von 3 Milliarden US-Dollar. Das wiederum wäre ein Plus von 1,7 % für das Gesamtportfolio von Berkshire.

Um den gleichen Gesamtportfoliogewinn von 1,7 % zu erzielen, müsste Buffett 12 dieser kleineren Unternehmen finden, die sich verdoppelt haben (ohne dabei auf Unternehmen zu stoßen, die schlecht abgeschnitten haben!). Das macht deutlich, warum Buffett bei Milliarden und Abermilliarden von Dollar eher an Investitionen in sehr gute Großunternehmen interessiert ist, als an der Suche nach den bestenUnternehmen, unabhängig von ihrer Größe.

Buffett besiegen

Wenn du wie Buffett bist und 100 Milliarden US-Dollar zu investieren hast, dann ist Apple vielleicht eine Top-Option für dich.

Selbst wenn du nicht über Buffetts Vermögen verfügst, kann Apple immer noch eine solide Aktie für dich sein. Wie ich oben erwähnte, sind die Zahlen großartig, und es könnte ein großes, beständiges, dividendenzahlendes Large Cap sein, das dir bei der Sicherung deines Portfolios behilflich sein kann. Ich plane auch nicht, meine Apple-Aktien zu verkaufen.

Das heißt, wenn du den Vorteilhast, ein kleineres Portfolio als Buffett zu haben, kannst du nach den kleineren Unternehmen suchen, die mehr Potenzial haben, signifikant zu wachsen und eine Menge Geld zu verdienen!

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Matt besitzt Anteile an Apple und Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.

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