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Der Wettbewerb im Streaming-Bereich schadet Netflix oder Amazon nicht

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Die Verbraucher haben mehr Optionen als jemals zuvor beim Streaming, aber es scheint, als würde das nur den größten Unternehmen in diesem Bereich helfen, Netflix (WKN:552484) und Amazon (WKN:906866) Prime.

Eine aktuelle Umfrage von Morgan Stanley ergab, dass die beiden Top-Streaming-Dienste in diesem Jahr beliebter waren als im letzten Jahr. Die Netflix-Nutzung stieg um 4 Prozentpunkte auf 46 % der Befragten und die Amazon-Nutzung um 3 Prozentpunkte auf 30 %. Die erhöhte Popularität ging weitgehend auf Kosten des kostenlosen Fernsehens und TV-Apps, was darauf hindeutet, dass  Streaming-Dienste die Zuschauer vom Fernsehen zum  Streaming locken.

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Der Trend sollte für die Investoren von Netflix ermutigend sein, da sie sich in naher Zukunft verstärkt der Konkurrenz von Disney (WKN:855686) und anderen großen Medienunternehmen stellen werden müssen. In der Zwischenzeit dürfte das Prime-Geschäft von Amazon auch nach der anstehenden Preiserhöhung gut laufen.

Warum immer mehr Zuschauer zu Netflix kommen

Der wichtigste Grund, warum die Leute Netflix-Programme sehen, sind die Eigenproduktionen – 55 % der Befragten gaben dies als Grund an, 5 Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr. Das ist wichtig, denn die Content-Auswahl von Netflix ist rückläufig, da das Unternehmen sich mehr auf Eigenproduktionen konzentriert. Amazon Prime bietet sogar viermal so viele Filme an wie Netflix.

Insgesamt gaben 40 % der Befragten an, dass Netflix die besten Eigenproduktionen hat. Morgan Stanleys Umfragen haben gezeigt, dass seit drei Jahren Netflix die beliebtesten Eigenproduktionen hat. Und das Angebot wird immer besser.

Das Unternehmen produziert in diesem Jahr rund 700 Programme, von TV-Serien über Filme bis hin zu Stand-up-Comedy-Specials. Diese werden sich nicht nur an ein amerikanisches Publikum richten. Es gibt auch eine wachsende Anzahl von lokalen Produktionen in verschiedenen Märkten der Welt. Dabei werden einige dieser lokalen Produktionen zu globalen Hits.

Disney kommt mit seinem Dienst 2019 auf den Markt und plant bereits die Veröffentlichung einer Star-Wars-Originalserie für den kommenden Disney-Streaming-Service. Dank seinem riesigen geistigen Eigentum könnte Disney einige ausgezeichnete Programme produzieren. Zusätzlich hat das Unternehmen noch einen Katalog voller Blockbuster-Filme, die es jedes Jahr auf den Markt bringt. Dennoch hat Disney nicht das gleiche Budget oder den gleichen Fokus wie Netflix, daher ist es schwer absehbar, ob der Marktführer Federn lassen wird.

Was ist mit Amazon Prime Video?

Prime Video wird zusammen mit Amazon Prime geliefert. Das ist in der Wirklichkeit der Grund, warum die Menschen den Dienst nutzen – 74 % der Befragten geben das nämlich als Grund an. Für Millionen von Amazon-Kunden ist der kostenlose zweitägige Versand von über 100 Millionen Artikeln Grund genug, sich für Prime anzumelden. Aber selbst wenn es keine Originalinhalte auf dem gleichen Niveau wie Netflix hat, müssen sich die Investoren keine Sorgen um die Preissetzungsmacht von Amazon in Bezug auf Prime machen. Amazon hat kürzlich eine Preiserhöhung für Prime auf 119 US-Dollar pro Jahr angekündigt, was etwa 10 US-Dollar pro Monat entspricht.

Allerdings reagieren die Menschen positiv auf die gestiegenen Investitionen von Amazon in Videoinhalte. Das Unternehmen hat den Content in den letzten Jahren zu einer Priorität gemacht, und immer mehr Leute sagen, dass sie Prime Video dank der verbesserten Auswahl und den jüngsten Ergänzungen im Katalog nutzen. Amazons Eigenproduktionen haben sich bei den Kritikern und Zuschauern bewährt. Ein Großteil der Investitionen von Amazon in Videoinhalte konzentriert sich jedoch auf Übersee, wo das Unternehmen sein E-Commerce-Geschäft rasch ausbaut und hofft, die Prime-Mitgliedschaft zur Unterstützung des Einzelhandelsgeschäfts zu nutzen.

Amazon hat aber immer noch eine Chance bei den Prime-Mitgliedern in den Vereinigten Staaten, obwohl 20 % der Befragten angaben, dass sie den Content von Prime Video nicht kennen, während 30 % sagten, dass sie einfach andere Streaming-Dienste bevorzugen. Die kontinuierliche Verbesserung des Videokatalogs sollte dazu beitragen, dass mehr Prime-Mitglieder den Dienst nutzen, so wie es Amazon im Jahr 2017 getan hat. Mehr Mitglieder für das Streaming zu gewinnen wird die Kundenbindung verbessern und die höheren Preise von Prime untermauern.

Die Konkurrenz schläft nicht

Mehr Streaming-Dienste bedeuten, dass die Verbraucher mehr Gründe haben, sich beim Pay-TV abzumelden. Disney könnte mit seinem Dienst Familien dazu bewegen, zu seinem neuen Dienst überzulaufen. Das bedeutet dann auch, dass die Familie mehr Unterhaltung bei Anbietern wie Netflix und Amazon ansehen wird.

In einer Welt, in der jedes Medienunternehmen ein Direct-to-Consumer-Angebot hat, profitieren Netflix und Amazon Prime, da die Menschen sich ihr eigenes TV-Paket zusammenstellen können und dabei unweigerlich zuerst bei den beiden größten anfangen werden.

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John Mackey, CEO von  Whole Foods Market, ist im Vorstand von Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Netflix und Walt Disney.

Dieser Artikel von Adam Levy erschien am 11.5.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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