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Aurelius-Aktie: Letzte Chance auf die Dividende – steigt deshalb die Aktie?

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Die Aktie der Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A) ist in den letzten Wochen deutlich gestiegen.

Einige wollen sicher noch Anteilseigner werden, bevor die üppige Dividende ausgeschüttet wird, aber ich denke, dass viele auch deutlich längerfristiges Potential sehen. Werfen wir mal einen kurzen Blick auf die Dividende, und was danach auf Aktionäre zukommen könnte.

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Das gibt es über die Dividende zu wissen

Nachdem bereits 2017 mit 4 Euro je Aktie ein Rekordbetrag ausgeschüttet wurde, wird auch dieses Jahr – sofern der Vorschlag angenommen wird – mit 5 Euro je Aktie ein neuer Rekordwert erreicht. Wer diese großzügige Ausschüttung gutgeschrieben haben will, der wird sich die Aktie noch bis zur Hauptversammlung am 18. Mai ins Depot holen müssen.

Die 5 Euro setzen sich dabei aus einer Basisdividende von 1,50 Euro und einer Partizipationsdividende von 3,50 Euro zusammen. Die Basisdividende orientiert sich an den operativen Gewinnen und die Partizipationsdividende an den Verkaufserlösen.

Mehr als kurzfristige Ausschüttungsgier

Ich denke aber, dass der Aktienanstieg der letzten Wochen mit weitaus mehr als der Rekorddividende zu tun hat. Allein rechnerisch betrachtet war der Kurssprung höher als die diesjährige Ausschüttungssumme.

Meiner Meinung nach sorgen folgende Faktoren dafür, dass sich Anleger in diesem Jahr auch über die Rekorddividende hinaus für Aurelius begeistern können:

1. Weiterhin hohe Ausschüttungen

Nicht nur dieses Jahr, sondern auch in den nächsten Jahren winken Aurelius-Investoren hohe Ausschüttungen. Auf die Basisdividende, die dieses Jahr besonders großzügig um 50 Cent angehoben wurde, sollte sowieso Verlass sein, sie soll jährlich angehoben werden.

Allerdings sieht es auch bei der Partizipationsdividende gut aus, denn Aurelius hat einen großen Teil des Gewinns aus dem Rekord-Geschäftsjahr 2017 für zukünftige Jahre zurückgelegt. Ungefähr 84 Mio. Euro des letztjährigen Gewinns wurden als Gewinnvortrag verbucht. Damit soll auch in den nächsten Jahren eine attraktive Dividende gesichert werden.

Im Januar hat die Baader Bank geschätzt, dass Aurelius im nächsten Jahr 5,50 Euro und im Jahr darauf 6,00 Euro ausschütten wird.

2. Vielversprechende Beteiligungen

Kurzfristig hat Aurelius mit seinen beiden im letzten Jahr getätigten Rekordverkäufen der Beteiligungen SECOP und Getronics natürlich einiges an Portfoliowert schon realisiert, wer aber ein bisschen weiter in die Zukunft blickt, sieht, dass auch andere Beteiligungen vielversprechend sind.

Der Vollpappe- und Kartonagen-Spezialist Solidus ist eine schlummernde Perle, und wurde erst kürzlich mit der Add-on-Akquisition von Abelan gestärkt, die jährlich 70 Mio. Euro zusätzlichen Umsatz bringt. Ein wirklicher Gigant im Beteiligungsportfolio ist Office Depot Europe. Die Abspaltung des amerikanischen Mutterkonzerns kommt auf einen Jahresumsatz von circa 2 Mrd. Euro. Laut Aurelius-CEO Dirk Markus laufen dort die Restrukturierungsmaßnahmen nach Plan.

3. Aussicht auf weitere Übernahmen

Nicht nur das aktuelle Portfolio von Aurelius ist spannend, es wird sich dieses Jahr mit großer Sicherheit auch noch einiges tun. Ende April wurde geäußert, dass man dieses Jahr mit fünf bis acht Zukäufen rechnet. Der Umsatz einer neuen Beteiligung sollte laut eigenen Aussagen idealerweise zwischen 50 Mio. und 1 Mrd. Euro liegen, was eine höhere Umsatzobergrenze als noch vor kurzem bedeutet.

Auch in diesem Jahr will Aurelius also kräftig wachsen.

Kein weiteres Rekordjahr, aber das ist auch nicht schlimm

Es wird erst einmal schwer, das letzte Rekordjahr zu überbieten. Das heißt aber nicht, dass der Anstieg der Aktie nicht gerechtfertigt ist.

Ich denke, dass Anleger hier die anstehende Dividende nutzen, um die Aurelius-Aktie auch über die diesjährige Ausschüttung hinaus neu zu bewerten, schließlich gibt es dafür gute Gründe.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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