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Das Geschäft mit Nestlé wird Starbucks helfen, die Welt zu erobern

Foto: Starbucks

In den Vereinigten Staaten ist Nestlé (WKN:A0Q4DC) nur ein kleines Licht auf dem Kaffeemarkt. Es ist die Marke, die den Nescafe-Instantkaffee verkauft, und die Nespresso-Kaffeemaschine.

Weltweit ist Nestle jedoch eine viel stärkere Marke. Das macht das Unternehmen zu einem idealen Partner, um Starbucks (WKN:884437) beim Aufbau seiner Marke in Lebensmittelgeschäften, Supermärkten und anderen Einzelhandelsgeschäften auf der ganzen Welt zu unterstützen. Die beiden Unternehmen haben eine Partnerschaft geschlossen, laut der Nestle Starbucks-Marken in den Bereichen Konsumgüter und Foodservice verkaufen wird.

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Das ist eine schicke Art zu sagen, dass Nestle eine Vorauszahlung von 7,15 Milliarden US-Dollar leistet, um die Rechte für Vermarktung und Vertrieb von „Starbucks, Seattle’s Best Coffee, Starbucks Reserve, Teavana, Starbucks VIA, Torrefazione Italia und Tee“ zu erhalten. Dazu gehören Beutel mit Kaffeebohnen, Kaffeepads (einschließlich von Starbucks-Kaffee auf die Nespresso-Plattform) und andere Instant-Kaffees wie VIA. Die Partnerschaft umfasst keine Fertiggetränke.

Warum kommt es zu diesem Geschäft?

Theoretisch könnte Starbucks einen eigenen Vertrieb und eine eigene Produktion in jedem Land der Welt aufbauen. Das ist aber ein kostspieliges Unterfangen, bei dem das Unternehmen mit etablierten führenden Unternehmen wie Nestle konkurrieren müsste. Diese Partnerschaft ermöglicht es dem Kaffeeunternehmen, die Ressourcen auf das Wachstum des Kerngeschäfts in der ganzen Welt zu konzentrieren.

Für Nestle gibt die Partnerschaft dem Unternehmen Zugang zu einem der größten – wenn nicht sogar dem größten – Namen im Bereich Kaffee in mehreren Märkten. Dies sollte es dem Unternehmen ermöglichen, die Marke wirksam einzusetzen und die Marketingkraft von Starbucks und das eigene Vertriebsnetz zu nutzen, um Marktanteile zu gewinnen.

Starbucks gibt keine physischen Vermögenswerte in dem Geschäft auf. Das Unternehmen wird weiterhin die eigene Produktion in den USA betreiben, während Nestle die Produktion weltweit übernehmen wird. Zusätzlich zum Erhalt der Vorauszahlung erhält Starbucks auch eine Lizenzgebühr für alle Verkäufe von Nestle.

„Diese globale Kaffee-Allianz wird durch die Reichweite und den Ruf von Nestle die Erfahrung von Starbucks in die Häuser von Millionen Menschen auf der ganzen Welt bringen“, sagte Starbucks CEO Kevin Johnson in einer Pressemitteilung.

Das ist gut für beide Unternehmen

Die beiden Unternehmen haben vereinbart, bei der Beschaffung und Röstung von Kaffee sowie bei den Marketingstrategien zusammenzuarbeiten. Im Idealfall wird diese Vereinbarung Starbucks eine Möglichkeit geben, die Marke des Unternehmens in Lebensmittelgeschäften auf der ganzen Welt aufzubauen, was das Café-Geschäft verbessern sollte – besonders in den Ländern, in denen es nur eine begrenzte oder gar keine Präsenz hat. Umgekehrt erhält Nestle Zugang zu einer bekannten, erstklassigen Marke, die das Unternehmen in eigene bestehende Systeme einbinden kann.

Starbucks wird die Erlöse aus der Vorauszahlung nach Steuern nutzen, um den Aktienrückkauf zu beschleunigen. Das Unternehmen erwartet nun, bis zum Geschäftsjahr 2020 rund 20 Milliarden US-Dollar in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden an die Aktionäre zurückzuzahlen. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Transaktion den Gewinn pro Aktie von Starbucks bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 steigern wird.

Das sind zwei Unternehmen, die sich gegenseitig die Stärken des anderen zunutze machen. Das sollte den Aktionären in beiden Bereichen einen Mehrwert bringen und gleichzeitig den Marktanteil und das Bewusstsein für Starbucks in den Märkten, in denen die Marke noch nicht überall vertreten ist, erhöhen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Starbucks. The Motley Fool empfiehlt Nestle.

Dieser Artikel von Daniel B. Kline wurde  auf Englisch verfasst und am 07.5.18 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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