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Das Ergebnisbericht von NVIDIA kommt am Donnerstag: Was ist dabei zu beachten

Foto: The Motley Fool.

NVIDIA (WKN:918422) wird am Donnerstag nach Börsenschluss über die Ergebnisse des ersten Quartals 2019 berichten.

Der Spezialist für Grafikprozessoren (GPUs) hatte letztes Jahr einen Lauf. Dabei stieg der Umsatz um 41 % und das bereinigte Ergebnis je Aktie um beachtliche 88 %. Auf der GPU Technology Conference Ende März konnte NVIDIA auch viele innovative neue Produkte vorstellen.

Darüber hinaus hat sich die Aktie in den letzten Wochen von einem Rücksetzer von fast 15 % erholt, der Mitte März begann, kurz nachdem sie ein Allzeithoch von 250,48 US-Dollar erreicht hatte. Die Aktie beendete den Montag bei 248,68 US-Dollar, in der Nähe eines neuen Rekords. Die Aktien haben in den letzten 12 Monaten eine Rendite von 140 % erzielt und liegen damit weit vor der Rendite des S&P 500 von 13,6 % in diesem Zeitraum.

Die Kennzahlen

Hier sind die Ergebnisse der Vorjahresperiode und die Schätzungen der Wall Street, die als Richtwerte dienen sollen. (Das Quartal endete am 30. April.)

Kennzahl Finanzergebnisse Q1 2018
Konsensschätzungen Q1 2019
Geplantes Wachstum (Veränderung im Jahresvergleich)
Umsatz 1,94 Milliarden USD 2,89 Milliarden USD 49 %
Bereinigter Gewinn pro Aktie 0,79 USD 1,45 USD 84 %

Datenquelle: NVIDIA und Yahoo! Finance.

Dieser starke Anstieg der Gewinnschätzung führt natürlich zu einem erwarteten Schub durch die jüngsten Unternehmenssteuersenkungen. Aber NVIDIA hat eine großartige Erfolgsgeschichte, was das Übertreffen der Erwartungen der Wall Street angeht.

Das Spiel beginnt!

Die Gaming-Sparte von NVIDIA – die größte der vier – hat sich gut entwickelt und sollte dies auch weiterhin tun. Im letzten Quartal und im gesamten Geschäftsjahr 2018 stiegen die Umsätze um 29 % bzw. 36 % gegenüber dem Vorjahr. Die Spieler haben auf NVIDIAs Pascal-basierte GeForce-Grafikkarten umgestellt, und mehr von ihnen haben High-End-Karten gekauft, was vor allem auf die wachsende Beliebtheit von E-Sports und die Veröffentlichung hochwertiger Videospiele zurückzuführen ist. Außerdem nimmt die Zahl der Spieler weltweit zu.

Die Investoren von NVIDIA sollten dem Tumult im Kryptowährungsbereich nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Zugegeben, die extreme Volatilität dieses Marktes –der im letzten Jahr enorm gestiegen und in diesem Jahr eingebrochen ist – wird wahrscheinlich einige kurzfristige Schwankungen in den Gaming-Ergebnissen von NVIDIA verursachen, aber diese sollten mit der Zeit abnehmen. (Es kauften einige Krypto-Miner NVIDIAs GeForce-Gaming-Karten, um ihre Rigs zu betreiben, anstatt die anwendungsspezifischen Boards des Unternehmens.)

KI ist ungebrochen

Die Verkäufe der Rechenzentrumsplattform von NVIDIA – dem zweitgrößten Geschäftsbereich – sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. Im letzten Quartal und im Geschäftsjahr 2018 stieg der Umsatz dieser Plattform gegenüber dem Vorjahr um 105 % bzw. 133 %. Im vierten Quartal betrug der Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens rund 21 % und die Tendenz steigt.

Dieses Wachstum wird durch den zunehmenden Einsatz von Systemen mit der künstlichen Intelligenz (KI) und das Wachstum des High-Performance-Computing (HPC) angetrieben. NVIDIAs Grafikprozessoren haben sich als die bevorzugte Hardware für den Einsatz in Deep-Learning (DL)-Netzwerken und HPC-Systemen erwiesen. (DL ist eine Disziplin der KI, die darauf abzielt, Maschinen beizubringen, wie Menschen Rückschlüsse aus Daten ziehen.) Alle großen Internetunternehmen, Cloud-Computing-Dienstleister und Serverhersteller verwenden NVIDIAs Tesla V100-Grafikprozessoren, die auf der Volta GPU-Architektur basieren und bereits im zweiten Quartal des vergangenen Jahres ausgeliefert wurden.

Das Segment Automotive ist bereit, von selbstfahrenden Autos zu profitieren

Der Absatz der NVIDIA-Automobilsparte ist klein und wächst im Vergleich zum gesamten Unternehmen nur langsam. Der Umsatz in diesem Segment stieg im Geschäftsjahr 2018 nur um 15 % und machte nur 5,7 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus.

Allerdings dürften die Einnahmen aus dieser Sparte deutlich steigen, wenn selbstfahrende Autos im ganzen Land zugelassen werden, was nach Ansicht vieler Branchenbeobachter bereits 2021 der Fall sein könnte. Mehr als 370 Automobilhersteller, Lkw-Hersteller und andere entwickeln Fahrzeuge und Systeme, die auf der autonomen Fahrzeugplattform DRIVE PX von NVIDIA basieren. Zu den zahlreichen Partnern des Unternehmens zählen Top-Namen wie Toyota, Audi, Mercedes-Benz und Uber.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt NVIDIA.

Dieser Artikel wurde von Beth McKenna auf Englisch verfasst und am 08.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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