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Quartalsbericht von Apple: Rückkaufparty

Foto: The Motley Fool

Trotz der anhaltenden Bedenken der Investoren hinsichtlich der Nachfrage nach dem iPhone X konnte sich Apple (WKN:865985) dank des neuen Vorzeigemodells über ein hervorragendes Quartal freuen. Unterdessen macht das Unternehmen kontinuierliche Fortschritte im Dienstleistungsgeschäft und nähert sich dem Ziel, den Umsatz bis zum Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 zu verdoppeln. Auch der Großraum China setzt die starke Erholung fort.

Rekordverdächtige Kennzahlen

Der Gesamtumsatz lag bei 61,1 Milliarden US-Dollar und damit nahe der Mitte der im Februar veröffentlichten Prognose des Unternehmens. Das entspricht einem Nettogewinn von 13,8 Milliarden US-Dollar oder 2,73 US-Dollar pro Aktie.

Apple verkaufte 52,2 Millionen iPhones, was ein bescheidener Zuwachs von 3 % ist. Aber dank dem Startpreis des iPhone X von 999 US-Dollar, sprang der iPhone-Umsatz um 14 % auf 38 Milliarden US-Dollar. Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASPs) des iPhone lag bei 728 US-Dollar, tiefer als im vorherigen Quartal, aber es ist eine bemerkenswerte Zunahme im Jahresvergleich (655 US-Dollar). Zusätzlich bleibt das iPhone X das beliebteste Modell. Laut CEO Tim Cook war es auch das das erste Mal, dass das teuerste Modell auch das beliebteste gewesen ist.

Die Einnahmen in der Sparte Dienste stiegen um 31 % auf 9,2 Milliarden US-Dollar – ein Rekord, der es zu einem 33,4 Milliarden-Dollar-Geschäft gemacht hat. Das ist fast dreimal so groß wie der Gewinn von Netflix und annähernd so viel wie das Anzeigengeschäft von Facebook. Alle Services in diesem Segment entwickeln sich gut, wobei Apple Music kürzlich 40 Millionen zahlende Abonnenten erreichte und die iCloud-Speicherumsätze um mehr als 50 % stiegen. Es gibt jetzt 270 Millionen bezahlte Abonnements, die über die digitalen Plattformen von Apple laufen und davon sind im vergangenen Jahr allein mehr als 100 Millionen hinzugekommen.

Chart showing paid subscriptions rising over time

Datenquelle: Apple. Tabelle: Autor. Angeben beziehen sich auf Rechnungsquartale.

(Denke daran, dass es sich hierbei um Abonnements handelt, nicht um einzelne Nutzer, und einige Nutzer haben mehrere Abonnements.)

Das Wearables-Geschäft – darunter die Apple Watch, Wireless Beats und AirPods – hat jetzt die Größe eines Fortune-300-Unternehmens. Das ist Apples bevorzugte (und umständliche) Art zu sagen, dass das Wearables-Segment im vergangenen Jahr mindestens 9,3 Milliarden US-Dollar Umsatz eingebracht hat. Vor zwei Quartalen hatte dieses Geschäft noch die Größe eines Fortune-400-Unternehmens (mindestens 6,7 Milliarden US-Dollar Umsatz).

Rückkaufparty

Nachdem wir uns die Kennzahlen angeschaut haben, kommen wir nun zum wirklich wichtigen Teil, den Rückkäufen. Nach der Steuerreform wussten die Investoren, dass hier noch mehr geht und Apple hat nicht enttäuscht. Das Unternehmen kaufte im letzten Quartal für unglaubliche 23,5 Milliarden US-Dollar Aktien zurück, allesamt in Form von Käufen auf dem freien Markt. Darüber hinaus hat Apple im Laufe des Quartals ein beschleunigtes Aktienrückkaufsprogramm (ASR-Programm) abgeschlossen. Hier ist, wie das letzte Quartal im Vergleich aussieht:

Chart showing share repurchases over time

Datenquelle: Apple. Tabelle: Autor. Angeben beziehen sich auf Rechnungsquartale.

Damit verbleiben noch 10 Milliarden US-Dollar aus den Rückkaufermächtigung in Höhe von 210 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass es Zeit für ein neues Programm ist. Der Vorstand hat ein massives neues 100-Milliarden-Dollar-Rückkaufsprogramm genehmigt. Apple beabsichtigt, das aktuelle Programm abzuschließen und mit dem neuen im Juni-Quartal zu beginnen. Das Management glaubt weiterhin, dass die Apple-Aktien unterbewertet sind; Maestri räumt ein, dass „wir eine Vorliebe für den Rückkauf haben“. Ja, das merken wir.

Zusätzlich erhöht Apple die Dividende um 16 % auf 0,73 US-Dollar pro Aktie, die am 17. Mai 2018 an die Aktionäre ausbezahlt wird, die am 14. Mai 2018 Aktien besitzen.

Weniger klar ist, wie viel Apple bisher tatsächlich zurückgekauft hat. CFO Luca Maestri hat es versäumt zu erwähnen, wie viel Bargeld im Ausland verbleibt, aber diese Zahl wird im kommenden 10-Q bekannt gegeben. Apple will auf eine „sichtbarere Kapitalstruktur“ hinarbeiten, da das Unternehmen nun viel mehr Flexibilität und Mittel hat, und Maestri bekräftigte das Ziel von Apple, langfristig „Netto-Cash-neutral“ zu werden. Die Netto-Cash-Position von Apple beträgt derzeit 145 Milliarden US-Dollar, davon 267 Milliarden US-Dollar in Bruttobarmitteln und 122 Milliarden US-Dollar in Schulden.

Ein Blick in die Zukunft

Apple rechnet für das dritte Quartal mit einem Umsatz von 51,5 bis 53,5 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge soll in etwa gleich bleiben und zwischen 38 % und 38,5 % liegen (die Bruttomarge lag im Märzquartal bei 38,3 %). Die Betriebsausgaben sollten zwischen 7,7 und 7,8 Milliarden US-Dollar liegen, während die sonstigen Einnahmen und Ausgaben voraussichtlich 400 Millionen US-Dollar betragen werden. Die Steuerquote sollte im nächsten Quartal bei etwa 14,5 % liegen.

Insgesamt war es ein solides Quartal. Apple setzt seine Pläne in allen Bereichen um. Als ob die Aktienrückkäufe des Unternehmens nicht schon aggressiv genug wären, gibt es jetzt noch viel mehr davon.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple, Facebook und Netflix.

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $55 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 02.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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