MENU

7 überraschende Fakten zu Ripple

Foto: Getty Images.

Ripple war eine der stärksten Krypto-Währungen des Jahres 2017, konnte satte 35.500 % steigen. Aber als eine Währung, die man schon eher als Neuzugang im Krypto-Bereich bezeichnen muss, bedarf Ripple für einige vielleicht noch ein bisschen Erklärung.

Deswegen hier sieben Fakten, die dabei helfen sollen, sich mit Ripple vertraut zu machen – mit der Funktionsweise der Kryptowährung und den wichtigsten Vorteilen gegenüber anderen führenden digitalen Token.

1. Ripple ist nicht der offizielle Name

Die Kryptowährung, die im Volksmund Ripple heißt, wird offiziell als XRP bezeichnet. Man kann also nicht einfach „100 Ripple kaufen“.

Ripple Labs ist der Name des Unternehmens, das den XRP-Token entwickelt hat. Natürlich klingt Ripple viel einprägsamer und eingängiger, weshalb viele Leute der Einfachheit halber Ripple sagen.

2. Ripple bietet drei verschiedene Produkte an, von denen nur eines den XRP-Token verwendet

Selbst viele Ripple-Besitzer sind überrascht, dass das Hauptprodukt des Unternehmens, xCurrent, nicht selber die XRP-Kryptowährung verwendet.

xCurrent wurde entwickelt, um es Banken zu ermöglichen, miteinander zu handeln, und um die Kompatibilität zwischen beliebigen Währungen (nicht nur Krypto-Währungen) zu gewährleisten. Dieses Produkt ging aus der Partnerschaft von American Express und Santander hervor.

Das Produkt, mit dem man XRP über das xCurrent-System handelt, wird xRapid genannt. Dieses bietet angeblich einige entscheidende Vorteile, wie z.B. noch schnellere Transaktionen und die Erschließung neuer Märkte, wird aber noch nicht in großem Umfang genutzt.

3. Ripple lässt sich nicht minen

Das Umlaufangebot von Bitcoin steigt langsam aber sicher durch einen Prozess namens Mining, bei dem die Benutzer ihre Rechenleistung für die Verarbeitung von Transaktionen gegen neu geprägte „Blöcke“ von Token bündeln. Viele andere große Kryptowährungen wachsen ebenfalls durch das Mining.

Ripple hingegen nicht. Alle 100 Milliarden XRP, die jemals erstellt werden, existieren bereits, obwohl noch nicht alle im Umlauf sind, worauf wir im nächsten Abschnitt eingehen werden.

4. Nur etwa 40 % der XPR-Token sind im Umlauf

Obwohl es 100 Milliarden XRP-Token gibt, sind die meisten davon noch nicht im Umlauf. Ripple Labs besitzt zum jetzigen Zeitpunkt etwa 60 Milliarden XRP, von denen sich 6,25 Milliarden direkt im Besitz von Ripple Labs befinden und 55 Milliarden auf Treuhandkonten für den zukünftigen Vertrieb. In den kommenden Jahren werden 1 Milliarde XRP pro Monat zur Verfügung stehen. So könnte das Umlaufangebot in den kommenden Jahren drastisch ansteigen.

Basierend auf dem aktuellen XPR-Preis von knapp 0,80 Dollar liegt der Wert aller im Umlauf befindlichen XRP bei 31,52 Milliarden Dollar und ist damit nach Marktkapitalisierung die drittgrößte Kryptowährung. Der Gesamtwert aller existierenden XRPs beträgt jedoch fast 80 Milliarden Dollar.

5. Ripple ist nicht als Zahlungsmittel gedacht

Ein häufiges Missverständnis unter Menschen, für die die Welt der Kryptowährungen neu ist, ist die Annahme, dass alle Kryptowährungen als Zahlungsmethoden gedacht sind. Wenn dies der Fall wäre, bräuchte man eigentlich keine weitere Währung außer Bitcoin.

Allerdings sind viele Kryptowährungen, einschließlich Ripple, nicht als Zahlungsmittel konzipiert. Mit anderen Worten, es ist unwahrscheinlich, dass der Laden an der Ecke bald XRP-Token akzeptiert, und Ripple Labs findet das gar nicht schlimm.

Stattdessen ist Ripple eine Kryptowährung, die als Zahlungsmethode entwickelt wurde – mit anderen Worten, sie soll das Geld effizienter von Punkt A nach Punkt B bewegen als herkömmliche Methoden, wie z.B. Banküberweisungen. Wie? Indem sie schneller und billiger ist als die herkömmlichen Wege.

6. Ripples Netzwerk ist viel schneller als das von Bitcoin oder Ethereum

Die durchschnittliche Bitcoin-Transaktion dauert derzeit 81 Minuten und lag in den letzten Monaten typischerweise im Bereich von 10 bis 30 Minuten. Ethereum-Transaktionen sind deutlich schneller, dauern aber in der Regel immer noch zwei Minuten oder länger.

Ripple beabsichtigt, eine sofortige Form des Geldtransfers zu werden, und verfügt laut der Website von Ripple Labs über Transaktionszeiten von etwa vier Sekunden. Wer jemals Geld international überwiesen hat, weiß, dass eine sofortige Alternative eine wunderbare Sache ist.

Außerdem kann das Ripple-Netzwerk deutlich höhere Transaktionsvolumina verarbeiten als andere führende Kryptowährungen. Bitcoin und Ethereum können etwa drei bzw. 15 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten, was zu einem Problem der Skalierbarkeit führt. Das Ripple-Netzwerk hingegen verarbeitet konstant etwa 1.500 Transaktionen pro Sekunde, und das Unternehmen behauptet, dass man auf 50.000 Transaktionen pro Sekunde skalieren kann – das ist in etwa das, was Visa derzeit schon leisten kann.

Deswegen testen mehrere große Finanzunternehmen derzeit die Technologie von Ripple, darunter American Express, Santander und MoneyGram International.

7. Ripples Transaktionskosten sind gering

Eines der größten Hindernisse für andere Kryptowährungen sind die Transaktionskosten. Bei abzubauenden Kryptowährungen handelt es sich um Gebühren, die den Minern als Anreiz für die Nutzung ihrer Rechenleistung zur Abwicklung von Transaktionen gezahlt werden.

Die Gebühren für Bitcoin-Transaktionen sind bekanntlich gestiegen und haben sich Ende 2017 und Anfang 2018 auf weit über 20 Dollar erhöht. Derzeit liegt die durchschnittliche Gebühr für Bitcoin-Transaktionen laut bitinfocharts.com bei ca. 1,15 Dollar, aber das macht Bitcoin immer noch weniger praktisch für den täglichen Zahlungsverkehr. Die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum, die (wie Ripple) eher als Übertragungsmechanismus konzipiert ist, liegt im Durchschnitt bei etwa 0,30 Dollar.

Unterdessen liegt die durchschnittliche Transaktionsgebühr von Ripple derzeit bei weniger als einem Cent und erreichte selbst auf dem Höhepunkt des Krypto-Währungsbooms Anfang 2018 einen Höchststand von gerade mal 0,03 Dollar.

Eine Kryptowährung mit echten Auswirkungen auf die reale Welt

Ripple hat sich zu einem wichtigen Akteur auf dem Kryptowährungsmarkt entwickelt, dank seinem beeindruckenden Potenzial, die Art und Weise zu verändern, wie man Geld von A nach B in alle Herren Länder transferiert. Allerdings handelt es sich um eine ganz andere Kryptowährung als Bitcoin und Ethereum, und das sollte man als Investor stets im Kopf behalten.

Die Wahrheit über den Bitcoin-Boom

Alles was du über Kryptowährungen wissen musst! In diesem 25-seitigen Sonderreport über Bitcoins verraten unsere Experten dir die Hintergründe über Krypto-Währungen und worauf du achten musst! Klicke hier für den kostenlosen Download zu diesem Report.

The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Krypto-Währungen und empfiehlt Aktien von American Express.

Dieser Artikel von Matthew Frankel erschien am 27.4.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool

Ich würde gerne E-Mails von euch zu Produktinformationen und –angeboten von The Fool und seinen Geschäftspartnern erhalten. Jede dieser E-Mail wird einen Link zum Abbestellen zukünftiger E-Mails beinhalten. Mehr Informationen dazu, wie The Fool persönliche Daten sammelt, speichert und handhabt finden sich in den Datenschutzhinweisen von The Fool.