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Drei Zeichen, dass die Zeiten des schnellen Wachstums von Apple vorbei sind

Foto: Apple

Die Investoren scheinen nicht mehr zu wissen, was sie von Apple (WKN:865985) halten sollen. Der iPhone-Hersteller ist immer noch als das wertvollste Unternehmen der Welt und hat die Unterstützung von Warren Buffett von Berkshire Hathaway. Und Buffett ist nur einer von vielen, die die Aktien des Unternehmens als sehr wertvolle ansehen. Doch unter den anderen Investoren gibt es einen schleichenden Verdacht, dass Apple ein Dinosaurier ist, der sich in das Microsoft der Vergangenheit verwandelt, ein enorm profitabler Riese ohne Wachstum, der übermäßig auf eine Produktlinie angewiesen ist. Es gibt keinen Zweifel, dass sich Apples Wachstum verlangsamt hat – das vierteljährliche Umsatzwachstum hat in zwei Jahren nicht mal 13 % überschritten. Doch die Anleger, die auf eine Rückkehr in die Vergangenheit hoffen, dürften enttäuscht sein. Hier sind drei Gründe dafür.

1. Die Magie ist weg

In der Ära Mitte von Steve Jobs war jede Produkteinführung transformativ. Der iPod, das iPhone und das iPad haben alle neue Produktkategorien definiert oder geschaffen und gleichzeitig die Kunden in ihren Bann gezogen. Die Leute stellten sich regelmäßig stundenlang oder sogar über Nacht an, um das neue Gerät als erster zu bekommen, was der Marke eine starke Mystik und Marktmacht verlieh.

In jüngerer Zeit ist es dem Unternehmen jedoch nicht mehr gelungen, diese frühere Magie einzufangen. Die Apple Watch hat im vergangenen Jahr mit über 18 Millionen verkauften Exemplaren ein beachtliches Ergebnis erzielt und Apple hält inzwischen fast die Hälfte des Smartwatch-Marktes, aber die Smartwatch von Apple ist nicht das Must-Have-Produkt geworden, das die anderen Gadgets waren. Auch die Airpods sind beliebt, mit einem erwarteten Absatz von 25 Millionen Einheiten in diesem Jahr, aber ein Produkt wie drahtlose Kopfhörer wird immer ein Accessoire sein, anstatt ein Kernprodukt.

In anderen Bereichen scheint Apple dagegen zu versagen. Der Homepod, zum Beispiel, wurde spät und zu einem höheren Preis als die Produkte von Konkurrenten wie Alphabet und Amazon auf den Markt gebracht. Die Verkäufe sind bis jetzt langsam gewesen, und die Berichte mittelmäßig, wobei viele Siris schwaches Reaktionsvermögen im Vergleich zu Alexa von Amazon kritisieren.

Aber es gibt noch mehr Baustellen. Trotz der tiefen Taschen und jahrelangen Gespräche über den Einstieg ins Fernsehen konnte sich der iPhone-Hersteller nicht sinnvoll etablieren. Das Unternehmen plant jetzt, 1 Milliarde US-Dollar für Eigenproduktionen auszugeben, aber aufgrund seiner Erfolgsgeschichte in dieser Kategorie würde ich meine Erwartungen niedrig halten.

In der Zwischenzeit setzt das Unternehmen auf das Dienstleistungssegment, das Dinge wie den App Store, Apple Music und AppleCare umfasst, um zu wachsen, aber das wird keinen Verbrauchermarkt revolutionieren. Trotz einiger Erfolge mit der Apple Watch und den Airpods scheint das Unternehmen nicht mehr in der Lage zu sein, damit ein bedeutendes Umsatzwachstum zu generieren.

2. Smartphones verkaufen sich nicht mehr so gut

Mehr als ein Jahrzehnt nach seiner Einführung macht das iPhone immer noch den größten Teil des Umsatzes von Apple aus und trug im letzten Quartal 70 % zum Umsatz bei. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 stieg der Umsatz des iPhones dank der Einführung des hochkarätigen iPhone X um 13 %, aber Apple kann das Rad nicht jedes Jahr neu erfinden. Nach 10 Jahren zunehmender Verbesserungen kann das Marken-Smartphone nur moderat besser werden.

Sowohl die Verkäufe von Smartphones in der gesamten Branche als auch die Verkäufe von iPhone wachsen nicht mehr, da so viele Erwachsene bereits ein iPhone haben und die Upgrade-Zyklen länger dauern. Der Absatz des iPhones ist seit drei Jahren im Wesentlichen unverändert und wird voraussichtlich auch in Zukunft so bleiben. Das heißt, um den Umsatz des iPhones zu steigern, muss das Unternehmen seinen Preis erhöhen, aber das kann es nur bis zu einem gewissen Grad tun, zumal da der Preis vom iPhone X bei 1.000 US-Dollar startet.

Wenn 70 % der Einnahmen von Apple stagnieren, ist das ein Problem für das gesamte Umsatzwachstum des Unternehmens.

3. Das Gesetz der großen Zahlen

In vielerlei Hinsicht ist Apple ein Opfer des eigenen Erfolgs. Apple kämpft gegen das Gesetz der großen Zahlen, das besagt, je größer ein Unternehmen wird, desto schwieriger ist es zu wachsen. Die Größe von Apple bedeutet, dass Produkte wie die Apple Watch und Airpods, die bei einem Unternehmen wie beispielsweise Fitbit Blockbuster wären, kaum einen prozentualen Anstieg mehr verursachen. Apple schien einst unempfindlich gegen das Gesetz der großen Zahlen, aber das ist nicht mehr der Fall.

Das iPhone ist das erfolgreichste Markenprodukt der Geschichte, zumindest im geschäftlichen Sinne, und das Unternehmen müsste einen ähnlichen Durchbruch erzielen, damit das Wachstum des Unternehmens wieder durch die Decke gehen kann.

Mit dem derzeitigen Management, das sich auf  Einnahmequellen wie Dienste konzentriert, scheint dies unwahrscheinlich zu sein. Solange Apple immer wieder jede Menge Gewinne produziert, sieht das Unternehmen aus wie ein solider Wertspeicher, aber die  Wachstumszeiten von Apple scheinen vorbei zu sein.

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John Mackey, CEO von  Whole Foods Market, ist im Vorstand von Motley Fool. Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet bei LinkedIn und ist im Vorstand von Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon, Apple, Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Fitbit. The Motley Fool besitzt die foldenden Optionen: Long January 2020 $150 Calls auf Apple und Short January 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel von Jeremy Bowman erschien am 27.4.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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