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3 wichtige Dinge im Quartalsbericht von Tesla

Foto: The Motley Fool.

Tesla (WKN:A1CX3T) wird am Mittwoch nach Handelsschluss, den 2. Mai, die Zahlen für das erste Quartal 2018 bekannt geben. Hier sind drei Dinge, auf die ich bei der Telefonkonferenz achten werde.

Wann geht Tesla das Geld aus?

Tesla verfügte Ende 2017 über 3,4 Milliarden US-Dollar in bar. Das klingt nach viel Geld, und das ist es auch. Aber Tesla hat in letzter Zeit eine ganze Menge Geld verbrannt, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich das geändert hat.

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Teslas freier Cashflow im Jahr 2017 war ein beachtliches Minus von 4,14 Milliarden US-Dollar. Das wäre noch mehr gewesen, wenn das Unternehmen diese Verluste im vierten Quartal nicht mit einem Anstieg der Kundeneinlagen (für den Tesla Semi und den Roadster der nächsten Generation) und durch den Verkauf der Lagerbestände an Model S- und Model X-Fahrzeugen ausgeglichen hätte. Dieser Bargeldverbrauch hat sich in diesem Jahr mit ziemlicher Sicherheit fortgesetzt: Tesla prognostizierte für 2018 Investitionen in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar, was dem Betrag entspricht, über den das Unternehmen Ende 2017 verfügte.

Teslas Geldverbrauch ruft ernsthafte Zweifel hervor – nicht nur auf Twitter – und das wirft die Frage auf, ob das Unternehmen Gefahr läuft, irgendwann bald kein Geld mehr zu haben. CEO Elon Musk scheint darauf zu wetten, dass Tesla das Model 3 in ausreichender Menge produzieren kann, um damit genug Cashflow zu generieren, bevor das Bankkonto leer ist. Anfang dieses Monats sagte Tesla, dass es nicht nötig sein wird, zusätzliche Barmittel im Jahr 2018 zu beschaffen. Aber wenn die Produktionsprobleme des Model 3 weitergehen, muss Musk möglicherweise seine – und Teslas – Optionen überdenken.

Der freie Cashflow des Unternehmens im ersten Quartal und die damit verbundenen Faktoren werden viel darüber aussagen, ob Tesla wirklich kurz vor dem Abgrund steht.

Was passiert mit Teslas Selbstfahrprogramm?

Es gab einmal eine Zeit, da wurde Tesla weithin als ein führendes Unternehmen, vielleicht das führende Unternehmen, im Rennen um die Entwicklung selbstfahrender Autos gesehen. Es war ein wichtiger Teil der These für Tesla als Investition und ein wichtiges Verkaufsargument für Teslas Fahrzeuge. Tausende von Kunden haben bereits extra für „volle Autonomie“ bezahlt, ein Feature, das Tesla heute nicht hat, aber verspricht, es einzuführen — irgendwann.

Wann ist „irgendwann“? Das ist eine gute Frage, denn Tesla wird nicht mehr als führend in diesem Bereich angesehen. Das Alphabet-Tochterunternehmen Waymo wird demnächst selbstfahrende Autos im Taxidienst betreiben, und General Motors wird dies auch im nächsten Jahr tun.

Musk hatte einmal versprochen, dass Tesla im Jahr 2017 eine Demonstrationsfahrt von der Westküste der USA an die Ostküste machen würde. Aber das ist nie passiert, und angesichts der fehlerhaften Fahrerassistenzsoftware scheint das Unternehmen jetzt weit zurück zu liegen.

Es hat wahrscheinlich nicht geholfen, dass Jim Keller, der Leiter von Teslas Autopilot-Entwicklungsprogramm während der letzten zwei Jahre, das Unternehmen Anfang April verlassen hat. Ich werde mir genau anhören, was Musk über Kellers Weggang zu sagen hat, und über den Zustand von Teslas Selbstfahrprogramm im Allgemeinen.

Wird Tesla endlich realistisch?

Die Fans lieben Musk für seine optimistische Zukunftsvision. Aber es gibt einen Unterschied zwischen „Optimismus“ und „wahnsinnig unwahrscheinlich“. Zu viele von Musk’s Vorhersagen in der Vergangenheit waren letzteres. Hier ist ein Beispiel aus Teslas letzter Telefonkonferenz:

Nur um Ihnen einen Vorgeschmack für unseren Optimismus beim Model Y zu geben… Mit dem Model Y, denke ich, könnten wir so etwas wie eine Kapazität von 1 Million Einheiten pro Jahr anpeilen, so etwas wie das, nur für das Model Y allein.

Das Model Y ist ein kommendes Tesla-Modell, ein Crossover-SUV, der auf der Grundlage des Model 3 basiert. Wenn die Ausführung gut wird, wird die Nachfrage nach Teslas Maßstäben mit ziemlicher Sicherheit gut sein. Aber die Idee, dass Tesla in der Lage sein wird, 1 Million Model Y’s pro Jahr zu verkaufen, ist schon etwas weithergeholt. Diese Verkaufsrate würde es zu einem der drei oder vier meistverkauften Fahrzeuge der Welt machen, neben den Pickups der F-Serie von Ford Motor Company oder dem fast allgegenwärtigen Corolla von Toyota. Die Idee, dass ein 50.000 US-Dollar teurer Elektro-SUV sich in solchen Mengen verkaufen könnte, ist…. höchst fragwürdig, wenn du mich fragst.

Um ehrlich zu sein, ich glaube nicht, dass Musk das wusste, als er die Aussage machte. Ich hoffe, dass die Ereignisse seit damals, insbesondere die sehr problematische Model-3-Produktionserhöhung, ihn und Tesla wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt haben.

Anzeichen dafür, dass Musk endlich aus seinen Fehlern der Vergangenheit lernt und den Blick auf inkrementelle, realistische, kurzfristige Ziele rund um den Autoverkauf und die Produktion richtet, wären sicher gerne gesehen. Ich werde während der Telefonkonferenz darauf achten.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 30.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien) und Tesla. The Motley Fool empfiehlt Ford.

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