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In diesem wichtigen Punkt ist die Tesla-Aktie der Daimler-Aktie überlegen

Foto: The Motley Fool.

Gleich vorneweg: Ich besitze keine Aktien von Tesla (WKN:A1CX3T)! Ich besitze Aktien von BMW (WKN:519000). Als rational denkender Anleger erkenne ich aber die Stärken eines Unternehmens an, auch wenn ich bei einem Konkurrenten investiert habe.

Die Stärke von Tesla ist in meinen Augen die Kundenorientierung. Der frühzeitige Fokus auf das Elektroauto deutet an, dass die Bedürfnisse der Kunden bei Tesla mehr im Mittelpunkt stehen, als das bei Daimler (WKN:710000) und BMW der Fall ist.

Der Kunde ist König

Wir leben glücklicherweise in einer Zeit, in der jeder mit jedem Geschäfte machen kann, aber niemand dazu gezwungen wird. Auch gibt es heute kaum noch Monopole, die uns zwingen, Produkte von einem Unternehmen kaufen zu müssen. Wir können selbst entscheiden, ob und bei wem wir etwas kaufen.

In solch einem Umfeld, in dem der Kunde einfach woanders hingehen kann, wenn ihm etwas nicht passt, ist ein Faktor entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg: die Kundenorientierung! Denn nur wenn sich ein Unternehmen an den Bedürfnissen der Kunden orientiert, werden Produkte und Dienstleistungen entstehen, die die Menschen kaufen wollen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist Amazon. CEO Jeff Bezos war von Anfang an auf die Bedürfnisse der Kunden fokussiert und hat unter anderem mit diesem Kernprinzip aus dem Nichts ein Imperium geschaffen. Die Performance der Aktie in den letzten zehn Jahren: + 1.807 % (Stand: 23.04.2018). Kundenorientierung ist also auch für uns Aktionäre extrem wichtig.

Ich glaube, dass man bei Tesla neben der Umwelt eben auch an die Vorteile der Kunden gedacht hat, als man beschloss, sich auf Elektroautos zu spezialisieren. Moment mal, ein Elektroauto bietet den Kunden Vorteile? Ja, davon bin ich sogar überzeugt!

Diese Vorteile bietet ein Elektroauto seinen Kunden

Ich weiß: Die Batterien sind teuer und die Reichweite ist geringer als bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Das scheint erst mal nicht besonders kundenfreundlich zu sein. Man sollte das Elektroauto aber meiner Meinung nicht nur auf diese beiden Details beschränken.

Lass uns diese vermeintlichen Schwächen einfach unter den Punkten Kosten (Batterie) und Reichweite zusammenfassen. Bei den Kosten gibt es nämlich einige Punkte, bei denen ein Elektroauto günstiger ist als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Das fängt beim Verbrauch an. So spart man laut AUTO-Zeitung mit einem Elektroauto ca. 30 Euro pro Monat an Kraftstoffkosten, verglichen mit einem Benziner.

Auch der jährliche Ölwechsel fällt weg, ein Elektromotor braucht kein Öl! Ok, mein BMW muss auch nur noch alle zwei Jahre zum Ölwechsel. Das schlägt dann aber inklusive Mikrofilter für die Klimaanlage schnell mal mit 300 Euro zu Buche. Auch beim Ölwechsel spart der Kunde also einige Hundert Euro in ein paar Jahren, wenn er ein Elektroauto besitzt.

Apropo Service: Notfallbremsungen einmal ausgeklammert bremst beispielsweise ein Tesla regenerativ, das heißt, er bremst nicht mit den Bremsbelägen, sondern mit dem E-Motor. Die Folge: Die Bremsbeläge müssen nicht gewechselt werden! Wieder spart der Kunde ein paar Hundert Euro Wartungskosten.

Übrigens fallen bei einem Elektroauto auch Zündkerzenwechsel und Abgasuntersuchung weg. Betrachtet man also die Kosten zusammenfassend, kann man festhalten, dass die Anschaffung eines Elektroautos wegen der Batterie zwar noch teurer ist. Im Unterhalt spart der Kunde aber mehrere Hundert Euro im Jahr.

Aktuell ist ein Elektroauto, was die Kosten betrifft, einem Benzin- oder Dieselmotor in meinen Augen fast ebenbürtig, also beinahe genauso kundenfreundlich. Sinken die Kosten für die Batterien weiter, wovon ich ausgehe, dann sollte aus dem Gleichstand aber schnell ein Kostenvorteil für uns Kunden entstehen, wenn wir uns für ein Elektroauto entscheiden!

Langfristig gesehen halte ich ein Elektroauto daher für günstiger und damit für kundenfreundlicher als herkömmlich betriebene Fahrzeuge. Bonus für Automatikfahrer: Beim Benziner oder Diesel ist ein Automatikgetriebe meist aufpreispflichtig, beim E-Auto ist es Standard, weil es kein Getriebe hat. Also noch ein Kostenvorteil für den Kunden, zumindest für Schaltverweigerer.

Ein Elektroauto bietet aber nicht nur Kostenvorteile, sondern macht auch richtig Spaß. So befindet sich das Tesla Model 3, was die Beschleunigung betrifft, beinahe auf Augenhöhe mit einem Porsche 911. Kostet aber nur ungefähr die Hälfte!

in Sekunden Beschleunigung 0–100 km/h
Tesla Model 3*                     5,1
Porsche 911 **                     4,6

Quelle: stromschnell.de; * mit Langstreckenbatterie, ** mit Schaltgetriebe

Grund hierfür ist, dass beim Elektromotor das volle Drehmoment vom Stand weg zur Verfügung steht, während ein Verbrennungsmotor sein maximales Drehmoment erst viel später entwickelt. Daraus folgt eine rasante Beschleunigung bei relativ wenig Leistung bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb. Das macht natürlich unglaublich viel Spaß!

Ich persönlich bin leider noch kein Elektroauto gefahren. Fragt man allerdings die Fahrer eines Elektroautos, so bekommt man praktisch immer zu hören: E-Autos bieten eine Menge Fahrspaß! Und dafür muss man künftig eben keinen teuren Sportwagen mehr kaufen. Für die Beschleunigungswerte eines Porsches reicht künftig auch ein elektrifizierter Mittelklassewagen, wie eben beispielsweise das Model 3.

Somit bekommen Kunden den Fahrspaß eines Sportwagens zum Preis eines Mittelklassewagens. Na, wenn das mal keine kundenfreundliche Technologie ist!

Last but not least möchte ich noch auf die Reichweite zu sprechen kommen. Ja, die ist geringer als bei einem Diesel. Aber das betrifft eigentlich nur Vielfahrer. Wer 20 Kilometer einfach zur Arbeit fährt, schafft es locker wieder nach Hause. Und zieht sogar einen Vorteil daraus: Da das Auto jede Nacht an der Steckdose hängt und am Morgen vollgeladen ist, fällt nämlich die Fahrt zur Tankstelle weg!

Zehn Minuten gespart, super!

Was das Elektroauto über die Kundenorientierung aussagt

Elektroautos bieten ihren Kunden also eine Menge Vorteile. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass, wenn die Batterien billiger werden, elektrisch betriebene Autos denen mit Verbrennungsmotor haushoch überlegen sind. Dann kosten sie weniger und machen auch mit schwächeren Motoren richtig viel Spass. Beides sind in meinen Augen mit die wichtigsten Eigenschaften eines Autos aus Kundensicht.

Tesla hat das früh erkannt und zu 100 % auf das E-Auto gesetzt. Obwohl klar war, dass es erst mal schwer wird, damit Geld zu verdienen. Man könnte also sagen, dass Tesla von Anfang an daran geglaubt hat, dass Elektroautos für die meisten Menschen besser sein werden als Verbrennungsmotoren. Ganz klar, das ist Kundenorientierung, wie ich sie mir als Aktionär nur wünschen kann!

Und BMW und Daimler? Na ja, es ist dir überlassen, ob du denkst, dass das Festhalten an der Dieseltechnik eher den Kunden oder den Herstellern dient. Für mich steht jedenfalls fest: In den letzten Jahren hat sich Tesla wesentlich stärker an den Bedürfnissen der Kunden orientiert, als das BMW oder Daimler getan haben! Das zeigt der Fokus auf das Elektroauto deutlich.

Deshalb bin ich der Meinung, dass die Tesla-Aktie in Punkto Kundenorientierung der Daimler-Aktie und der BMW-Aktie derzeit überlegen ist!

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Amazon und BMW. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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