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Was man beim Quartalsbericht von Amazon beachten sollte

Foto: The Motley Fool

Am Donnerstagnachmittag wird Amazon.com (WKN:906866) seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018 veröffentlichen. Der Online-Einzelhandelsriese hat sowohl die Schätzungen der Wall Street, sowie die unternehmenseigenen Prognosen die in der Weihnachtszeit bekannt gegeben wurden, pulverisiert und allein im Januar eine Rendite von 24 % für die Amazon-Investoren erzielt.

Hier ist, was du in dieser Woche beachten musst.

Die Zahlen

Das sind die wichtigen Zahlen, die den Markt am Freitagmorgen bewegen werden. Amazon veröffentlicht keine Gewinnprognosen im herkömmlichen Sinn, sondern konzentriert sich auf das operative Ergebnis und den Umsatz:

Kennzahl Q1 2018 Ausblick (Mittelpunkte) Q1 2018 Analystenkonsens Q1 2017 Ergebnisse
Umsatz 49,3 Mrd. USD 49,9 Mrd. USD 43,7 Mrd. USD
operatives Ergebnis 650 Millionen  USD keine Angabe 1,0 Mrd. USD
bereinigtes Ergebnis je Aktie kein Angabe 1,25 USD  1,48 USD

DATENQUELLEN: AMAZON, STREETINSIDER.COM.

Was ist sonst noch neu bei Amazon?

Der Gigant, den Jeff Bezos aufgebaut hat, ist immer in den Schlagzeilen. Der aktuelle News-Feed enthält:

  • Im vergangenen Herbst führte Amazon ein neues Zustellprogramm ein, mit dem die Zusteller des Unternehmens Pakete in den Häusern der Kunden deponieren können, auch wenn diese nicht zuhause sind, bei dem sie eine Kombination aus Smart Locks und digitaler Überwachung verwenden, um die Sicherheit gewährleisten zu können. Jetzt weitet das Unternehmen dieses Projekt durch eine Partnerschaft mit Volvo und General Motors (WKN:A1C9CM) auf Kofferräume aus. Das In-Home-Lieferprogramm wurde Berichten zufolge von Amazon-Kunden gut angenommen, aber ich erwarte von den Analysten, dass sie das Management über die Sicherheitsaspekte der Kofferraum-Idee befragen werden.
  • Das Amazon Prime Programm hat gerade einen beeindruckenden Meilenstein erreicht, in dem das Unternehmen die Marke von mehr als 100 Millionen Abonnenten geknackt hat. Das Programm, das den kostenlosen Versand vieler Amazon-Bestellungen mit dem Zugang zum Streamingservice Prime-Video kombiniert, wurde oft als treibende Kraft bei der Kundentreue angesehen, aber dies ist das erste Mal, dass Amazon konkrete Zahlen gemeldet hat. Wird Amazon es sich zur Gewohnheit machen, jetzt die Mitgliederzahlen zu melden? Das bleibt abzuwarten, aber wir Investoren können immerhin daraufhoffen.
  • Überraschend kündigte der Elektronikhändler Best Buy (WKN:873629) vor kurzem an, dass das Unternehmen TV-Geräte mit dem Smart-Media-Betriebssystem von Amazon, bekannt als Fire TV, verkaufen wird. Zunächst kommen die Fernseher von Toshiba und von Best Buy’s Handelsmarke Insignia. Weitere Marken können später folgen.

Abgesehen von diesen berichtenswerten Details lohnt es sich, den Beitrag von Amazon Web Services zum Unternehmensergebnis im Auge zu behalten. Zum Vergleich: Der Umsatz der Cloud-Computing-Abteilung lag im letzten Quartal bei 5,1 Milliarden US-Dollar, was einem Betriebsergebnis von 1,35 Milliarden US-Dollar entspricht. Das ist eine Umsatzsteigerung von 46 % gegenüber dem Vorjahr und ein Anteil von 64 % am gesamten Betriebsergebnis von Amazon.

Darüber hinaus investiert das Unternehmen viel Geld in die reale Infrastruktur. Von Lieferservices und Rechenzentren bis hin zu Verbesserungen bei den Whole Foods Stores und der Produktion von Prime-Video-Inhalten führt Amazon einige kapitalintensive Projekte durch. Infolgedessen ist der freie Cashflow von 4,7 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2016 unter die Gewinnschwelle gesunken. Im letzten Quartal lag der Wert bei minus 1,5 Milliarden US-Dollar. Achte genau auf den Cashflow im ersten Quartal – beziehungsweise darauf, ob es überhaupt einen positiven gibt.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ein Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Anders Bylund auf Englisch verfasst und am 24.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

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