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Facebook gibt sich defensiv und sagt die Nutzer sind nicht das Produkt

Foto: The Motley Fool.

Facebook (WKN:A1JWVX) ist seit fast zwei Jahren in der Defensive, nachdem der Social-Networking-Riese bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 unwissentlich als subversives Instrument zur Fehlinformation eingesetzt wurde. CEO Mark Zuckerberg sagte vor dem Kongress aus, aber die Sache war nicht gerade von Erfolg gekrönt, da die meisten Gesetzgeber ein grundlegendes Verständnis davon vermissen lassen, wie Facebook — oder das Internet — wirklich arbeitet.

Aber zu welchem Preis?

Apple-CEO Tim Cook war einer der ersten prominenten Technologiebosse, der die Vorstellung verbreitete, dass die Nutzer das Produkt der Werbebranche seien, und argumentierte 2014, dass die Nutzer nicht der Kunde seien. „Vor einigen Jahren begannen die Nutzer von Internet-Diensten zu erkennen, dass man nicht der Kunde ist, wenn ein Online-Service kostenlos ist. Du bist das Produkt“, schrieb Cook damals, als er die Haltung des Mac-Herstellers zur Privatsphäre darlegte.

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Selbstverständlich sind die tatsächlichen Kunden die, die Anzeigen kaufen. In einem gerade veröffentlichten Blog-Post meinte der Vizepräsident für Werbung von Facebook, Rob Goldman, das Produkt von Facebook sei nicht der Nutzer.

Wenn ich nicht für Facebook bezahle, bin ich dann das Produkt?

Nein. Unser Produkt ist Social Media – die Fähigkeit, sich mit den Menschen zu verbinden, die Ihnen wichtig sind, egal wo auf der Welt sie sich befinden. Das Gleiche gilt für eine kostenlose Suchmaschine, Website oder Zeitung. Das Kernprodukt ist das Lesen der Nachrichten oder das Finden von Informationen – und die Anzeigen existieren, um diese Erfahrung zu finanzieren.

Goldman sagt, dass das Produkt von Facebook Social Media ist, was auch nicht ganz stimmt. Die Nutzer stellen die meisten „Medien“ zur Verfügung, die andere dann konsumieren — zumindest wenn man die Videoinhalte ausklammert, die das Unternehmen selbst produziert. Die Führungskraft vergleicht dann Facebook mit TV und Radio, zusätzlich zu den Zeitungen. Aber diese oberflächlichen Vergleiche sind unglaublich irreführend, da historische Medien nicht über einen im entferntesten vergleichbaren Zugriff auf Benutzerdaten verfügen, was auch ein enormes Maß an Verantwortung erfordert.

Der größte Vorteil von Facebook für Werbetreibende ist seine einzigartige Fähigkeit, die Nutzer mit atemberaubender Präzision anzusprechen, unabhängig davon, ob der beabsichtigte Zweck darin besteht, sie dazu zu überreden, sich einen Waschbrettbauch anzutrainieren oder die Ergebnisse einer demokratischen Wahl zu beeinflussen. Es stimmt zwar, dass Facebook keine Nutzerdaten an Werbetreibende verkauft, aber es macht diese Daten durch Targeting zu Geld und lockt dabei zwielichtige Werbekunden an. Das geht mit einer noch nie dagewesenen Genauigkeit. Kein Fernsehsender und keine Zeitung könnte jemals die Ergebnisse von Facebook nachahmen.

Das liegt daran, weil die Nutzer freiwillig ihre persönlichsten Daten preisgeben, und wir alle zahlen jetzt die Kosten für den Datenschutz.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple und Facebook. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und wurde am 23.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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