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Alphabet hat wieder ein Rekordquartal verzeichnet

Foto: Google

Alphabet (WKN:A14Y6H) (WKN:A14Y6F) gab am Montag nach Börsenschluss die deutlich besser als erwarteten Ergebnisse des ersten Quartals 2018 bekannt. Das Ergebnis lag aber auch teilweise an den positiven Auswirkungen eines neuen Rechnungslegungsstandards. Das Mutterunternehmen von Google hat eines der aufstrebenden „Other Bets“-Unternehmen in das Hardware-Geschäft des Suchmaschinen-Riesen aufgenommen.

Werfen wir also im Folgenden einen genaueren Blick darauf, wie Alphabet das Jahr begonnen hat.

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Die rohen Zahlen

Der konsolidierte Umsatz von Alphabet stieg im Jahresvergleich um 26 % (oder 23 % währungsbereinigt) auf 31,146 Milliarden US-Dollar – deutlich über den von den meisten Investoren erwarteten 30,36 Milliarden US-Dollar. Wie das Unternehmen meldet, bedeutet dies ein Wachstum des Nettogewinns um 73 % auf 9,401 Milliarden US-Dollar oder 13,33 US-Dollar pro Aktie.

Letzteres beinhaltet aber auch einen positiven Beitrag von 3,40 US-Dollar pro Aktie aufgrund eines neuen Rechnungslegungsstandards, der die Art und Weise der Bilanzierung von Aktienanlagen verändert. Selbst ohne diesen Posten lag der Nettogewinn mit 9,93 US-Dollar pro Aktie deutlich über den Erwartungen von 9,35 US-Dollar.

Alphabet unterteilt sein Geschäft in zwei große Segmente: Google und „Other Bets“. Hier sind die Ergebnisse.

Kennzahl 3 Monate zum 31. März 2017 3 Monate zum 31. März 2018 Wachstum gegenüber dem Vorjahr
Google Einnahmen 24,618 Mrd. USD 30,996  Mrd. USD 25,9 %
Google Betriebsergebnis 7,446 Mrd. USD 8,368  Mrd. USD 12,4 %
Other Bets Umsatz 132 Mio. USD 150 Mio. USD 13,6 %
Other Bets Betriebsgewinn (Verlust) (703 Mio. USD) 571 Mio. USD) Keine Angabe

DATENQUELLE: ALPHABET Q1 2018 QUARTALSBERICHT.

Änderungen bei „Other Bets“

Der Umsatz von „Other Bets“, dem Segment der verrückten Projekte mit hohem Potenzial, stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 13,6 % auf 150 Millionen US-Dollar, hauptsächlich dank der Verkäufe von Fiber-High-Speed-Internet- und Verily-Life-Science-Produkten.

Zuerst scheint dieses Wachstum eine massive Verlangsamung gegenüber dem letzten Quartal zu sein, als die Umsätze von Other Bets um 56 % auf 409 Millionen US-Dollar gestiegen waren. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Umsätze des Tochterunternehmens Nest (intelligente Heimgeräte wie Thermostate und Rauchmelder) nun zusammen mit dem Hardwaregeschäft des Google-Segments ausgewiesen werden. Alphabet hat auch seine Vorperioden angepasst, um der Änderung Rechnung zu tragen.

Das Segment beinhaltet auch Waymo, das in diesem Quartal mehr als 5 Millionen Meilen gefahren ist, gegenüber 4 Millionen vor drei Monaten. Waymo kündigte auch eine neue langfristige Partnerschaft mit Jaguar Land Rover an.

Mehr von Google

Google bleibt stark mit einem Umsatzwachstum von 25,9 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei die mobile Suche an erster Stelle steht, gefolgt von starken Beiträgen sowohl von der Desktop-Suche als auch von YouTube. Ähnlich wie im letzten Quartal wuchs der Umsatz von Google weiterhin stärker als das operative Ergebnis; die Herstellungskosten stiegen um 37 %, was auf eine Kombination aus Investitionen in Rechenzentren, Kosten für die Beschaffung von Inhalten für YouTube und Hardwarekosten zurückzuführen ist.

Dabei stiegen die nicht-Werbeeinnahmen bei Google im Jahresvergleich um 36 % auf 4,354 Milliarden US-Dollar, dank des Wachstums bei der Cloud, Hardware (einschließlich Nest, wie oben) und Google Play.

Das Kerngeschäft von Google ist also so gesund wie eh und je. Die gesamten Werbeeinnahmen stiegen um 24,4 % auf 26,642 Milliarden US-Dollar, davon 26,4 % von den eigenen Websites von Google (auf knapp 22 Milliarden US-Dollar) und 15,9 % von den Websites der Netzwerkmitglieder auf 4,644 Milliarden US-Dollar.

Die Gesamtzahl der bezahlten Klicks auf Googles Seiten stieg um 59 %, während die Kosten pro Klick – das zeigt, wie viel Google tatsächlich an jeder Anzeige verdient – um 19 % zurückgingen. Wie ich in meiner Gewinnvorschau vor ein paar Tagen feststellte, sollten sich die Investoren nicht allzu sehr mit diesem Rückgang befassen, denn er ist in erster Linie das Ergebnis des schnellen Wachstums bei YouTube, wo Anzeigen die Nutzer früher erreichen und sie damit zu niedrigeren Preisen monetarisieren.

Aufgrund des anhaltenden Anstiegs der programmatischen Anzeigenverkäufe wird Alphabet künftig keine bezahlten Klicks oder Kosten pro Klick bei den Netzwerkmitgliedern mehr messen. Stattdessen wird man sich auf die Impressionen bei den Netzwerkmitgliedern (die im Jahresvergleich unverändert blieben) und ihre jeweiligen Kosten pro Impression (die um 18 % stiegen) konzentrieren.

Der Der Blick nach vorn

CFO Ruth Porat sagt, dass man mit dem Quartal „zufrieden“ sei und dass das solide Umsatzwachstum von Alphabet „starke zugrunde liegende Trends im gesamten Unternehmen widerspiegelt, die durch unseren unermüdlichen Fokus auf Innovationen verstärkt werden“.

Wie üblich hat Alphabet keine konkrete Umsatz- oder Ergebnisprognose gegeben. Aber Porat bekräftigte ihre Erwartung, dass die Traffic-Kosten aufgrund des Wachstums der mobilen Suche weiter steigen sollten. Gleichzeitig bekräftigte sie die Prognose, dass sich das Wachstum der Traffic-Kosten gegenüber dem Vorjahr im zweiten Quartal dieses Jahres verlangsamen wird.

Alles in allem gab es keine großen Überraschungen in diesem stärker als erwarteten Bericht von Alphabet. Das lukrative Werbegeschäft des Unternehmens wächst auch von seiner enormen Basis aus immer noch schnell. Die Cloud und Google-Play-Produkte von Google sorgen nach wie vor für außergewöhnliche Umsatzzuwächse und Nest wird jetzt als Teil von Googles florierendem Hardwaregeschäft aufgeführt. Damit haben wir nun einen besseren Einblick in den Status der verbleibenden „Other Bets“ von Alphabet.

Mehr hätte man sich eigentlich nicht wünschen können. Ich denke, die Aktionäre werden damit zufrieden sein.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Steve Symington auf Englisch verfasst und am 24.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien) und Alphabet (C-Aktien). 

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