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4 wichtige Lektionen aus Warren Buffetts Portfolio

Warren Buffett Geschäftsführer Berkshire Hathaway Orakel von Omaha
Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Keine Frage: Warren Buffett ist der größte Investor aller Zeiten. Das Orakel von Omaha, wie er liebevoll genannt wird, verfügt derzeit über einen Besitz von unglaublichen 85 Milliarden Dollar. Hätte man 1965 10.000 Dollar in Buffetts Unternehmen, Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2), investiert, wären daraus heute etwa 90 Millionen Dollar geworden. Hätte man stattdessen 10.000 Dollar in den S&P 500 Index investiert, wären daraus bei Wiederanlage der Dividende immerhin noch knapp 1,5 Millionen Dollar geworden.

Anfang dieser Woche habe ich mir mal Buffetts aktuelles Portfolio angesehen. Ich wollte tiefer in seine beeindruckende Anlagestrategie einsteigen. Was macht er anders als die anderen? Was ist sein Geheimnis, mit dem er so hervorragende Renditen erzielt? Hier das Ergebnis meiner Recherche:

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Nicht zu viel Risiko

Das erste, was einem bei Warren Buffetts Portfolio auffällt, ist, dass es gut diversifiziert ist. Er besitzt derzeit knapp 50 Aktien. Das bedeutet, dass eine einzelne Aktie bei schlechter Performance nicht allzu großen Schaden anrichten kann.

Darüber hinaus hat er verschiedene Branchen im Portfolio. Finanztitel, Fluggesellschaften, Telekom-Unternehmen, Nahrungsmittel- und Getränkeunternehmen, Aktien im Gesundheitswesen, Tech-Unternehmen und mehr. Heißt: Hat eine Branche davon ein großes Problem, muss das kein Weltuntergang bedeuten.

Starke Branchen

Außerdem zeigt eine genauere Analyse, dass Buffett in bestimmten Sektoren recht stark vertreten zu sein scheint. Mit Beteiligungen an Kraft Heinz Co, Johnson & Johnson, Mondelez International und Procter & Gamble Co. setzt er stark auf den Bereich Konsumgüter. Diese Unternehmen sind auf Produkte spezialisiert, die der Verbraucher unabhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen benötigt.

Er scheint auch die den Finanzsektor zu schätzen. Buffett hält nicht nur mehrere Banken wie U.S. Bancorp und Bank of America Corp, sondern Kreditkartenunternehmen wie American Express Company, Visa und Mastercard.

Fokus auf Large Caps

Ein weiteres Merkmal des Portfolios von Buffett ist der starke Fokus auf Large-Cap-Aktien. Zum Beispiel sind Apple, Johnson & Johnson und Bank of America Corp drei der größten in den USA gelisteten Aktien. Apple hat eine Marktkapitalisierung von derzeit 875 Milliarden Dollar. Buffett überlässt den Small-Cap-Bereich des Marktes den anderen, die Zeit und Lust haben, nach Schnäppchen zu suchen.

Einfache Konzepte

Letztlich muss man verstehen, dass Buffetts Portfolio und seine Vorstellung von guten Anlagen auf einfachen Konzepten basieren. Er investiert nur in Unternehmen, deren Geschäft er selber versteht. Apple, Kraft Heinz, American Airlines, The Coca-Cola Co, American Express – alles Unternehmen mit sehr einfachen Geschäftsmodellen. Sie alle bieten leicht verständliche Produkte und Dienstleistungen an.

Kann man Buffett einfach kopieren?

Kann man als Investor wie Warren Buffett sein und sein Portfolio? Auf jeden Fall. In Großbritannien bietet der FTSE 100 Index eine Reihe von Aktien, die Eigenschaften haben, die Buffett sehr schätzt. Also: Qualitativ hochwertige Unternehmen, die in ihrem Bereich führend sind. Dann über eine ganze Reihe von verschiedenen Aktien und Sektoren diversifizieren und die Dinge nicht verkomplizieren – dann ist man auf dem besten Weg, sich ein starkes Portfolio aufzubauen, das in der Lage ist, langfristig hohe Renditen zu erzielen.

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The Motley Fool UK besitzt Aktien von Apple und Visa.

Dieser Artikel von Edward Sheldon erschien am 14.4.18 auf Fool.co.uk. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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