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Sollte Intel Werke ausgliedern?

Foto: Getty Images

Viele Jahre lang war die interne Chip-Herstellungstechnologie des Chip-Giganten Intel (WKN:855681) eine Quelle der Stärke. Die Teams des Unternehmens entwickelten konsequent fortschrittlichere Technologien als die Konkurrenz und brachten diese früher auf den Markt als die Konkurrenz.

In den letzten fünf Jahren hat sich die Fertigungstechnologie des Unternehmens jedoch von einem Vermögenswert zu einer Verbindlichkeit entwickelt. Intels Konkurrenten entwickeln viel schneller als Intel, was den Vorteil des Chip-Giganten in der Chipfertigung über die Jahre ausgehöhlt hat.

Darüber hinaus haben die Probleme in der Fertigung von Intel zu erheblichen Produktverzögerungen und -stornierungen geführt, was die Produktinnovation des Unternehmens behindert und die Wettbewerbsposition des Unternehmens schwächt.

Offen gesagt, bin ich immer noch schockiert, wie schlecht die Dinge für Intels Fertigung laufen.

Dies veranlasst mich zu der Annahme, dass Intel zumindest in Erwägung ziehen sollte, die interne Fertigung auszugliedern oder abzuschaffen und sich in Zukunft bei der Chipfertigung auf Dritte zu verlassen.

Eine Frage, zu der ich meine Gedanken äußern möchte, ist folgende: Wann sollte Intel das Handtuch bei der Produktion werfen?

Wenn 7-Nano ein Flop ist, sollte das Spiel vorbei sein

Die Schwierigkeiten von Intel begannen mit der 14-Nanometer-Technologie, die sich um etwa sechs Monate verzögerte. Die Technologie kam nicht nur zu spät, auch waren die Renditen so niedrig, dass die Bruttogewinnmargen des Unternehmens (erheblich) negativ beeinflusst wurden.

Sowohl 2016 als auch 2017 meldete Intel deutliche Kostensenkungen, da sich die Effizienz dieser Technologie verbessert hat.

Während es mit 14-Nanometer nicht so recht lief, lief es mit der 10-Nanometer-Technologie geradezu katastrophal. Bereits Ende 2013 teilte Intel den Investoren mit, dass die 10-Nanometer-Technologie bis Ende 2015 serienreif sein soll, voraussichtlich für die Markteinführung in der ersten Hälfte des Jahres 2016.

Jetzt, nach mehreren Verzögerungen, spricht Intel über die erste 10-Nanometer-Produktverfügbarkeit irgendwann in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 (obwohl ich davon ausgehe, dass es sich hierbei um Kleinserienteile handeln wird, die nur geliefern werden, damit Intel behaupten kann, die Ziele erreicht zu haben).

Bei der 14-Nanometer-Generation war die Lage schlecht und bei der 10-Nanometer-Generation hat sie sich noch mehr verschlechtert. Der Trend ist leider nicht ermutigend.

Was ich dem Management und dem Vorstand von Intel vorschlagen würde, ist die folgende Strategie: Wenn die Entwicklung der 7-Nanometer-Fertigungstechnologie von Intel nicht viel reibungsloser verläuft als die Entwicklung von 10-Nanometern, dann sollte das Unternehmen dies als ein Zeichen ansehen, dass die Dinge innerhalb der Fertigungsorganisation des Unternehmens so schlimm sind, dass es am besten ist, die Bemühungen ganz aufzugeben.

Eine solche Entscheidung wäre nicht einfach, vor allem wenn man bedenkt, wie eng die Produktentwicklungsgruppen von Intel und die Fertigungsgruppe miteinander verflochten sind, aber das Management und der Vorstand müssen pragmatische Entscheidungen treffen, die den Wert für die Intel-Aktionäre maximieren.

Wenn Intel die Produktausführung verbessern kann, indem das Unternehmen die Chips auf Fertigungstechnologien von Drittanbietern aufbaut, dann würde ich mich ausdrücklich dafür einsetzen, dass Intel das tut. Intel verdient Geld, indem das Unternehmen fertige Produkte an die Verbraucher verkauft — und nicht durch die Fertigungstechnologie. Daher muss der Fokus auf die Fertigungsstrategie gelegt werden, die es Intel letztendlich ermöglicht, gewinnbringend aufzutreten.

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The Motley Fool empfiehlt Intel. 

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 21.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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