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Das letzte Mal als der Dax um 30 % gefallen ist

Foto: Getty Images

Liebe Foolishe Investoren,

wir befinden uns in einer wirklich langen, ungebrochenen Hausse, die seit der Finanzkrise andauert.

Stimmt’s?

Zumindest scheint es so.

Man könnte auch sagen, dass der Aktienmarkt einen ununterbrochenen Marsch von der Talsohle des Bärenmarktes 2009 bis heute gehabt hat. Dabei hat der Markt einen Rekord nach dem anderen eingedampft und wird von Tag zu Tag prekärer.

Aber was wäre, wenn ich dir sagen würde, dass du nicht 10 Jahre zurückblicken musst, um das letzte Mal zu finden, dass der Markt um fast ein Drittel gefallen ist?

Was, wenn ich dir sage, dass du nur zwei Jahre zurückblicken musst?

Zu messen, wie stark der Markt gefallen ist, kann schwierig sein. Misst du dabei über eine bestimmte Zeitspanne? Oder nur ungebrochene Abwärtstrends?

Für meine Zwecke messe ich den Unterschied zwischen dem 52-Wochen-Hoch und dem Tiefpunkt.

Diese Berechnung zeigt, dass der Index zwischen dem Höchststand des Dax im April 2015 und seinem Tiefstand im Februar 2016 knapp 30 % seines Wertes (genauer gesagt 29,3 %) verloren hat.

Je nachdem, welche Definition man benutzt, könnte das als vollwertiger Bärenmarkt angesehen werden.

Und zwischen diesem starken Rückgang und heute gab es eine weitere „Korrektur“ (eine Korrektur ist allgemein definiert als ein Rückgang des Marktes um mehr als 10 %). Das geschah erst letzten Monat, als der Dax von seinem 52-Wochen-Hoch um 13,1 % auf den Tiefststand am 26. März fiel.

Was bedeutet das?

Wenn der Dax in den letzten drei Jahren nicht nur mit einer Korrektur, sondern möglicherweise auch mit einer Baisse konfrontiert war, warum verhalten sich die Anleger dann so, als ob nichts davon geschehen wäre, und einige große Bärenmärkte vor der Tür stünden?

Es ist eine gute Frage, und ich bin mir nicht sicher, ob ich eine gute Antwort darauf habe.

Die Bewertungen für den deutschen Aktienmarkt sind nicht besonders besorgniserregend. Sie sind nicht niedrig. Aber sie sind auch nicht hoch. In einigen Bereichen des deutschen Marktes – insbesondere bei Autos – sehen die Bewertungen allerdings niedrig aus.

Eine mögliche Erklärung dafür sind die USA und ihr Aktienmarkt. Bei einer weltweiten Marktkapitalisierung liegt der Anteil der USA bei rund 40 %. Bei all den Nachrichten und Medien scheint es oft noch mehr zu sein.

Während der deutsche Markt nicht besonders teuer aussieht, sieht der US-amerikanische Markt auf mehreren Ebenen teuer aus. Und obwohl der S&P 500-Index zwischen April 2015 und Februar 2016 fiel, fiel er nicht annähernd so stark wie der Dax. Dieser Zeitraum war für den S&P 500 eher eine Korrektur als eine Baisse.

Während der US-Markt weiter auf neue Höchststände und immer teurere Bewertungen klettert, könnten die deutschen Investoren ignorieren, dass der deutsche Aktienindex nicht annähernd dieselbe hohe Bewertung wie der US-Markt hat, noch die Tatsache, dass hier nach der Finanzkrise nicht alles so glatt gelaufen ist.

Kurzum: Anleger sind vielleicht ohne Grund übermäßig nervös.

Schauen wir uns in diesem Sinne die Top-Artikel dieser Woche von Fool.de an.







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