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Das Einmaleins der Einkommensinvestoren

Foto: Getty Images

Hey, Fool! Vielleicht hast du gerade erst angefangen, dich für das Investieren zu begeistern. Vielleicht bist du auch einfach die niedrigen Zinsen leid und suchst nun nach einem Weg, dein hart erarbeitetes Geld renditeträchtiger anzulegen. Oder du hast irgendwoher Wind davon bekommen, wie niedrig die Aktionärsquote hierzulande ist, und möchtest aktiv etwas dagegen unternehmen.

Egal, aus welchen Gründen du dich für den Weg an die Börse und zu Dividendenaktien entschlossen hast: Herzlich willkommen!

Um nun allerdings zu gewährleisten, dass du dein Handwerk auch verstehst und fachmännisch mitdiskutieren und -analysieren kannst, wollen wir uns im Folgenden mal ein paar Begriffen rund um das Thema „Dividende“ widmen. Oder, wie ich es auch nenne, dem Einmaleins der Einkommensinvestoren.

Die Dividende

Fangen wir am besten damit an, was eine Dividende denn eigentlich ist. Die Dividende ist eine Form der Gewinnbeteiligung für die Aktionäre, die ein Unternehmen direkt an die Anteilseigner ausschüttet.

Sofern ein Unternehmen daher einen Gewinn erwirtschaftet und ihn (idealerweise) nicht zum Investieren benötigt, können alle Aktionäre mithilfe der Dividende am operativen Erfolg des Unternehmens partizipieren.

Auf eine Dividende besteht jedoch in der Regel kein Anspruch. Das heißt, ein Unternehmen sowie die Aktionäre auf der Hauptversammlung können über das Ob und Wie der Ausschüttungen entscheiden.

Die Dividendenrendite

Setzt man die Höhe der Dividende dann in ein Verhältnis zum eingesetzten Kapital, erhält man als Investor seine individuelle Dividendenrendite. Die Formel dahinter ist relativ simpel und lautet: Dividende : Einstiegskapital x 100. Dadurch erhält man seine, wie gesagt, individuelle Dividendenrendite in Prozent.

Nicht zu verwechseln ist diese mit der landläufigen und tagtäglich aktualisierten Dividendenrendite auf vielen Finanzplattformen. Hierbei handelt es sich in der Regel um die aktuelle Dividendenrendite zum derzeitigen Kurs! Die Formel dahinter lautet unter entsprechender Anpassung: Dividende : aktuellen Aktienkurs x 100. Hierbei handelt es sich in erster Linie jedoch um eine fundamentale Kennzahl, die du zum Vergleich verschiedener Dividendenaktien verwenden kannst.

Wie du bestimmt mit etwas Überlegung selbst feststellen wirst, muss deine persönliche Dividendenrendite nicht mit der aktuellen Dividendenrendite übereinstimmen. Da Aktien steigen und sinken, wird es hier ziemlich schnell zu Differenzen kommen. Hoffentlich zu deinem Vorteil.

Die Ausschüttungsquote

Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Ausschüttungsquote. Diese misst in Prozent, wie viel von den erwirtschafteten Mitteln für die Dividende aufgewendet werden muss.

Vielleicht bist du gerade über den Begriff „Mittel“ gestolpert, der zunächst irreführend ist. Aber das war an dieser Stelle auch so gewollt. Denn auch wenn häufig der Gewinn für diese Kennzahl verwendet wird, macht es in einigen Fällen dennoch Sinn, das Ergebnis oder den sogenannten Freien Cashflow für die Bildung dieser Kennzahl heranzuziehen.

Wofür du dich auch immer entscheiden solltest, die Formel, die sich hinter diese Quote letztlich verbirgt, lautet: Dividende : Gewinn (oder Ergebnis oder Freier Cashflow) x 100.

Sonderdividende

Manchmal kann es auch vorkommen, dass eine Sonderdividende ausgeschüttet wird. Diese kann, muss aber nicht mit der eigentlichen Dividendenzahlung verknüpft werden.

Wie die Vorsilbe Sonder hierbei ausdrückt, handelt es sich dabei quasi um eine Dividende außerhalb der Reihe. Oftmals ist das der Fall, wenn Unternehmensanteile oder Beteiligungen veräußert werden, ein Unternehmen durch Einmaleffekte einen außerordentlichen Gewinn erzielt hat oder einfach nur ein Jubiläum feiert, an dem es die Investoren teilhaben lassen möchte.

Ex-Tag und Zahltag

Hinter dem Begriff „Ex-Tag“, manchmal auch Ex-Dividenden-Datum oder so ähnlich, verbirgt sich der Tag, an dem die Aktie eines Unternehmens mit dem Dividendenabschlag gehandelt wird. Da effektiv Mittel aus dem Unternehmen abfließen, findet in der Regel zunächst eine Eins-zu-eins-Kursanpassung an diese Ausschüttungshöhe statt. Wundere dich daher nicht, sollte deine Aktie kurz vor der Dividendenausschüttung auf einmal ein dickes Minus ausweisen.

Der Zahltag hingegen ist beinahe selbsterklärend der Tag, an dem dir die Dividende auf deinem Verrechnungskonto gutgeschrieben wird. Zwischen Ex-Tag und Zahltag können bei manchen Aktien auch Wochen und Monate liegen. Sei daher auch da ganz entspannt, solltest du nicht unmittelbar nach dem Ex-Datum deine Dividende erhalten.

Gibt es auch ein Zweimalzwei?

Nun weißt du fürs Erste um zentrale Begriffe Bescheid, die das Grundhandwerkszeug für alle Einkommensinvestoren bilden. Deinen ersten eigenen Analyseschritten steht somit kaum noch etwas im Wege.

In ein paar Tagen, wenn du diese Begriffe aus dem Effeff beherrscht, werde ich ein paar Begriffe für das Zweimalzwei aller Einkommensinvestoren zusammenstellen. Dann geht es quasi ans Eingemachte.

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