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Model 3: Schafft Tesla 3.000 Einheiten pro Woche?

Foto: The Motley Fool.

Die Produktion des Model 3 des Elektroautoherstellers Tesla (WKN:A1CX3T) lief holprig an und dadurch verfehlte der Autohersteller seine ersten Ziele deutlich. Ursprünglich wollte Tesla das Jahr 2017 mit einer durchschnittlichen Produktionsrate von 5.000 Einheiten pro Woche abschließen. Stattdessen produzierte Tesla im gesamten vierten Quartal nur 2.425 Einheiten. Außerdem beendete Tesla das Jahr mit einer wöchentlichen Produktionsrate von nur etwa 1.000 Model 3.

Aber Tesla hat kürzlich bewiesen, dass seine Model-3-Produktion an Schwung gewann, als der Autohersteller bekannt gab, dass er sein Model 3 mit einer Auflage von 2.000 Einheiten pro Woche Anfang dieses Monats produziert hat. Jetzt deutet Bloombergs Model 3 Tracker darauf hin, dass die Produktion auf etwa 3.000 Einheiten pro Woche explodiert ist und Tesla damit auf dem besten Weg ist, sein überarbeitetes Ziel einer Produktionsrate von 5.000 Model 3 Einheiten pro Woche in nur wenigen Monaten zu erreichen.

3.000 Einheiten pro Woche und mehr

Bloombergs Model 3 Tracker, der mit Hilfe von Fahrzeugkennnummern die wöchentliche Produktionsrate von Tesla prognostiziert, schätzt derzeit die wöchentliche Produktion des Model 3 auf 2.998 Fahrzeuge pro Woche. Das ist besonders bemerkenswert, da dieses Rechenbeispiel der tatsächliche Produktionsrate von Tesla wahrscheinlich um einige Wochen hinterherhinkt. Darüber hinaus ist es erst zwei Wochen her, dass Tesla erklärte, dass das Unternehmen eine Produktionsrate von 2.000 Einheiten pro Woche erreicht habe, was einen starken Anstieg innerhalb kürzester Zeit bedeuten würde.

Aber hier werden Dinge wirklich interessant. Bloombergs Trendfunktion für den Model 3 Tracker, der eine dreiwöchige Prognose auf Basis der neuesten Daten liefert, prognostiziert derzeit eine wöchentliche Produktionsrate von fast 4.000 Model-3-Fahrzeugen. Bloomberg warnt jedoch davor, dass seine Trendschätzungen „plötzlichen Korrekturen unterliegen können“. Wenn Tesla den Anstieg nicht aufrechterhält, könnten wir erleben, dass die geschätzten Trendraten in den nächsten Wochen plötzlich fallen.“

Wie bedeutend eine Produktionsrate von 3.000 Einheiten pro Woche wäre, wird deutlich wenn man auf 39.000 Model 3 pro Quartal und 156.000 Model 3 pro Jahr hochrechnet. Im Jahr 2017 produzierte Tesla etwas mehr als 100.000 Einheiten der Modelle S, X und 3 zusammen.

Natürlich wird Tesla eine viel schnellere Produktionsrate benötigen, um sein letztendliches Ziel von, etwa 500.000 produzierten Model 3 pro Jahr erreichen zu können, aber Bloombergs Model 3 Tracker gibt den Investoren ein vielversprechendes Zeichen, dass das Model 3 von Tesla immer mehr an Fahrt gewinnt.

Tesla hat die Menschen unterschätzt

Teslas plötzlicher Anstieg der Produktion folgt auf eine schwierige Zeit, in der das Unternehmen mit einigen Produktionsengpässen konfrontiert war, nämlich bei der Montage der Batteriemodule. Tesla erklärte im Aktionärsbrief zum vierten Quartal, dass man Engpässe durch mehr manuelle Produktion beheben konnte — eine Methode, die Tesla-CEO Elon Musk überraschend effektiv fand.

Und dann haben wir das, was wir eine halbautomatische Linie nennen, eine Reihe von kleinen automatisierten Stationen, die von Menschen besetzt sind und die waren tatsächlich bemerkenswert effektiv. Es hat irgendwie meinen Glauben an die Menschheit erneuert, dass die schnelle Entwicklung des Fortschritts und die Fähigkeit der Menschen, sich schnell anzupassen, sehr bemerkenswert ist. Unsere halbautomatische – unsere Art von halbmanuell, halbautomatischer Linie übertrifft derzeit alle drei automatischen Linien.

Musk sprach sogar noch deutlicher darüber, als er letzte Woche in einem Tweet sagte: „Die exzessive Automatisierung bei Tesla war ein Fehler. Um genau zu sein, mein Fehler. Die Menschen wurden unterschätzt.“

Die Investoren werden wahrscheinlich erst dann ein offizielles Update zur Model-3-Produktion erhalten, wenn Tesla seinen vierteljährlichen Quartalsbericht zu Lieferungen und Produktion veröffentlicht. Dies wird einige Tage nach dem Ende des zweiten Quartals des Elektroauto-Unternehmens veröffentlicht. Aber Musks Prognose für die Profitabilität und den positiven Cashflow im dritten und vierten Quartal deutet darauf hin, dass der starke Aufwärtstrend von Bloombergs Model 3 Tracker nicht allzu weit von der Realität entfernt ist.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 16.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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