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Amazon verrät einige seiner „Amazon Choice“-Geheimnisse

Foto: Amazon.

Amazon (WKN:906866) hat viele Geheimnisse hinsichtlich dessen, wie es entscheidet, welche Produkte die Kunden sehen. In manchen Fällen, etwa bei Buchempfehlungen, bezieht man sich eindeutig darauf, was du vorher gelesen hast und was andere Leute, die das gleiche gelesen haben, gekauft haben. In anderen Fällen, wie bei den Anzeigen auf den Kindle E-Readern und Tablets, ist die Formel weniger klar. Der Online-Händler hat nie viele Details über die Algorithmen und andere Regeln preisgegeben, die entscheiden, welche Produkte angezeigt werden, wenn ein Kunde etwas sucht.

Bezeichnungen wie „Gesponsert“ und „Bestseller“ sind selbsterklärend. Ersteres ist eine Anzeige, die dir aufgrund deiner Suche angezeigt wird. Das andere bezeichnet einen beliebten Artikel dieser Kategorie (obwohl die genaue Bedeutung nicht definiert ist).

Eine Kategorie namens „Amazon’s Choice“ war schon immer etwas vager. Jetzt hat das Unternehmen die Informationen zu einigen Produkten mit der Bezeichnung „Choice“ erweitert.

Was hat Amazon getan?

Bei einigen Produkten von Amazon Choice zeigt das Unternehmen drei Gründe, aufgrund derer der Artikel mit dieser Bezeichnung versehen wurde. Auf der Website des Unternehmens sind diese Gründe unter dem Amazon-Choice-Logo aufgeführt. Auf seiner App hat der Händler neben dem Logo einen Link zu „Warum wir dieses Produkt lieben“.

Wenn man auf den Link klickt, werden dieselben drei Gründe angezeigt, die in der Web-Version als Popup-Overlay angezeigt werden, das unten auf dem Handy-Bildschirm erscheint. Eine Suche nach „Mikrofon“ brachte das USB-Mikrofon von Fifine als Amazon Choice hervor, und die folgenden Gründe erklärten, warum:

  • Niedrige Rücklaufquote: 38 % weniger Rücklauf als vergleichbare Produkte
  • Hoch bewertet: Mehr als 80 % 4-Sterne- und 5-Sterne-Bewertungen
  • Beliebter Artikel: Beliebt bei Kunden, die nach „Mikrofon“ suchen

Das sind nützliche Informationen, die dem Käufer einen zusätzlichen Einblick geben. Es macht auch deutlich, dass die Bezeichnung Amazon Choice nicht etwas ist, wofür die Unternehmen bezahlen — sie hat eine tatsächliche Bedeutung, die auf den Messwerten von Amazon basiert.

Was bedeutet das?

Amazon hat noch nicht alle Choice-Angebote aktualisiert, so Geekwire, wo man diese Meldung zuerst zu lesen bekam. Die Änderung kam jedoch nach einem Artikel von CNET, der die Funktionsweise des Auswahlverfahrens in Frage stellte. In diesem Artikel wurde zunächst festgestellt, dass Unternehmen die Bezeichnung nicht kaufen konnten. Amazon hat über diesen Satz hinaus auf der Choice-Homepage keine Informationen über das Auswahlprogramm zur Verfügung gestellt: „Amazon’s Choice empfiehlt hoch bewertete, preisgünstige Produkte, die sofort lieferbar sind.“

Das sagt einiges aus, aber die neuen, erweiterten Amazon-Choice-Angebote bieten mehr brauchbare Details. Die Tatsache, dass ein Produkt eine niedrige Rücklaufquote hat, lässt den Käufer wissen, dass die Kunden mit dem Produkt zufrieden sind. Das ist ein wichtiges Tool, vor allem, da auch sehr beliebte Artikel auf der Website dazu neigen, zumindest ein paar sehr negative Bewertungen zu haben.

Was das für das Geschäft von Amazon bedeutet

Der Marktführer im Online-Handel will nicht nur den Umsatz steigern, sondern auch die Kundenzufriedenheit erhöhen. Die Unterstützung der Verbraucher bei der Entscheidungsfindung sollte dies vorantreiben.

Amazon behält natürlich die Fähigkeit, den Verkauf von Produkten, die das Unternehmen verkaufen will, voranzutreiben. Es steuert, welche Informationen geteilt werden und ob diese algorithmisch oder von Personen gesteuert werden, um die Kaufentscheidungen zu beeinflussen.

Dies ist ein intelligenter Schachzug, der den Kunden helfen soll, Kaufentscheidungen mit mehr Vertrauen zu treffen. Es sollte mehr Umsatz für die Produkte bringen, die nachweislich die größte Kundenzufriedenheit bieten. Das sollte wiederum Amazon helfen, indem es weniger Retouren bearbeiten und weniger Kundendienst anbieten muss.

Es ist zwar nicht ganz transparent, aber es ist ein Schritt in diese Richtung. Für Amazon ist das etwas großes, und eigentlich ein bisschen überraschend, aber es sollte den Umsatz für das Unternehmen steigern und gleichzeitig seine Kunden zufrieden stellen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochter von Amazon, ist Mitglied des Vorstandes von The Motley Fool. The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Amazon.

Dieser Artikel wurde von Daniel B. Kline auf Englisch verfasst und am 17.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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