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4 Fakten, die die Investoren über Kryptowährungen nicht wissen

Foto: Getty Images

Der Kryptowährungsmarkt ist neu und entwickelt sich ständig weiter. Aus diesem Grund gibt es viele Tatsachen rund um die Kryptowährungen, die viele Leute nicht wissen — auch wenn sie Bitcoin verstehen. Weißt du etwa, wie viele Kryptowährungen es gibt, oder dass du vielleicht auch nur für das Ausgeben von Kryptowährungen Steuern zahlen musst? Hier sind die Details hinter diesen Fakten sowie ein paar andere Informationen, die dich interessieren könnten.

1. Es gibt mehr als 1.700 verschiedene Kryptowährungen — Tendenz steigend

Wenn du glaubst, dass der Kryptowährungsmarkt nur aus Bitcoin, Ethereum und einer Handvoll anderer Kryptowährungen besteht, dann überleg dir das lieber nochmal. Während ich diese Zeilen schrieb, gab es 1.715 verschiedene Kryptowährungen, die von investing.com erfasst wurden, und es wurden regelmäßig neue hinzugefügt. Tatsächlich waren es vor weniger als einem Monat, als ich einen Artikel über die größten Kryptowährungen schrieb, noch 1.662.

Um es klar zu sagen, nicht alle sind legitime Kryptowährungen, die einen nützlichen Zweck erfüllen oder wirklich an Boden gewonnen haben. Von den 1.715 erfassten Kryptowährungen weisen 525 eine Marktkapitalisierung von weniger als 100.000 US-Dollar auf.

Es gibt aber auch bedeutendere Kryptowährungen, als du denkst. Sieh dir die folgenden Zahlen an:

  • 23 Kryptowährungen haben eine Marktkapitalisierung von mehr als 1 Milliarde US-Dollar.
  • 120 Kryptowährungen haben eine Marktkapitalisierung von 100 Millionen US-Dollar oder mehr.
  • 477 Kryptowährungen haben eine Marktkapitalisierung von über 10 Millionen US-Dollar erreicht, und die meisten von ihnen weisen ein signifikantes tägliches Handelsvolumen auf.

2. Nicht alle Kryptowährungen sind als Zahlungsmethoden konzipiert

Einige Kryptowährungen sind so konzipiert, dass sie ähnlich wie traditionelle Währungen wie der US-Dollar funktionieren. Zum Beispiel wird Bitcoin bereits regelmäßig für die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen verwendet. Andere digitale Währungen wie Litecoin, Monero und Dash sind für den gleichen Zweck vorgesehen, mit einigen Änderungen in ihrer Funktionsweise.

Auf der anderen Seite sind einige Kryptowährungen — tatsächlich die meisten der Top 10 — überhaupt nicht als Zahlungsmittel gedacht. Vielmehr wollen sie die Blockchain-Technologie nutzen, um andere Probleme zu lösen.

Das beste Beispiel dafür ist Ethereum, das auf „intelligente Verträge“ ausgelegt ist. Ein Ethereum-Vertrag kann einen Geldtransfer etwa nur dann ermöglichen, wenn mehrere Personen zustimmen. Ripple, die drittgrößte Kryptowährung, wurde speziell für den Bankensektor entwickelt, um einen effizienten und schnellen internationalen Zahlungsverkehr zu ermöglichen.

3. Der Wert aller Kryptowährungen zusammen beträgt 324,6 Milliarden US-Dollar

Dies ist der aktuelle Marktwert aller erstellten Token der oben genannten 1.715 Kryptowährungen. Und diese Zahl hat sich enorm verändert. Im Jahr 2018 schwankte die Marktkapitalisierung für Kryptowährungen aufgrund der enormen Volatilität des Marktes von über 825 Milliarden US-Dollar auf 250 Milliarden US-Dollar.

Erwähnenswert ist auch, dass der Kryptowährungsmarkt sehr kopflastig ist. Bitcoin allein macht 42 % der gesamten Marktkapitalisierung aus, Ethereum 15 %. Insgesamt machen die 20 größten Kryptowährungen mehr als 86 % des Marktes aus.

4. Möglicherweise musst du Steuern auf deine Kryptowährungen zahlen, auch wenn du sie nicht verkaufst

Erstens, wie du vielleicht weißt oder auch nicht, werden Kryptowährungen als „immaterielles Eigentum“ eingestuft und unterliegen dem gleichen Kapitalertragssteuersystem wie Anlagen wie etwa Aktien.

Es gibt jedoch einen großen Unterschied. Du musst nur dann Steuern auf deine Aktiengewinne zahlen, wenn du verkaufst.

Da Bitcoin und einige andere digitale Währungen gegen Waren und Dienstleistungen eingetauscht werden können, kann man auch dann einen steuerbaren Gewinn erzielen, wenn man sie nicht verkauft. Nehmen wir als Beispiel, dass du vor einigen Jahren Bitcoins im Wert von 1.000 US-Dollar gekauft hast, und 2018 hast du mit diesen Bitcoins (die jetzt viel mehr wert sind) einen Rolls-Royce im Wert von 300.000 US-Dollar gekauft. Obwohl du deine Bitcoins nie „verkauft“ hast, hast du sie gegen etwas eingetauscht, das 299.000 Dollar mehr wert ist als deine Ausgabenbasis, also bist du damit auch steuerpflichtig.

Technisch gesehen gilt dies auch für kleine Transaktionen. Wenn du z. B. ein 2-Dollar-Getränk mit einem Bitcoin kaufst, für den du 1 US-Dollar bezahlt hast, unterliegt die Differenz von 1 US-Dollar der Kapitalertragssteuer. Es ist unwahrscheinlich, dass das Finanzamt wegen einem US-Dollar vor deiner Tür auftaucht, aber so ist das Gesetz. Außerdem können sich ein paar Dollar Gewinn hier und da schnell summieren.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Kryptowährungen.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 17.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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