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Warum es jetzt ernst für T-Mobile und Sprint wird

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

T Mobile (WKN:A1T7LU) und Sprint (WKN:A1W1XE) sind nach dem Scheitern der Fusionsgespräche im November wieder am Verhandlungstisch. Die beiden Mobilfunkbetreiber und ihre Mehrheitseigentümer konnten sich bisher nicht einigen, wer das fusionierte Unternehmen kontrollieren würde.

Aber wenn es T-Mobile und Sprint ernst damit meinen, ihre Kräfte zu bündeln, dürfen sie nicht zulassen, dass politische Themen ihren Fortschritt bremsen. Die Uhr einer möglichen Fusion tickt, sobald die letzte Gesprächsrunde beendet ist. Mit jedem Monat sinkt der Wert, den sie aus der Kombination der beiden Unternehmen generieren können, da beide weiterhin in den Aufbau der Netzwerke und Einzelhandelsflächen investieren – wobei vieles doppelt und damit unnötig ausgebaut wird.

Schnell handeln: 37 Milliarden US-Dollar sparen

Einer der größten Wertsteigerer für die Aktionäre von Sprint und T-Mobile im Rahmen der möglichen Fusion wären die Synergien, die das kombinierte Unternehmen durch die Entfernung doppelter Hardware aus den Mobilfunkmasten im Laufe der Zeit realisieren könnte. Auf einer Investorenkonferenz im Januar sagte T-Mobile CFO Braxton Carter: „Sehr konservativ gibt es mindestens 37 Milliarden US-Dollar an harten Synergien, die in erster Linie durch das Netzwerk erreicht werden.“

Aber nach dem Ende der letzten Runde der Fusionsgespräche sagte Sprint-CEO Marcelo Claure, dass die Investoren erwarten könnten, dass es seinen Netzausbau beschleunigt und potenziell mehr als die bisher erwarteten 5 bis 6 Milliarden US-Dollar dafür ausgeben wird.

Sprint unterzeichnete neue langfristige Verträge mit Mobilfunktürmen, um den Ausbau zu erleichtern. Ein Großteil dieses Geldes wäre nicht ausgegeben worden, wenn die Fusionsgespräche mit T-Mobile zu einer Einigung geführt hätten. Das ist Geld, das die beiden Unternehmen nicht zurückbekommen, wenn sie sich diesmal einigen.

Während die beiden Unternehmen weiter investieren, um ihre Netzwerke auszubauen und mehr Kunden zu gewinnen, schwinden die Synergien in Höhe von 37 Milliarden US-Dollar. Je schneller sie also die Fusion abschließen können, desto mehr Synergien können sie realisieren.

Ein paar große Deadlines

Wenn das Geld nicht Anreiz genug ist, hilft vielleicht eine kleine Zeitkrise.

Auf dem Mobile World Congress Anfang des Jahres sagte der Vorsitzende der Federal Communications Commission, Ajit Pai, er wolle im November die 28-GHz-Spektrum-Auktion starten, unmittelbar gefolgt von der 24-GHz-Auktion. Diese werden bei der Entwicklung von 5G-Netzen eine wichtige Rolle spielen und die Investoren sollten die Beteiligung aller großen Telekommunikationsunternehmen erwarten.

Diese Auktionen erfordern eine „Ruhezeit“, die Fusionsgespräche zwischen den beiden Unternehmen verbieten würde, es sei denn, beide Unternehmen entscheiden sich gegen eine Teilnahme (ein unwahrscheinliches Szenario). In Anbetracht der Tatsache, dass die letzte Auktion ein ganzes Jahr dauerte, bis das Wettbieten ein Ende hatte, könnte das ein langer Zeitraum für T-Mobile und Sprint sein. Dabei schwinden immer mehr Synergien.

Gleichzeitig sind die beiden Unternehmen mit politischer Unsicherheit konfrontiert, da sich die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 nähern. Wir könnten schon mitten in der Hauptsaison des Wahlkampfs sein, wenn die 28-GHz- und 24-GHz-Auktionen zu Ende gehen.

Während die Trump-Administration bei potenziellen Fusionen nicht so weit gegangen ist wie ursprünglich erwartet, ist die Wahrscheinlichkeit einer behördlichen Genehmigung unter einer republikanischen Regierung wahrscheinlich höher als unter einer demokratischen. Beachte: Wenn die beiden sich auf die Bedingungen einigen, kann es eine Weile dauern, bis eine Fusion dieser Größenordnung genehmigt wird.

Differenzen beiseiteschieben

Sprint und T-Mobile haben realistischerweise nur noch wenige Monate Zeit, um einen Deal auszuhandeln. Sie verlieren nicht nur potenzielle Synergien, während sie warten, sondern es besteht auch ein großes politisches Risiko, dass alle ihre Gespräche umsonst sein werden, wenn sie nicht vor der nächsten Auktion zu einer Einigung finden.

Es obliegt den Mehrheitseigentümern der beiden Anbieter, ihre Differenzen bezüglich der Kontrolle über das fusionierte Unternehmen beiseitezulegen und eine Lösung zu finden, mit der sie leben können. Ist die Kontrolle wirklich 37 Milliarden US-Dollar wert?

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Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 13.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. besitzt keine der genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt T-Mobile US.

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