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Twitters Einnahmebericht: hohe Erwartungen nach starkem Q4

Das vierte Quartal von Twitter (WKN:A1W6XZ) war fast Kennzahl für Kennzahl beeindruckend. Das Soziale Netzwerk verzeichnete nicht nur zum allerersten Mal einen Profit, sondern überraschte auch die Anleger mit einer Rückkehr zum Umsatzwachstum. Die Aktien stiegen nach der Veröffentlichung des Berichts etwa 8 % – und sind seitdem auf diesem Level geblieben.

Bei einem so starken Quartal und einem Kursgewinn von mehr als 100 % in den letzten 12 Monaten ist der Druck natürlich groß, wenn Twitter die Ergebnisse für das erste Quartal bekannt gibt. Kann man nachlegen?

Der Bericht findet am 25. April statt. Hier die Dinge, auf die man als Investor dabei achten sollte.

Stärkeres Wachstum ist zu erwarten

Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 732 Millionen Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,12 Dollar. Diese Kennzahlen stehen gegenüber einem Umsatz von 717 Millionen Dollar und einem Verlust pro Aktie von 0,23 Dollar im Vorjahresquartal. Twitters Einnahmen pro Aktie auf Non-GAAP-Basis stiegen um 73 % von 0,11 Dollar im Vorjahresquartal auf 0,19 Dollar im vierten Quartal 2017.

Das Umsatzwachstum von Twitter lag im vierten Quartal mit 2 % über den Schätzungen der Analysten, die einen Rückgang von 4 % im Vergleich zum Vorjahr erwartet hatten. Das war auch eine beachtliche Steigerung im Vergleich zu Twitters Umsatzrückgang von 4 % im Q3 gegenüber dem Vorjahr.

Diesmal sind die Analysten etwas forscher. Im Durchschnitt erwarten sie im ersten Quartal einen Umsatz von 605 Millionen Dollar, ein Plus von 10,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Während die Erwartungen der Analysten für ein Umsatzwachstum von 10 % im ersten Quartal auf den ersten Blick zu optimistisch erscheinen mögen, gibt es mehrere Gründe, warum diese Schätzungen nicht ganz verkehrt sein könnten. Erstens wäre die Umsatzdynamik des Unternehmens im vierten Quartal besser gewesen, wenn Twitter sein Direct-Response-Werbeprodukt TellApart bis zum vierten Quartal nicht vollständig verworfen hätte. Ohne Berücksichtigung der TellApart-Umsätze des Vorjahreszeitraums lag der Gesamtumsatz von Twitter im vierten Quartal sogar um 8 % über dem Vorjahreswert. Darüber hinaus ist die Rückkehr des Unternehmens zum Wachstum kein Zufall, sondern spiegelt vielmehr das Wachstum aller wichtigen Produkte und Regionen wider – das gibt Anlass zu Optimismus.

Auf Twitters Nutzerzahlen achten

Abgesehen von den Finanzen von Twitter sollte man sich auch über die Nutzerzahlen des Netzwerks informieren – nämlich über die monatlich und täglich aktiven Nutzer von Twitter; außerdem über das Wachstum der Interaktion für Anzeigenprodukte.

Im vierten Quartal von Twitter stiegen die monatlich und täglich aktiven Nutzer um 4 % bzw. 12 % gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum von Twitter bei den täglich aktiven Nutzern war in letzter Zeit ein besonders starker Bereich für das Unternehmen, wobei die täglich aktiven Nutzer fünf Quartale in Folge zweistellige Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr verzeichneten. Investoren sollten im ersten Quartal nach ähnlichen Wachstumsraten für diese Kennzahlen Ausschau halten.

Um zu sehen, ob Twitters Anzeigenprodukte funktionieren, sollten Investoren auch auf die Interaktion mit Anzeigen achten. Im vierten Quartal stieg die Interaktion gegenüber dem Vorjahr um 75 %.

Anleger sollten auch überprüfen, ob der Trend, dass die Kosten pro Interaktion sinken (die Werbetreibenden müssen pro Interaktion zahlen), anhält. Cost per Engagement sank im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 42 % – ein geringerer Rückgang als die 63 %, 53 % und 54 % gegenüber dem Vorjahr in den ersten drei Quartalen von 2017. Dieser moderatere Rückgang spiegelt „sowohl die stärkere Nachfrage der Werbetreibenden als auch die Stabilisierung der Videopreise wider“, so das Twitter-Management.

Twitter teilt die Ergebnisse des ersten Quartals noch vor Markteröffnung am 25. April, einem Mittwoch, mit.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Twitter.

Dieser Artikel von Daniel Sparks erschien am 12.4.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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