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So kann man Totalausfälle wie Conviviality oder Carillion vermeiden

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In den letzten sechs Monaten haben die Konkurse von Carillion und Conviviality den Londoner Markt erschüttert. Die Rückgänge sind nicht wegen ihres Ausmaßes bemerkenswert, sondern wegen der Geschwindigkeit, mit der diese Unternehmen zahlungsunfähig wurden.

Zwischen der ersten Gewinnwarnung und der Ankündigung, dass Conviviality Verwalter hinzugezogen hatte, lagen nur wenige Wochen. Während der Untergang von Carillion mehr Zeit in Anspruch nahm, konsultierte das Unternehmen die Verwalter nur drei Tage nachdem das Management bekannt gab, dass man in “konstruktiven Gesprächen” mit den Gläubigern stünde.

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Wenn die Dinge so schnell abwärts gehen, ist es für den durchschnittlichen Investor sehr schwierig, etwas zu erfahren, bevor man einen Totalverlust erleidet. Die beste Lösung ist es, Unternehmen wie diese ganz zu meiden — und es ist einfacher, als es auf den ersten Blick scheint. In der Tat hatten sowohl Carillion als auch Conviviality mehrere ähnliche unliebsame Eigenschaften, die schon lange vor dem Auftreten der ersten Probleme sichtbar waren.

Bares ist Wahres

Die erste Warnung für die Investoren hätte der fehlende Cashflow dieser beiden Unternehmen sein müssen. In Conviviality’s Ergebnissen der sechs Monate bis Ende Oktober gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 836 Millionen Pfund und einen Gewinn vor Steuern von 6,4 Millionen Pfund bekannt. Aber es erzeugte gerade einmal 528.000 GBP an operativem Cashflow.

Unterdessen erwirtschaftete Carillion laut eines Berichtes des Repräsentantenhauses, der nach dem Konkurs des Unternehmens veröffentlicht wurde, zwischen 2012 und 2016 nur 159 Millionen Pfund. Im gleichen Zeitraum meldete das Unternehmen einen kumulierten Nettogewinn von 756 Millionen Pfund und zahlte insgesamt 376 Millionen Pfund an Dividenden an die Investoren aus.

Die nächsten beiden Warnsignale sind miteinander verknüpft. Sowohl Carillion als auch Conviviality hatten recht ähnliche Geschäftsmodelle. Sie mussten die Lieferanten im Voraus für Waren und Dienstleistungen bezahlen, während die beiden Unternehmen erst dann bezahlt wurden, wenn der Auftrag abgeschlossen war oder das Produkt verkauft wurde. Das bedeutet, dass sie sich stark auf die Freundlichkeit von Fremden, Gläubigern und Lieferanten verlassen haben. Für den Erfolg eines solchen Geschäftsmodells ist eine kurzfristige Finanzierung sowie ein hohes Maß an Vertrauen erforderlich.

Wenn die Analysten jedoch anfangen, Fragen über die finanzielle Rentabilität eines Unternehmens zu stellen, verflüchtigen sich solche wichtigen finanziellen Hilfen und damit auch das Vertrauen. Daher ist es unerlässlich, dass diese Art von Unternehmen eine starke Liquidität und schuldenfreie Bilanzen aufrechterhalten. Sich hunderte von Millionen Pfund zu leihen, um eine Reihe von Übernahmen zu finanzieren, ist zweifellos nicht die beste Vorgehensweise. Aber genau diesen Weg hatten beide Unternehmen eingeschlagen. Carillion und Conviviality haben sich viel Geld geliehen, um Übernahmen zu finanzieren, die sie nur schwer eingliedern konnten. Mit der zunehmenden Verschuldung verschlechterte sich der Cashflow nur noch.

Bargeld sagt alles

Der eine Faktor, der alle diese Faktoren miteinander verbindet, ist Bargeld. Hätten sich die beiden Unternehmen auf die Cash-Generierung konzentriert und eine liquide, kapitalkräftige Bilanz erstellt, dann wäre es mehr als wahrscheinlich, dass sie nicht gescheitert wären.

In Anbetracht dessen ist die wichtigste Lehre, die man aus diesen beiden Unglücksfällen ziehen kann, ganz einfach: Bares ist Wahres. Da das Investieren keine exakte Kunst ist, ist es unwahrscheinlich, dass du jemals in der Lage sein wirst, einen signifikanten Verlust in deinem Portfolio zu vermeiden. Du kannst jedoch die Chancen zu deinen Gunsten erhöhen, indem du stark verschuldete Unternehmen meidest, denen es an liquiden Mitteln mangelt.

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The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rupert Hargreaves auf Englisch verfasst und am 07.04.2018 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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