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Begehen GM und Ford die selben Fehler aus der Vergangenheit?

Foto: The Motley Fool.

Während viele Investoren weit in die Zukunft der fahrerlosen Fahrzeuge und der weit verbreiteten elektrifizierten Flotten blicken, dreht sich in naher Zukunft alles um einen klaren Trend: Die Käufer haben keine Lust mehr auf normale Pkw. Die Umstellung auf SUVs und Crossover ist in vollem Gange, vor allem wenn man bedenkt, dass General Motors (WKN:A1C9CM) und Ford Motor Company (WKN:502391) im Begriff sind, bisher beliebte Modelle auslaufen zu lassen. Ist das ein kluger Schritt oder ein Fehler? Ähnliche Strategien gab es vor der Rezession, und die haben die Autohersteller noch lange beschäftigt.

Weg mit den Pkw!

Hier sind ein paar Statistiken, um Investoren ein Bild zum aktuellen US-Automarkt zu vermitteln. Die Absätze von Mittelklassewagen sind laut The Wall Street Journal bis März um 14,5 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken, und Kleinwagen sind um ähnliche 10,8 % gesunken, je nach Segmentaufteilung. Hingegen sind die Crossover-Verkäufe um 18,2 % und kleine SUVs um erstaunliche 27,9 % bis März gestiegen.

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Das ist kein ganz neuer Trend: Die Absätze von Neuwagen werden zum fünften Mal in Folge sinken, und Detroits zwei größte Autohersteller machen sich Gedanken und ergreifen angeblich Maßnahmen. Nach einem weiteren Bericht von The Wall Street Journal, plant GM, die Produktion des Chevrolet Sonic bereits in diesem Jahr einzustellen, die des Chevrolet Impala dann im nächsten. GMs Rivale Ford plant ähnliche Schritte und wird die Produktion des Fiesta für den US-Markt spätestens 2019 einstellen, ebenso den Taurus, der für Ford einst die große Limousine war. Das ist auch nichts Neues, Fiat Chrysler Automobiles (WKN:A12CBU) hat bereits den Dodge Dart und Chrysler 200 aus dem US-Portfolio gestrichen. Man will also sich komplett auf den Ram Truck und die Verkäufe des Jeep konzentrieren, die weit lukrativer sind.

Keine ganz neue Entwicklung

Die Entscheidung von Ford, seine Pkws einzustellen, fällt in eine Zeit, in der klar ist, dass die SUVs interessanter sind. Im Jahr 1990 waren 51 % der Verkäufe von Ford in den USA Trucks; bis 2010 lagen sie bei 66,3 %, und bis Februar 2018 sogar bei 78,9 %. Der Autohersteller will diese Tatsache in der Produktpalette abbilden. Das Management sagt, dass bis zum Jahr 2020, 86 % der Ford US-Verkäufe Pickups, Utilities und Lieferwagen sein werden.

Für General Motors ist dies einfach die Fortsetzung eines Plans, den man vor Monaten oder gar Jahren in Gang gesetzt hat. Detroits größter Autohersteller hat massive Entscheidungen getroffen, um sich auf Rentabilität zu konzentrieren, einschließlich der Entscheidung des letzten Jahres, die europäischen Betriebe zu verkaufen und einen Markt zu verlassen, der das Unternehmen in den letzten zwei Jahrzehnten zig Milliarden gekostet hat. Aber im Vergleich dazu, sich aus einer kompletten Weltregion zurückzuziehen, ist es natürlich nicht ganz so dramatisch, wenn man einfach ein paar Modelle nicht weiterproduziert. Es zeigt auch, wie wichtig es ist in Zeiten stagnierender Absätze in den USA die Profite zu maximieren.

Ist das ein Fehler?

Detroit Autohersteller setzen offenbar alles auf SUVs, Crossover und Trucks, aber in der Vergangenheit sind solche Strategien schon einmal nach hinten losgegangen. Etwa als z.B. Benzinpreise dafür sorgten, dass die Kunden plötzlich wieder kleine Autos kaufen mussten. Es gibt weitere Bedenken. Jeremy Acevedo, Manager der Branchenanalyse bei Edmunds, sagte: „Obwohl SUV-Verkäufe stabil sind, beginnt der Markt zu schrumpfen, und wenn bei jedem Händler der Hof mit SUVs von jeder Größe, Form und Marke überschwemmt ist, wird es schwierig sein, da hervorzustechen. Wenn sich also jeder auf die gleichen SUV-Produkte konzentriert, könnte das wieder zu stärkerer Konkurrenz und Preisdruck führen, ein Szenario, das die Autohersteller vermeiden müssen.

Die Entscheidung, sich immer weiter von der Entwicklung und Produktion von Personenkraftwagen zu entfernen, dürfte diesmal aber kein Fehler sein. Da der Kraftstoffverbrauch bei SUV, Crossover, und Trucks in den letzten zehn Jahren erheblich verbessert wurden, werden die Verbraucher besser mit potenziellen Benzinpreiserhöhungen leben können. Außerdem steht bald die große E-Welle bevor.

Letztlich erscheinen diese Entscheidungen nicht als riskant, nicht als großer Fehler. Die Branche steuert auf eine elektrische und fahrerlose Zukunft hin. Detroits Hersteller passen sich nur an und machen in der nahen Zukunft mehr Gewinne, indem sie sich auf weniger Modelle konzentrieren.

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Dieser Artikel von Daniel Miller erschien am 10.4.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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