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NVIDIA zielt darauf ab, selbstfahrende Autos sicherer zu machen — bevor sie auf die Straße kommen …

Foto: The Motley Fool.

NVIDIA (WKN:918422) hat einen neuen autonomen Fahrzeugsicherheitssimulator namens Drive Constellation auf der jüngsten GTC-2018-Konferenz des Unternehmens vorgestellt, der laut NVIDIA „umfangreiche Tests und Validierungen“ für selbstfahrende Autos ermöglicht.

Das Cloud-basierte System nutzt photorealistische Simulationen, die Tests an Sensoren, Kameras, Lidar und dem Radar eines autonomen Fahrzeugs virtuell durchführen können, wodurch NVIDIA sehen kann, wie sie in bestimmten Szenarien und unter extremen Bedingungen funktionieren. Die Drive-Constellation-Software wird mit NVIDIAs KI-Computer Drive Pegasus kombiniert, um Regen- und Schneestürme, Blendung, unterschiedliche Straßenverhältnisse und potenziell gefährliche Fahrsituationen zu simulieren.

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„Mit der virtuellen Simulation können wir die Zuverlässigkeit unserer Algorithmen erhöhen, indem wir Milliarden von Kilometern an spezifischen Szenarien und seltenen Fällen testen — und das alles in einem Bruchteil der Zeit und der Kosten, die dafür auf physischen Straßen erforderlich wären“, sagte Rob Csongor, Vice President und General Manager of Automotive bei NVIDIA, in einer Erklärung.

DRIVE Constellation wird ab dem dritten Quartal dieses Jahres einer ausgewählten Gruppe von NVIDIA-Partnern zur Verfügung stehen. Diese Ankündigung erfolgte nur wenige Wochen, nachdem eines von Ubers selbstfahrenden Autos eine Fußgängerin in Tempe, Arizona, getötet hatte.

Es bleibt noch viel zu tun

Obwohl viel darüber gesprochen wird, wie fahrerlose Autos den Straßenverkehr verbessern und schließlich unser Leben sicherer machen, sind wir noch Jahrzehnte davon entfernt, überall autonome Fahrzeuge zu sehen. Der jüngste Todesfall mit einem selbstfahrenden Uber-Fahrzeug ist einer der Hauptgründe dafür.

Uber testet seine autonomen Autos, die einen Teil von NVIDIAs Technologie nutzen, in der realen Welt, genau wie viele andere Technologieunternehmen. Letzten Monat konnte eines der Fahrzeuge nicht anhalten, als eine Frau nachts vor das Fahrzeug gelaufen war. Uber, NVIDIA und andere Unternehmen, die fahrerlose Autotechnik testen, haben ihre Tests vorerst eingestellt. Die Polizei von Tempe sagte jedoch, dass der Unfall nicht vermeidbar gewesen sei, auch wenn ein menschlicher Fahrer das Fahrzeug kontrolliert hätte. Der Unfall ereignete sich nämlich nachts und die Frau war direkt aus dem Schatten vor das Autos gelaufen.

Doch um zu beweisen, dass man alles dafür tut, um die Öffentlichkeit bei selbstfahrenden Tests zu schützen, brauchen fahrerlose Autofirmen Software wie Drive Constellation. Diese Software wird es ermöglichen, Milliarden von Meilen in einer simulierten Umgebung zu fahren, ähnlich wie Waymo 2,7 Milliarden Meilen in einer virtuellen Umgebung zurückgelegt hat.

Ein entscheidender Punkt

NVIDIA und andere Technologieunternehmen und Autohersteller betrachten selbstfahrende Autos als große Chance. NVIDIA seinerseits geht davon aus, dass der gesamte adressierbare Markt für fahrerlose Autos bis 2025 8 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Die Unternehmen sind im Wesentlichen aber selbstregulierend und es gibt nicht viele spezifische Gesetze oder Regeln, die sie befolgen müssten. Ungefähr 40 Staaten verfügen über einige Gesetze, aber sie sind sehr unterschiedlich. Zudem hat die National Highway Traffic Safety Administration bisher keine klar definierten Bundesgesetze aufgestellt.

Das macht Drive Constellation für NVIDIA umso wichtiger, da man von den wachsenden halbautonomen und autonomen Fahrzeugmärkten profitieren will. In vielerlei Hinsicht ist Waymo von Alphabet der Standard für virtuelle und praktische Tests geworden, und NVIDIA muss beweisen, dass es mithalten kann.

Die Investoren von NVIDIA sollten bedenken, dass es immer noch der Wilde Westen ist, wenn es um selbstfahrende Autos geht, und NVIDIA profitiert von diesem Markt noch sehr wenig. Im vierten Quartal 2018 erwirtschaftete das Unternehmen nur rund 4,5 % seines Gesamtumsatzes im Segment Automotive.

Strengere gesetzliche Vorschriften für fahrerlose Autos dürften unterwegs sein, und das ist gut so. Doch es ist auch gut zu sehen, dass NVIDIA einen eigenen Schritt unternimmt, um seine Software und Hardware zu verbessern, bevor es auf die Straße geht. Das ist nicht nur gut für die langfristigen Pläne von NVIDIA, sondern auch besser für die Öffentlichkeit.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien) und Nvidia. 

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und am 04.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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