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Kann Microsoft größer werden als Amazon in der Cloud?

Foto: The Motley Fool.

IDC schätzt, dass die weltweiten Ausgaben für Public Cloud Services bis 2021 266 Milliarden US-Dollar erreichen werden, verglichen mit 128 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr. Mit so viel Umsatz im Spiel versuchen auch die Tech-Riesen Amazon (WKN:906866) und Microsoft (WKN:850747), sich ein größeres Stück von diesem Kuchen zu sichern.

Die bisherige Geschichte

Amazons Public-Cloud-Plattform – Amazon Web Services (AWS) – hat sich in diesem Bereich einen klaren Vorsprung erarbeitet. Laut KeyBanc Capital Markets hielt AWS Ende 2017 68 % des Public-Cloud-Marktes. An zweiter Stelle lag Microsoft mit einem Marktanteil von 20 % weit zurück.

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Die Entwicklung der Marktanteile zeigt jedoch deutlich, dass sich das Blatt gewendet hat. Der Anteil von AWS am Public-Cloud-Markt ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozentpunkte zurück, während die Cloud-Computing-Plattform Azure von Microsoft um 4 Prozentpunkte zulegte. Darüber hinaus ist die Akzeptanz von Azure in den letzten Quartalen angeblich schneller gestiegen als die von AWS.

Der Umsatz von Microsoft Azure stieg im letzten Quartal um 98 % und steigerte den Umsatz des Unternehmens mit kommerziellen Clouds um 56 % auf 5,3 Milliarden US-Dollar. Auffallend ist, dass sich das Wachstum von Microsofts Azure-Cloud in den letzten vier Quartalen mit 93 %, 97 %, 90 % und 98 % beschleunigt hat.

Dagegen stieg der Umsatz von AWS im letzten Quartal um 44,6 %. Daher scheint Microsoft auf dem richtigen Weg zu sein, um die Führung von Amazon auf dem Markt für Public Cloud Computing zu übernehmen.

Microsofts Schachzüge

Microsoft hat kürzlich angekündigt, dass es seine Cloud-Services in Europa und im Nahen Osten ausbauen wird. Das Unternehmen wird neue Rechenzentren in den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Schweiz einrichten, neue Dienste in Deutschland anbieten und die Plattformen Microsoft Azure und Microsoft 365 in Frankreich kommerziell einführen.

Das ist ein kluger Schachzug von Microsoft, denn die Ausgaben für öffentliche Cloud-Dienste in Europa werden 2021 voraussichtlich 52 Milliarden US-Dollar erreichen. Tatsächlich prognostiziert IDC, dass sich die öffentlichen Ausgaben in Westeuropa von 2016 bis 2021 mehr als verdoppeln werden.

Doch die Cloud-Strategie von Microsoft geht über den Einsatz neuer Rechenzentren hinaus. Das Unternehmen profitiert von der Begeisterung für künstliche Intelligenz (KI), indem es laut KeyBanc die breiteste Palette an vorgefertigten KI-Tools im Vergleich zu anderen führenden Cloud-Anbietern zur Verfügung stellt. Dies macht es potenziellen Microsoft-Kunden leicht, KI-Anwendungen schnell zu implementieren.

Darüber hinaus sind die KI-Tools von Microsoft in Rechenzentren auf der ganzen Welt verfügbar, was dem Unternehmen einen Vorsprung vor der Konkurrenz verschafft. Es überrascht nicht, dass 49 % der Unternehmen, die gerade erst mit der Einführung der Enterprise Cloud begonnen haben, auf Azure vertrauen, verglichen mit 47 % bei AWS, laut einer Umfrage von RightScale unter 1.000 Befragten.

Laut den RightScale-Daten stieg der Anteil der Befragten, die Apps auf Azure ausführen, von 34 % im letzten Jahr auf 45 % im diesjährigen Bericht. Unterdessen stiegen die Apps bei AWS von 57 % auf 64 %.

Microsoft hat vor Kurzem angekündigt, dass das Unternehmen KI-Tools für das Gesundheitswesen bereitstellen und seine Regierungsanwendungen  erweitern wird. Amazon hat den Markt der Regierungs-Cloud bisher dominiert, aber Microsofts Fokus auf die Blockchain-Technologie könnte dem Unternehmen helfen, in Zukunft mehr Regierungsaufträge zu erhalten.

Am Ende zieht Microsoft die richtigen Fäden, um einen größeren Anteil des Cloud-Marktes für sich zu gewinnen, während es bei Amazon weniger schnell vorangeht.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ein Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten ist Mitarbeiterin von LinkedIn und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. LinkedIn ist Eigentum von Microsoft. 

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan  auf Englisch verfasst und am 04.04.2018 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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