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Erwarte nicht, dass Apple AMD Prozessoren im Mac verwendet

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Am 2. April meldete Bloomberg, dass Apple (WKN:865985) beabsichtige, seine Mac-Computer von Intel (WKN:855681)-Prozessoren auf intern entwickelte Chips umzustellen. Im Anschluss an diese Nachricht gab die Intel-Aktie deutlich nach (um anschließend einen großen Teil der Verluste wieder aufzuholen).

Was ich aber besonders interessant fand, war, wie diese Nachricht einige zu der Annahme veranlasste, dass diese Entwicklung für Advanced Micro Devices (WKN:863186), Intels Hauptkonkurrent auf dem Markt für Personal-Computer-Prozessoren, positiv sein würde.

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Der Gedanke dahinter ist, dass Apple einen Prozessor für den Mac in Auftrag geben könnte – im Wesentlichen ein von Apple definiertes Produkt, das aber einen erheblichen Teil des geistigen Eigentums von AMD beinhalten würde (z. B. Prozessorkerne, Grafikprozessoren usw.).

Allein schon deshalb ist das sehr unwahrscheinlich.

Apple will volle Kontrolle

Wenn Apple nur an einem Chip interessiert wäre, der von einem Dritten nach seinen Spezifikationen gebaut würde, dann wäre Intel höchstwahrscheinlich bereit, den Job zu übernehmen. Schließlich ist das Geschäft von Apple etwa 3 Milliarden US-Dollar pro Jahr und wahrscheinlich rund 1,8 Milliarden US-Dollar Bruttogewinn für Intel wert, sodass Apple groß genug ist, um die Entwicklung eines maßgeschneiderten Prozessors zu rechtfertigen.

Darüber hinaus hat AMD im Allgemeinen einen Vorteil gegenüber Intel in Bezug auf die Grafikleistung (AMD ist ein führender Anbieter von Hochleistungs-Gaming-Grafikprozessoren), aber Intels mobile Prozessoren haben einige entscheidende Vorteile gegenüber denen von AMD, wie z. B. solidere Medienfähigkeiten und überlegene Prozessorkerne.

Wenn Apple wirklich nur an den überlegenen Grafikprozessoren von AMD interessiert wäre, dann würde man meiner Meinung nach davon hören, dass Apple einfach auf handelsübliche AMD-Notebookprozessoren umsteigt, anstatt nach irgendeinem Semi-Custom-Produkt zu fragen (AMD entwickelt ohnehin schon mobile Prozessoren für High-End-Laptops, also ist nicht klar, welche Art von Differenzierung Apple verlangen würde).

Nein, wenn Apple seinen langjährigen Partner Intel verlässt, wird es sich mit ziemlicher Sicherheit nicht um einen AMD-Chip handeln, sondern um eine interne Apple-Lösung.

Kann Apple seine eigenen Chips bauen?

Einige der Argumente, die ich in Bezug auf eine mögliche Zusammenarbeit von Apple mit AMD gehört habe, sind auf die Annahme zurückzuführen, dass Apple keine Hochleistungsprodukte für seine Macs entwickeln könne.

Dazu sage ich einfach: Unsinn.

Heutzutage liefert Apple Prozessorkerne in seiner aktuellen Generation von Smartphones, die mit den besten von AMD konkurrieren. Tatsächlich erreicht der Apple A11 Bionic Chip im Geekbench-4-Leistungstest eine bessere Single-Core-Punktzahl als AMDs bester Ryzen-2700U-Notebook-Prozessor und eine ähnliche Punktzahl in der Multicore-Performance.

Der Vorsprung von Apple gegenüber AMD in Bezug auf die Leistung des Prozessorkerns wird wahrscheinlich mit der Einführung des A12-Prozessors im Laufe dieses Jahres noch wachsen.

AMD hat viel mehr Erfahrung mit Hochleistungsgrafik, aber ich denke, es wäre ein Fehler, zu glauben, dass Apple bis zum Jahr 2020 keine leistungsfähige Grafiklösung für eine mögliche hauseigene Mac-Prozessorlösung entwickeln kann. Apple hat gezeigt, dass es erstklassige CPU-Kerne und erstklassige Low-Power-Grafikprozessoren bauen kann, und wenn Apple einen leistungsstarken Grafikprozessor für seine Macs bauen will, wird das Unternehmen das sicherlich auch können.

Die Realität sieht so aus: Wenn sich Apple von Intel trennt, dann wahrscheinlich deshalb, weil Apple glaubt, dass das Unternehmen selbst mit seinen eigenen, intern entwickelten Technologien grundlegend bessere, differenzierte Chips für seine Produkte bauen kann. Leicht angepasste Prozessoren von Intels Rivalen zu kaufen – der mit weitem Abstand die Nummer 2 bei Umsatz, Marktanteil und Entwicklungsressourcen ist –, ist wahrscheinlich nicht das, was Apple im Sinn hat.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool empfiehlt Intel. 

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $55 Calls auf Apple.

Dieser Artikel von Ashraf Eassa erschien am 05.04.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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