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Mais zieht die Umsätze von Monsanto nach unten

Foto: The Motley Fool

Monsanto (WKN:200417N) ist ein Agrar-Riese, der landwirtschaftlichen Betrieben hilft, die Produktivität durch besseres Saatgut zu steigern, was im Laufe der Jahre immer wieder zu Kontroversen geführt hat. Hinzu kommt die Unsicherheit darüber, ob der geplante Zusammenschluss mit Bayer endlich vorankommt. Monsanto scheint zuversichtlich zu sein, aber die Aktionäre zeigen nur wenig Vertrauen, zumal sich die geopolitischen Spannungen verschärfen.

Die Monsanto-Investoren hatten sich für das zweite Quartal ein weiteres bescheidenes Umsatz- und Gewinnwachstum gewünscht. Stattdessen gingen die Nettoumsätze von Monsanto im Vergleich zum Vorjahr zurück, und die Erträge stiegen nicht so stark an, wie es sich die Anleger erhofft hatten. Schauen wir uns Monsanto genauer an, um zu sehen, wie es gelaufen ist und was vor uns liegt.

Ein weiteres schlechtes Quartal für Mais

Monsantos Ergebnisse für das zweite Quartal setzten einige der Trends fort, die wir in den letzten Quartalen gesehen haben. Der Gesamtumsatz sank um etwa 1 % auf 5,02 Milliarden US-Dollar, was weitaus schlechter war als die 5,3 Milliarden US-Dollar, die sich die meisten Investoren erhofft hatten. Der Nettogewinn stieg um etwa 7 % auf 1,46 Milliarden US-Dollar, aber nach Berücksichtigung von Sonderfaktoren blieb der bereinigte Gewinn von 3,22 US-Dollar pro Aktie hinter der Konsensprognose von 3,31 US-Dollar pro Aktie zurück.

Das Segment Seeds and Genomics war erneut der schwierigste Teil des Geschäfts von Monsanto. Der Gesamtumsatz der Sparte ging um 2 % zurück, wobei der Umsatz mit Maissaatgut und Pflanzenmodifikationen um mehr als 6 % zurückging. Gewinne bei Sojabohnen, Baumwolle, Gemüse und anderen Samen reichten nicht aus, um den Schaden auszugleichen, der durch die schlechten Zahlen beim Mais verursacht wurde.

Im Kommentar sagte Monsanto, dass es weiterhin damit rechnet, dass im laufenden Geschäftsjahr Rekordwerte für sein Sojaprodukt Roundup Ready 2 Xtend erreicht werden. Allerdings belasteten zeitliche Verzögerungen beim Maisanbau und allgemein niedrigere Erwartungen für Maisanbauflächen diesen Teil des Marktes. Die Schwäche der Maispreise schmälerte auch die Ergebnisse des Segments, und insgesamt lag der Vorsteuergewinn um rund 2 % unter dem Vorjahresniveau.

Die landwirtschaftliche Produktivität half Monsanto weiterhin. Der Umsatz stieg in diesem Segment um rund 5 %, der Gewinn vor Steuern um rund 20 %. Das Unternehmen erwartet eine anhaltende Nachfrage nach Herbiziden, die gut zu Monsantos Soja- und Baumwollsaatgut passen.

CEO Hugh Grant war zufrieden. „Die Geschäftsziele, die wir in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018 erreicht haben, spiegeln das unerschütterliche Engagement unseres Teams für unsere Kunden in der Landwirtschaft wider“, sagte Grant. Der Vorstandsvorsitzende verwies auch auf die anhaltenden Bemühungen um den Ausbau des Geschäfts, auch im Vorfeld der Bayer-Fusion.

Kann Monsanto so weitermachen?

Die zukünftigen Geschäftsaussichten von Monsanto hängen von den Bereichen ab, auf die es sich seit einiger Zeit konzentriert. Im Bereich Saatgut und Genomik strebt Monsanto eine größere Akzeptanz bei Sojabohnen und Baumwolle an. Die Wirtschaftlichkeit von Produkteinführungen sollte mit steigender Nachfrage steigen. Im Produktivitätsgeschäft wird die Preisgestaltung für Glyphosat das zukünftige Wachstum vorantreiben. Die Bemühungen von Monsanto, intelligente strategische Verkaufs- und Lizenzvereinbarungen zu treffen, werden jedoch weniger Auswirkungen haben als in den letzten Jahren.

In Bezug auf die künftige Prognose hielt Monsanto die Dinge einfach und sagte nur, dass es für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum des Vorsteuergewinns erwartet. Stattdessen ging es um den Stand der Fusion mit Bayer. Monsanto sagte, dass es Fortschritte bei den Regulierungsbehörden gegeben habe, mit kartellrechtlichen Genehmigungen der Europäischen Kommission, Chinas und Brasiliens. Bayer wird eine Reihe von Vermögenswerten veräußern müssen, um den Zusammenschluss zu vollziehen, aber Monsanto geht davon aus, dass die Transaktion bis Mitte 2018 genehmigt wird.

Die Monsanto-Investoren reagierten positiv auf den Bericht, und die Aktie kletterte am späten Nachmittag nach der Ankündigung um 1,5 %. Da die Aktie jedoch immer noch mit einem Abschlag von mehr als 10 US-Dollar pro Aktie auf den Fusionspreis von 128 US-Dollar pro Aktie gehandelt wird, ist es klar, dass nicht alle Aktionäre davon überzeugt sind, dass in dem derzeit umstrittenen politischen Umfeld ein Deal zwischen Monsanto und Bayer tatsächlich zustande kommen wird.

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Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 05.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

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