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Die Nutzer von Facebook reagieren kaum auf den Datenskandal

Foto: Facebook

Für Facebook (WKN:A1JWVX) waren die letzten Wochen hart. Der Skandal um Cambridge Analytica, bei dem Daten von mindestens 50 Millionen Nutzern abgezogen wurden, hat das soziale Netzwerk hart getroffen. CEO Mark Zuckerberg ist nun dabei, den Schaden zu begrenzen. Eines der größten Risiken, das mit dieser Debatte verbunden ist, ist, dass die Nutzer aufbegehren und merken, dass das kostenlose Angebot es nicht wert ist, mit seiner Privatsphäre zu bezahlen. Infolgedessen könnten sie ihren Account löschen oder deaktivieren. Wenn genug Nutzer zu diesem Schluss kommen, könnte das den Druck auf die Werbeaktivitäten des Netzwerkes erhöhen, da die Werbekunden dorthin gehen, wo das Publikum ist.

Die Nutzer von Facebook könnten durch die Enthüllungen verärgert sein, aber es scheint, dass die meisten dem Netzwerk treu bleiben.

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Umfrageergebnisse

Die Marktforschungsabteilung der Deutschen Bank hat die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht (via Tech Trader Daily). Darin geben nur 1 % der 500 befragten Teilnehmer an, ihren Facebook-Account im Zuge des Datenskandals gelöscht zu haben. Manche Befragten räumten ein, dass sie die Plattform seltener benutzen. Zudem sagten viele, dass sie ihre Aktivitäten auf Instagram, eine Tochtergesellschaft von Facebook, verlagern würden. Trotz der Datenschutzsorgen, sind die meisten Nutzer aber nicht bereit, für einen Dienst zu bezahlen, selbst wenn sie eine werbefreie Version versprochen bekämen.

Die Umfrage unterstützen größtenteils die Kommentare von Zuckerberg, die er in einer Reihe von Interviews gemacht hat. Gegenüber der New York Times sagte er „Ich denke nicht, dass wir viele Leute gesehen haben, die handeln“, aufgrund der laufenden #DeleteFacebook-Kampagne. In einem Interview mit Vox letzte Woche sagte er, dass es sich viele Entwicklungsländer einfach nicht leisten könnten, für ein soziales Netzwerk zu bezahlen. Das Werbemodell ermöglicht es Facebook, auch diese Nutzer zu bedienen: „Die Realität ist, dass wenn du einen Dienst aufbauen willst, der jedermann in der Welt miteinander verbindet, dann gibt es viele Leute, die es sich nicht leisten können, zu bezahlen. Und daher, wie bei vielen Medien, ist ein werbegestütztes Modell das einzige rationale Modell, mit dem der Service aufgebaut werden kann, um Leute zu erreichen.“

Außerdem solltest du bedenken, dass viele Nutzer in Entwicklungsländern gar keine Möglichkeit haben, Facebook zu löschen. Häufig ist die Plattform nämlich die einzige Möglichkeit, mit den gewählten Vertretern ihrer Gemeinden zu kommunizieren. In manchen Fällen bietet Facebook auch den einzig verfügbaren Internetzugang dank seiner kontrovers gesehenen Free Basic Platform, die 1 Milliarde Menschen in 63 Ländern erreicht.

In der Regel ist die Empörung kurz nach dem Bekanntwerden der Nachricht am größten und legt sich in den folgenden Wochen und Monaten. Dies könnte bedeuten, dass die Absprungrate von 1 % schon die schlimmste Konsequenz ist. Absolut entsprechen 1 % 21,3 Millionen Menschen, wenn man sie auf die 2,13 Milliarden weltweiten monatlich aktiven Nutzer (MAU) bezieht.

Die Aktionäre von Facebook sollten genau verfolgen, wie sich die Nutzer in den kommenden Quartalen verhalten, um zu erkennen, ob der Rückschlag in Zukunft bedeutsame Auswirkungen hat.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Facebook.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 3.4.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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