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Bei Snap ist man plötzlich sparsam

Quelle: Media Kit Snap Inc.

Im vergangenen Jahr schien es, dass man sich bei Snap (WKN:A2DLMS) nicht viele Gedanken um Ausgaben und Kosten machen würde. Nach dem Börsengang im März, der CEO Evan Spiegel einen massiven Bonus in Höhe von 640 Millionen Dollar einbrachte, der sofort gewährt wurde, gab der Snapchat-Betreiber im Laufe des Sommers mehr als 400 Millionen Dollar für eine Handvoll recht fragwürdiger Akquisitionen aus. Snap hatte mit dem Börsengang rund 2,6 Milliarden Dollar reingeholt.

Diese anfängliche Verschwendung hatte ein Nachspiel. Snap musste bis Anfang März vier Entlassungsrunden durchführen und kündigte erst letzte Woche eine weitere an.

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7 % der Belegschaft mussten letzten Monat gehen

Bloomberg berichtete zunächst über die jüngsten Entlassungen, die größtenteils in Snaps Marketing stattfanden und Berichten zufolge rund 100 Mitarbeiter betrafen (zusätzlich zu den 120 Mitarbeitern, die Anfang des Monats entlassen wurden). Snap bestätigte daraufhin den Personalabbau in einem Zulassungsantrag, da die Entlassungen aussagekräftig genug waren, um eine offizielle Offenlegung gegenüber Investoren zu rechtfertigen.

Das Unternehmen hat im März rund 7 % seiner weltweiten Belegschaft abgebaut, vor allem in den Bereichen Technik und Vertrieb. Ende 2017 waren insgesamt 3.069 Mitarbeiter beschäftigt. Snap sagte, der Schritt diene dazu, „die Ressourcen auf unsere wichtigsten strategischen Prioritäten auszurichten und den strukturellen Veränderungen in unserem Geschäft Rechnung zu tragen“. Das Unternehmen geht davon aus, dass es 10 Millionen Dollar an Barausgaben vor Steuern aufwenden wird, die sich hauptsächlich auf Abfindungskosten beziehen, obwohl man 31 Millionen Dollar an Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen durch Verwirkung einsparen wird. Zusätzlich schätzt Snap, dass man im Jahr 2018 25 Millionen Dollar an Gehältern und Lohnsteuern einsparen wird, bzw. 34 Millionen Dollar auf Jahresbasis.

Darüber hinaus beendet Snap die Mietverträge für die derzeitigen Büros, da man plant, seine Büros von Venice nach Santa Monica zu verlegen. Snap mietet schon seit Jahren mehrere Büroräume in Venice an, will nun aber den Betrieb zu einem zentralen Campus zusammenfassen. Das Unternehmen hat in den letzten Monaten einen Großteil dieser Immobilien zur Untervermietung angeboten. Ende 2017 musste Snap noch 85 Millionen Dollar Miete zahlen und wird jetzt, nach Berücksichtigung der Einnahmen aus der Untervermietung, zwischen 25 bis 45 Millionen Dollar zahlen müssen.

Snap ist nicht der Ansicht, dass die mit den Entlassungen oder dem Ausstieg aus dem Mietverhältnis verbundenen Kosten für das Finanzergebnis wesentlich sein werden.

Die in den letzten Monaten neu entdeckte Sparsamkeit von Snap steht in krassem Gegensatz zu den Ausgaben des vergangenen Jahres, während die Kostenstruktur des Unternehmens insgesamt nach wie vor ein Chaos ist. Spiegel scheint Skalierbarkeit einfach nicht zu begreifen, da das Kostenwachstum von Snap das Umsatzwachstum weiterhin übertrifft und die Einsparungen aus all diesen Entlassungen nicht wesentlich etwas an den 2,5 Milliarden Dollar ändern werden, die Snap allein für seine beiden Anbieter von Cloud-Infrastruktur ausgibt.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Evan Niu erschien am 3.4.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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