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Welche Kryptowährungen haben die niedrigsten Gebühren?

Foto: Getty Images.

Egal, ob du ein Freund von Kryptowährungen bist oder nicht, du musst zugeben, dass es die am schnellsten wachsende Anlagenklasse seit Anfang 2017 ist. Der Aktienmarkt lieferte letztes Jahr zwar ein überdurchschnittliches Wachstum und schwankte 2018, aber die Gesamtmarktkapitalisierung von virtuellen Währungen ist von 17,7 Milliarden US-Dollar Anfang 2017 auf 297 Milliarden US-Dollar am 27. März dieses Jahres gesprungen. Dies geht aus den Angaben von CoinMarketCap.com hervor. Die Wertsteigerung von knapp 1.600 % ist ein Grund, warum Privatinvestoren so großes Interesse an dieser aufkeimenden Anlageklasse haben.

Die Wahrheit über die Transaktionsgebühren von Kryptowährungen

Allerdings gibt es viele Dinge bei Kryptowährungen, die der Durchschnittsbürger nicht kennt. Beispielsweise haben die meisten virtuellen Währungen Transaktionsgebühren. Wir sind vertraut damit, eine Aktie zu kaufen und zu verkaufen und dafür einen Broker zu bezahlen, der die Transaktion durchführt. Aber ähnliche (und zusätzliche) Gebühren können im Kryptowährungsmarkt anfallen, je nachdem, welche Währung du handelst und welche Börse du verwendest.

Heute werfen wir einen kurzen Blick auf die verschiedenen Gebührenarten, mit denen du rechnen musst, wenn du in eine Kryptowährung investieren willst. Wir schauen uns zudem an, welche der bekanntesten Kryptowährung die niedrigsten Transaktionsgebühren haben.

Insgesamt gibt es drei Arten von Transaktionsgebühren, die auf dich zukommen, wenn du mit Kryptowährungen zu tun hast.

Gebühren für die Börse: Mit dieser Gebühr sollten wir vertraut sein. Sie entspricht der „Kommission“ für einen Kauf oder Verkauf. Die meisten Kryptowährungsbörsen haben feste Gebühren, aber die genaue Höhe kann von Plattform zu Plattform unterschiedlich sein. Es ist daher sinnvoll, etwas zu recherchieren und die Börsen zu finden, die die geringsten Gebühren verlangen.

Es gibt aber noch ein weiteres Modell, welches unter dem Namen Maker-Taker bekannt ist. Dort können die Gebühren fluktuieren, wie es von HypeCodes beschrieben wird. Das Maker (also der Verkäufer der Kryptowährung)-Taker (Käufer der Kryptowährung) -Modell erhebt variable Gebühren basierend auf der Handelsaktivität. Wenn du ein aktiver Trader bist oder einen hohen Betrag handelst, dann könntest du in den Genuss geringerer Gebühren kommen.

Netzwerkgebühren: Als Nächstes musst du mit Transaktionsgebühren rechnen, um die Miner zu bezahlen. Die Miner sind Personen mit sehr leistungsfähigen Computern, die Transaktionen verifizieren und diese in die Blockchain einfügen. Sie stellen also sicher, dass keine Token zwei Mal ausgegeben werden können und dass die Transaktionen stimmen.

Die Kosten für Validierung der Transaktionen kann sich zwischen den einzelnen Netzwerken unterscheiden, da die Miner ihre eigenen Preise setzen und die Nutzer entscheiden, ob sie diese bezahlen oder nicht. Je niedriger die Transaktionsgebühr, die ein Investor bereit ist zu bezahlen, desto länger kann es dauern, bis die Transaktion validiert wird, da sie für die Miner nur eine geringere Priorität hat.

Wallet-Gebühren: Zu guter Letzt ist es möglich, dass du Geld bezahlen musst, um deine Kryptowährung in einem digitalen Wallet zu speichern. Die Software für Wallets sowie die Updates dafür sind nicht kostenlos, sodass es sein kann, dass du einen kleinen Betrag dafür entrichten musst.

Welche Kryptowährungen haben die geringsten Transaktionsgebühren?

Die große Frage, die Kryptoenthusiasten beschäftigt, ist, welche virtuelle Währung bietet im Durchschnitt die geringsten Transaktionskosten? Laut den Daten von BitInfoCharts.com sah die Kostenverteilung am 26. März 2018 so aus:

  • Monero: 2,587 US-Dollar
  • Bitcoin: 1,184 US-Dollar
  • Dash: 0,363 US-Dollar
  • Ethereum: 0,347 US-Dollar
  • Litecoin: 0,198 US-Dollar
  • Bitcoin Cash: 0,097 US-Dollar
  • EOS: 0,0105 US-Dollar
  • Ripple: 0,0037 US-Dollar
  • TRON: 0,0000901 US-Dollar

Allerdings sind die Daten nicht gut miteinander vergleichbar. Es sind nicht alle großen Kryptowährungen bei BitInfoCharts.com gelistet. Und manche virtuellen Währungen mit einer Marktkapitalisierung über 1 Milliarde US-Dollar wurden ausgelassen, um die Liste nicht zu lang werden zu lassen. Allerdings sind ein paar Trends deutlich zu erkennen.

Beispielsweise sind die anonymen Coins wie Monero und Dash am teuersten, was die Transaktionsgebühren angeht. Die Anonymität, die Sender und Empfänger schützt, ist nicht billig.

Es ist auch zu erkennen, dass die bekannteren Netzwerke höhere Transaktionskosten haben. Bitcoin schlägt mit 1,184 US-Dollar zu Buche und Ethereum mit 0,347 US-Dollar. Die Miner dieser Netzwerke verstehen, wie beliebt die virtuelle Währung bei Unternehmen und Konsumenten ist. Daher haben sie eine gewisse Preissetzungsmacht bei den Gebühren. Wenn Nutzer diesen Betrag nicht zahlen wollen, müssen sie möglicherweise lange auf die Bestätigung ihrer Transaktionen warten.

Ripple und TRON haben im Vergleich dazu die niedrigsten Transaktionsgebühren. Ripples Konzentration auf die Nische der Finanzinstitute schränkt den Nutzen des XRP-Tokens für Mainstreamanwendungen ein. Ripples Ledger und dessen Fähigkeit, Liquidität für Finanzinstitute zu so niedrigen Kosten anzubieten, macht es zu einer beliebten Wahl für Kryptoinvestoren. Es ist nicht überraschend, dass es derzeit die virtuelle Währung mit der drittgrößten Marktkapitalisierung ist. Im Januar schaffte es der XRP-Token sogar kurzzeitig auf Platz 2.

Bei TRON drehen sich seine niedrigen Gebühren um die Veröffentlichung seiner eigenen Hauptblockchain. Eine Betaversion mit dem Namen Exodus wurde für den 31. März erwartet. Die offizielle Einführung des Hauptnetzes soll am 31. Mai stattfinden. Es wird erwartet, dass die Gebühren bei einem millionstel TRX (der TRON-Token) liegen. Die Fähigkeit von TRON, das Hauptnetz zum Laufen zu bringen und genug Enthusiasten zu finden, die den Token nutzen wollen, wird darüber bestimmen, ob die niedrigen Gebühren nachhaltig sind.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Kryptowährungen.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 30.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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