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Gazprom: Wichtiger Etappensieg für Nord Stream 2

Foto: Getty Images

Die polarisierende Gas-Pipeline Nord Stream 2 ist in Europa äußerst umstritten. Seit geraumer Zeit gibt es immer mal wieder Wasserstandsmeldungen, die über ein für und wider innerhalb des Genehmigungsverfahrens berichten.

Doch heute konnte Nord Stream 2 einen kleinen Teilerfolg feiern: Denn zumindest Deutschland hat nun die Genehmigung für den inländischen Bauabschnitt erteilt.

Was ist genau passiert?

Genauer gesagt haben das Bergamt in Stralsund sowie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie dem Nord Stream 2-Vorhaben grünes Licht signalisiert. Weder Belange der Schifffahrt noch des Umweltschutzes würden hierzulande durch die Ostseepipeline tangiert, so die entsprechenden Ämter.

Laut ergänzenden Äußerungen der Bundesregierung haben vorwiegend wirtschaftliche Gründe für die positive Bescheidung den Ausschlag gegeben. Obwohl Kritiker fürchten, dass man sich durch das Gas von Russland immer tiefer in eine energetische Abhängigkeit vom Kreml begeben könnte.

Die Hintermänner bei Nord Stream 2 selbst wollen nun keine weitere Zeit mehr verlieren. Schon im Frühjahr soll der Bau in deutschen Gewässern von statten gehen. Doch leider konnte mit diesem jüngsten Erfolg lediglich ein kleiner, 85 Kilometer langer Teilerfolg generiert werden.

Viele weitere Entscheidungen stehen noch aus

Letztlich wird die insgesamt rund 1200 Kilometer lange Pipeline nämlich voraussichtlich auch die Hoheitsgebiete der Staaten Dänemark, Finnland, Schweden und Russland passieren. In diesen Staaten ist das Genehmigungsverfahren allerdings noch nicht abgeschlossen, was nach wie vor ein dickes Fragezeichen hinter das gesamte Vorhaben wirft.

Angesichts des Ausmaßes der Kritik könnte hier noch jede Menge Zündstoff für explosive Gegenwehr lauern (vielleicht mal abgesehen von Russland, hier dürfte es die meisten wohl eher überraschen, wenn der Kreml nicht flux eine Genehmigung aus dem Ärmel schütteln könnte).

Daher gilt: Auch wenn mit der Genehmigung von Deutschland ein kleiner Stolperstein ausgemerzt werden konnte, befindet sich das gesamte Vorhaben noch auf durchaus rauer See. Vielleicht sind Investoren daher gut beraten, diesen kleinen Hoffnungsschimmer nicht allzu ausgiebig zu feiern.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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