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General Electric setzt bei Energiespeichern auf Geschwindigkeit

Foto: Getty Images

Das Energiespeichergeschäft könnte bis 2030 einen Wert von 103 Milliarden US-Dollar erreichen, so dass Dutzende von Unternehmen um Marktanteile kämpfen. Tesla (WKN:A1CX3T) hat bisher das größte Aufsehen erregt, aber auch AES und das Siemens-Tochterunternehmen Fluence, Stem, Total und General Electric (WKN:851144) haben versucht, ihr Stück vom Kuchen zu bekommen.

GE hat kürzlich ein neues Energiespeicherangebot namens Reservoir angekündigt, das die Bauzeit verkürzen, die Lebensdauer der Batterie erhöhen und die Zuverlässigkeit verbessern soll. GE baut auch die Lösung, die zu der Art und Weise passt, wie erneuerbare Energieprojekte heute gebaut werden, was es zu einem attraktiven Angebot für Entwickler machen könnte.

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GE Reservoir für Entwickler

Die Reservoir-Lösung ist ein 1,2 MW/4 MWh skalierbares Energiespeichersystem in einem standardisierten, in sich geschlossenen Gehäuse. GE montiert das Produkt im Werk und führt dann die Endverdrahtung vor Ort durch, bevor das Energiespeichersystem in Betrieb genommen wird.

Bei konkurrierenden Systemen erfolgt die Montage der Batterien und des Gehäuses vor Ort. Das erhöht die Zeit für die Installation. GE sagt, dass diese Zeit mit Reservoir um 50 % reduziert werden kann.

GE sagt auch, dass es die Batterielebensdauer mit Reservoir um bis zu 15 % verlängern kann, obwohl Details darüber, wie das geschehen wird, spärlich sind. Die Verlängerung der Lebensdauer von Batterien ist heute ein Schwerpunkt eines jeden Herstellers, aber wenn GE ein technisch überlegenes Produkt herstellen kann, wäre es ein großes Unterscheidungsmerkmal.

Gebaut für jeden Markt

Während die über Reservoir veröffentlichten Informationen darauf hindeuten, dass das Hauptziel ein Mehrwert für Solarprojekte ist, bringt GE das Produkt auf den Markt, um viele mögliche Kunden damit anzusprechen. Es könnte in Erdgasanlagen eingesetzt werden, um die Effizienz bei der Einspeisung von Energie ins Netz zu verbessern, als Mehrwert für Wind- oder Solarprojekte oder sogar als Komponente für Mikronetze.

Als Hauptlieferant der Elektrizitätswirtschaft hat GE den Namen und die Bilanz, um den Käufern die Angst vor  Energiespeicherprodukten zu nehmen, da Finanziers auf der Suche nach bewährten Systemen sind. Das könnte ein Argument für GE sein.

Vom Werk zum Kraftwerk

Die Verlagerung des Kraftwerksbaus von vor Ort ins Werk ist nicht neu, aber sie gewinnt im Markt an Bedeutung, um die Kosten zu senken. Die von SunPower (WKN:A1JNM7) entwickelten Produkte Equinox (Wohnbereich), Helix (Gewerbebereich) und Oasis (Versorgungsbereich) basieren auf der Idee, die Kosten durch mehr Arbeit im Werk zu senken. Um die Verkabelung an einem Standort zu vereinfachen, werden einige Panels werksseitig mit Mikroinvertern ausgestattet. Bei Versorgungsprojekten ist das Oasis-Design ein standardisierter Leistungsblock von 1,5 MW, den Entwickler je nach Bedarf skalieren können.

Die Entwickler suchen zunehmend nach Plug-and-Play-Optionen von Herstellern, unabhängig davon, ob sie Solar-, Wind- oder Energiespeicher bauen. Die Hersteller passen sich dem Markt an, indem sie mehr schlüsselfertige Lösungen anbieten und selbst weniger Projekte entwickeln. Reservoir von GE passt sehr gut zu den neuen Markttrends und kann mit Lösungen von nahezu jedem anderen Anbieter von Komponenten für erneuerbare Energien kombiniert werden.

Kann GE hier etwas bewegen?

Energiespeicherung wird für GE im Jahr 2018 ein kleines Geschäft sein, könnte aber langfristig ein großer Wachstumstreiber werden. GTM Research prognostiziert, dass bis 2023 in den USA jährlich mehr als 9 GWh Energiespeicher im Wert von mehreren zehn Milliarden US-Dollar für die Industrie gebaut werden. Bei Windkraftanlagen und anderen elektrischen Lösungen könnte eine fertige Energiespeicherlösung mit kurzen Installationszeiten ein wertvolles Angebot sein. Zumindest lässt GE diese Wachstumschance nicht ungenutzt verstreichen und setzt bei der Energiespeicherung Maßstäbe.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla. The Motley Fool besitzt Aktien von Verisk Analytics. The Motley Fool besitzt eine Shortposition von General Electric.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und am 23.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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