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Salesforce.com macht einen entscheidenden Schritt in die Zukunft

Foto: Salesforce.

Salesforce.com (WKN:A0B87V), bekannt für seine Cloud-basierte CRM-Software, gab kürzlich die Übernahme des kleinen Technologieunternehmens MuleSoft (WKN:A2DM2V) bekannt. Beide Unternehmen bieten Softwarelösungen für Unternehmen an, aber das war’s auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Doch das ist für Marc Benioff, CEO von Salesforce, und sein Unternehmen kein Zufall, da man ja auf dem Weg ist, zu einem der größten Technologieunternehmen der Welt zu werden.

Ein paar Details

Salesforce kauft MuleSoft für 6,5 Milliarden US-Dollar. MuleSoft, das erst vor etwa einem Jahr an die Börse ging, wird seine kurze, aber bullische Reise für die Aktionäre schon wieder beenden. Die Aktien stiegen um über 90 % gegenüber ihrem Debütpreis, und Salesforce bietet eine weitere Prämie von 36 % gegenüber dem Schlusskurs von 19. März.

Für jede Aktie von MuleSoft erhalten die Investoren 36 US-Dollar in bar und 0,0711 Aktien von Salesforce. Die Unternehmen gehen davon aus, dass die Transaktion noch in diesem Sommer abgeschlossen sein wird.

Was MuleSoft macht

Die erklärte Mission von MuleSoft ist es, „Organisationen dabei zu helfen, sich schneller zu verändern und innovativ zu sein, indem man es erleichtert, die Anwendungen, Daten und Geräte zu verbinden“. Mit der Service Anypoint Platform hilft MuleSoft den Unternehmen, Anwendungsnetzwerke aufzubauen, indem man alle Anwendungen und Daten an einem Ort integriert.

Das ist wichtig, weil MuleSoft erwartet, dass allein im Jahr 2018 800 Milliarden US-Dollar für Integrationsinitiativen ausgegeben werden. Nach eigenen Studien hat das durchschnittliche Unternehmen über tausend Apps im Einsatz, aber weniger als ein Drittel davon sind miteinander verbunden. Mehr als 80 % der befragten Unternehmen geben daher an, dass die Umsätze im nächsten Jahr negativ beeinflusst werden, wenn sie die digitale Transformation nicht umsetzen.

Der Gesamtumsatz von MuleSoft betrug im letzten Jahr nur 296 Millionen US-Dollar, was eine Steigerung von 57 % gegenüber 2016 war. Das ist ein kleiner Bruchteil des gesamten ansprechbaren Marktes, aber das Management sagte, es sei auf dem besten Weg, bis 2021 eine Milliarde US-Dollar zu erreichen. Das erklärt, warum Salesforce daran interessiert ist, für ein so kleines Unternehmen satte 6,5 Milliarden US-Dollar zu zahlen.

Salesforce hat eigene ehrgeizige Ziele. Benioff hat lang angegeben, dass das Unternehmen auf Kurs sei, um in den nächsten Jahren einen Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar zu erzielen — verglichen mit 10,5 Milliarden im Jahr 2017. Noch ehrgeiziger ist ein Umsatzziel von 60 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2034, was es zu einem der größten Technologieunternehmen der Welt machen würde. Wenn Salesforce dieses Ziel erreichen will, müssen andere Dienste zum Angebot hinzugefügt werden.

Wie etwa der Kauf von MuleSoft, der einen neuen Service namens Integration Cloud in die Salesforce-Familie einführen wird. Salesforce ist diese Strategie nicht neu. So kaufte das Unternehmen bereits 2016 Demandware für 2,8 Milliarden US-Dollar, um seine E-Commerce-Abteilung zu starten. Das Unternehmen hat mit solchen Strategien Erfolg gehabt, da es neue Dienstleistungen an bestehende Kunden verkauft und seinen erweiterten Wettbewerbsvorteil zur Gewinnung neuer Kunden hat.

MuleSoft ist jedoch der bisher größte Schritt — ein ehrgeiziger, aber Benioff und das Unternehmen haben in solchen Situationen noch nie gekniffen. Um seine hochgesteckten Ziele in den nächsten anderthalb Jahrzehnten zu erreichen, wird Salesforce Hilfe bei der Erweiterung seines Angebots benötigen. Der Bereich  Integrationsservice wächst schnell, sodass der Kauf von MuleSoft ein Gewinn für alle Beteiligten sein könnte.

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The Motley Fool empfiehlt MuleSoft und Salesforce.com.

Dieser Artikel von Nicholas Rossolillo wurde auf Englisch verfasst und am 23.03.18 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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