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Auch kein Bock mehr auf Riester, Rürup und Co? Hier sind 2 bessere, monatlich zahlende Alternativen

Foto: Getty Images

Viele Deutsche sind es leid. Die klassischen freiwilligen Altersvorsorgelösungen wie Riester- oder Rürup-Renten haben für einen nicht zu unterschätzenden Teil unserer Bevölkerung ihren Reiz verloren. Wie RP Online berichtet, liegen rund 3,3 der insgesamt 16 Millionen Riester-Verträge ruhend, sprich, es gehen keine Zahlungen der Vorsorgenden mehr ein.

Ich habe schon vor einigen Monaten darauf hingewiesen, dass unter anderem Riestern im Vergleich zur privaten Geldanlage mit Aktien in der Regel eher unflexibel und in Teilen vergleichsweise unrentabel ist. Lass uns in diesem Sinne heute zwei monatlich zahlende Alternativen betrachten, die womöglich besser sein könnten:

1) REITs

Eine erste Alternative, die mir beim Lesen dieser Anti-Riester-Schlagzeile direkt in den Sinn kam, sind REITs. Wie du im verlinkten Artikel nachlesen kannst, handelt es sich hierbei um Immobilienfonds, die zum einen steuerprivilegiert sind und sich zum anderen verpflichtet haben, mindestens 90 % ihrer Gewinne in Form von Dividenden an die Anteilseigner auszuschütten. Hier werden Dividendenzahlungen daher prinzipiell sehr großgeschrieben.

Viele der REITs haben sich dadurch zu achtbaren und sogar zuverlässigen Dividendenzahlern gemausert. Realty Income (WKN: 899744) beispielsweise kann inzwischen auf 573 monatliche Dividendenzahlungen in Folge zurückblicken. Zudem wurde die Dividende seit dem Börsengang des REIT insgesamt 96-mal angehoben. Gegenwärtig erhalten hier Investoren 0,2195 US-Dollar monatlich je Aktie, wodurch das Papier auf eine Dividendenrendite von 5,33 % p. a. kommt. Das kann für so manchen Anleger deutlich attraktiver sein als das, was Riester-Verträge nach Abzug der Gebühren so liefern.

Aber selbst wenn Realty Income nicht sonderlich attraktiv auf dich wirkt, so gibt es noch eine Vielzahl anderer REIT-Alternativen, teilweise sogar mit noch höheren Dividendenrenditen.

Wissen solltest du allerdings noch, dass REITs gegenwärtig aufgrund der steigenden Zinsen in den USA unter Druck geraten. Höhere Renditen auf festverzinsliche Wertpapiere lassen derartige Dividendenzahler vergleichsweise weniger attraktiv erscheinen. Nichtsdestoweniger können REITs für die langfristige private Altersvorsorge durchaus interessant sein. Zumal sie, wie gesagt, in vielen Fällen monatlich ausschütten.

2) Monatlich ausschüttende ETFs

Eine zweite Alternative mit monatlichen Ausschüttungen können auch so manche ETFs sein. Der Vorteil eines ETF ist, dass Investoren und Altersvorsorgende bei dem Passivfonds direkt breit und diversifiziert im Markt vertreten sind. Einzelschwankungen aufgrund von schlechten Neuigkeiten bei einzelnen Positionen brauchen Investoren daher nicht ganz so stark zu fürchten, was vom Grundsatz her ideal für die defensive Altersvorsorge ist.

Dennoch sollten gerade angehende Ruheständler auf die Zusammensetzung der ETFs achten. Natürlich gibt es auch bei den monatlichen Ausschüttern eher defensive Zusammensetzungen. So ist beispielsweise grundsätzlich auch ein ETF auf viele verschiedene REITs möglich, der wiederum dann auch monatlich ausschüttet.

Aber es gibt auch monatliche ETFs, die mitunter hochvolatil und dadurch riskanter sein können. Erste Stichworte können beispielsweise high yield, high dividend oder dergleichen sein, die in Teilen auf fallende Dividendenstars sowie deren Comeback wetten. Möglicherweise nicht das richtige Rezept für eher defensiv angehauchte Ruhestandsportfolios.

Zusätzlich empfiehlt es sich, dass du zumindest in Teilen die Strategie des ETF sowie einige größere Einzelpositionen zumindest dem Namen nach kennst. Auch das kann vor so mancher böser Überraschung schützen.

Riester, Rürup und Co muss nicht mehr sein!

Versteh mich nicht falsch. Ich verurteile niemanden, der weiterhin auf Riester, Rürup und Co setzen möchte. Jede private Altersvorsorge dürfte wohl besser sein als keine.

Aber es gibt in der weiten Welt von Aktien und Börse noch andere Alternativen, die womöglich aus weniger Einsatz mehr herausholen können. Vielleicht sollte so mancher Ruhestandsplaner daher seine klassischen Konzepte einmal kritisch hinterfragen und auch andere, attraktive, monatlich zahlende Alternativen in Betracht ziehen.

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Vincent besitzt Aktien von Realty Income. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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