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Starbucks bietet auf seiner Jahreshauptversammlung nur lauwarme Zahlen an

Foto: Starbucks

Starbucks (WKN:884437) ist eine der besten Aktien der letzten Generation. Allerdings ist die jüngste Leistung des Kaffeeimperiums nicht zufriedenstellend. In den letzten zweieinhalb Jahren wurde die Aktien seitwärts gehandelt und hat nur 2 % zugelegt, während der Konkurrent McDonalds (WKN:856958) um 63 % und der breite Markt um 38 % gestiegen ist.

Das einst beeindruckende Wachstum von Starbucks hat sich verlangsamt, da das Umsatz- und Gewinnwachstum nachgelassen hat. Nach einem flächenbereinigten Umsatzwachstum von mindestens 5 % in mehr als 20 Quartalen in Folge betrug das Umsatzwachstum im letzten Quartal nur noch 2 %, nachdem es im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3 % gestiegen war. Zudem hat das Unternehmen sein langfristiges Wachstumsziel für den Gewinn pro Aktie von 15 %-20 % auf 12 % gesenkt.

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Die Anleger, die auf neue Impulse hofften, warteten gespannt auf die Hauptversammlung in dieser Woche. Aber Starbucks hat einfach die gleichen Wachstumsinitiativen angekündigt, die es seit mehr als einem Jahr gibt.

Schwach

Auf der alle zwei Jahre stattfindenden Investorenkonferenz im Dezember 2016 sagte Starbucks, dass das zukünftige Wachstum auf drei wesentlichen Wachstumstreibern beruhen würde. Zuerst sagte das Unternehmen, dass seine Premiumstrategie mit den Reserve Röstereien und Cafés einen positiven Effekt für die Marke verursachen und Kunden anziehen würde, die von Starbucks zu sogenannten Third-Wave-Coffeeshops übergelaufen sein könnten. Diese Kunden neigen dazu, sehr anspruchsvoll zu sein. Zum anderen könnte das Unternehmen durch sein Starbucks-Rewards-Programm und mobile Bestellungen und Zahlungen wachsen. Darüber hinaus zielt das Unternehmen auf eine rasche Expansion in China ab, die der Vorstandsvorsitzende Howard Schultz eines Tages als größer als den US-Markt prognostiziert.

Auf der Aktionärsversammlung wiederholte Starbucks die gleichen Wachstumsinitiativen und sagte, dass es beabsichtige, die digitalen Beziehungen auszubauen, indem es mehr Kunden in sein Rewards-Programm einbeziehen und neue Geschäfte in China mit dem Ziel eröffnen wolle, bis 2021 5.000 Standorte zu erreichen. Zusätzlich konzentriert man sich auf die Premium-Programme, die Reserve-Röstereien und Cafés und die Eröffnung von eigenständigen Princi-Filialen, der italienischen Nobel-Bäckereikette, in die Starbucks investiert hat.

Das Problem bei diesen Initiativen ist nicht, dass sie nicht funktionieren. Immerhin hat sich das Wachstum in China mit einem Umsatzplus von 6 % weiter verstärkt. Mobile Order & Pay repräsentiert nun 11 % der Transaktionen in US-Filialen und hat im letzten Jahr 1,4 Millionen Rewards-Mitglieder in den USA hinzugewonnen, womit sich die Gesamtzahl auf 14,2 Millionen erhöht hat. Auf der letzten Telefonkonferenz sagte Schultz, dass die Umsätze in der neuen Rösterei in Shanghai 14 Mal höher waren als im durchschnittliche Starbucks Café und fügte hinzu: „Wir haben jeden Verkaufsrekord in der Geschichte des Unternehmens gebrochen“.

Es ist nur so, dass diese Rekorde nicht ausreichen, um den anderen Problemen des Unternehmens entgegenzuwirken. Während der Umsatz in China um 6 % stieg, wuchs er in der Region China-Asien-Pazifik nur um 1 %, was auf eine Schwäche in anderen asiatischen Ländern hindeutet, und in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) ging er um 1 % zurück. Unterdessen hat McDonald’s vor kurzem seine McCafes überarbeitet, die einer der Faktoren zu sein scheinen, die das starke Wachstum vorantreiben.

Kannibalisierung ist bei Starbucks auch ein Problem, da der durchschnittliche Laden in den USA jetzt 3,6 andere Starbucks in einem Radius von einer Meile hat.

Die nächste große Idee

Abgesehen von diesen Wachstumsinitiativen könnte sich Starbucks in anderen Bereichen noch verbessern. Zum Beispiel, suchen Restaurantketten quer durch die Bank nach Lieferdiensten, um den Umsatz zu erhöhen und mehr Komfort für die Verbraucher zu bieten, die sich daran gewöhnt haben, alles über das Internet zu bestellen. Als Kaffeekette mit häufigen Kundenkontakten sollte Lieferung für Starbucks selbstverständlich sein. Allerdings wird diese Möglichkeit in den letzten Berichten kaum erwähnt.

Starbucks hat im Jahr 2015 ein eigenes Lieferprogramm für Kunden im Empire State Building in New York gestartet, das jedoch noch nicht erweitert wurde. Sein Menü ist auch an einigen Orten über Drittanbieteranwendungen wie Postmates, Doordash und Grubhub verfügbar, aber wenn Starbucks die Kontrolle über die Lieferung übernehmen würde, könnte es das alles in das Rewards-Programm einbinden und mehr Kontrolle über den Prozess übernehmen.

Auch das Essen bleibt, wie schon seit langem, eine Chance. Der Plan von Starbucks, eigenständige Princi-Filialen zu eröffnen, scheint vielversprechend, aber da nur wenige von ihnen geplant sind, wird es nicht ausreichen, um das Ergebnis zu verbessern. COO Roz Brewer sagte auf der Konferenz, dass das Unternehmen sein Mercato-Menü mit frisch zubereiteten Sandwiches und Salaten bis Ende des Jahres auf mehr als 1.000 Geschäfte ausweiten wird, um den Umsatz bis 2021 zu verdoppeln. Dieser Schritt sollte Wirkung zeigen, wurde aber in der Pressemitteilung nicht als besonderer Schwerpunkt hervorgehoben.

Starbucks braucht nicht unbedingt eine neue Wachstumsinitiative. Ein Wachstum von 2 % bei den Umsätzen und 12 % beim Gewinn pro Aktie sind nicht schlecht, aber es bedeutet, dass das Unternehmen seinen Zenit vielleicht schon überschritten hat.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Starbucks.

Dieser Artikel von Jeremy Bowman erschien am 23.3.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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