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Ja, der amerikanische Markt ist wieder eingebrochen und nein, die Investoren müssen sich keine Sorgen machen

Foto: Getty Images

Ich erinnere mich an das erste Mal, dass ich in einem Flugzeug geflogen bin, nachdem ich es viele Jahre nicht getan habe. Plötzlich, wie es in solchen Situationen der Fall ist, wurde es auf einmal extrem holprig — und dann auch noch wie aus dem Nichts — und ich geriet in Panik. Meine Freunde, mit denen ich unterwegs war, versuchten mich zu beruhigen. Einer brachte mir einen Schluck Wasser, während der andere meine Hand hielt. Aber einer von ihnen, der Vielflieger war, sagte die eine Sache, die mich schließlich beruhigte: „Das ist normal.“

Das bringt uns zu den Ereignissen vom 22. März. Der Dow stürzte 724 Punkte als Reaktion auf drohende Zölle für China und die daraus resultierenden Ängste um einen Handelskrieg. Es war nicht das erste Mal, dass der Index in den letzten Wochen einen Einbruch zu verbuchen hatte. Aber als die Nachricht kam, rief mich ein Freund an und fragte, ob er damit beginnen sollte, einige seiner Investitionen zu verkaufen, bevor es schlimmer wurde. Er war natürlich in Panik geraten, was durchaus Sinn macht – er hatte erst vor etwa einem Jahr begonnen zu investieren und war noch nicht an die Volatilität gewöhnt, die wir in den letzten Monaten gesehen haben.

Am 5. Februar erlebte der Dow seinen größten eintägigen Rückgang in der Geschichte und fiel um 1.175 Punkte. Dann, Ende Februar bis Anfang März, fiel er um weitere 1.100 Punkte über einen Zeitraum von drei Tagen. Der gestrige Kurssturz war nur der letzte in einer Reihe von aktuellen Einbrüchen, aber als ein Freund von mir anfing, in Panik zu geraten, dachte ich an den Flug und die Worte „Das ist normal“.

Volatilität ist nichts Neues. Seit 1950 gab es 36 Korrekturen, bei denen die Börsenwerte um 10 % oder mehr zurückgingen. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass sich der Markt von jeder einzelnen erholt hat. Wenn du also die Nachrichten siehst und dich fragst, ob du dir Sorgen machen sollten, lautet die Antwort: Auf keinen Fall. Das ist normal.

Nicht auf die Nachrichten reagieren

Zu sehen, wie der Wert einer Investitionen über Nacht sinkt,  das ist zweifellos beunruhigend. Aber du musst dabei eine Sache verstehen: bis du nicht verkaufst und deine Verluste realisierst, hast du nichts verloren. Wenn du dein Portfolio inmitten eines Marktabschwungs ansiehst, dann schau mal auf den Betrag, den du erhalten würdest, wenn du an diesem Tag verkaufen würdest. Aber wenn du nicht verkaufst, stehen die Chancen gut, dass die Kurse wieder steigen.

Eine der einfachsten Möglichkeiten, Geld an der Börse zu verlieren, ist, auf negative Nachrichten zu reagieren, und eine der besten Möglichkeiten, Geld an der Börse zu verdienen, ist, geduldig und langfristig orientiert zu sein. Historisch gesehen ist der Aktienmarkt viel stärker gestiegen als er gefallen ist, und wenn du deine Investitionen über einen längeren Zeitraum hältst, ist es wahrscheinlicher, dass du am Ende Gewinn dabei machst.

Wenn es um deinen Notgroschen geht, der für Notfälle reserviert bleiben sollte, dann ist die Bank hier der bessere Ort als die Börse. Das liegt daran, dass du möglicherweise in eine Situation geraten könntest, in der du plötzlich Geld abheben musst, und wenn du gezwungen bist, eine Investition während eines Abschwungs zu liquidieren, könntest du tatsächlich Geld verlieren. Aber wenn wir über Geld sprechen, das für den Ruhestand oder einen anderen weit entfernten Punkt in der Zukunft investiert wird, brauchst du dir um die Volatilität keine Sorgen zu machen. Weil das alles normal ist.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 23.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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