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Audi bereitet sich auf die direkte Konfrontation mit Tesla vor

Foto: Getty Images

Der deutsche Luxuswagenhersteller Audi AG (WKN:675700) hat in der vergangenen Woche einen Fehdehandschuh geworfen: Er zeigte ein Foto einer kommenden elektrischen Luxuslimousine, die ganz klar auf Teslas (WKN:A1CX3T) wegweisendes Model S ausgerichtet ist.

Der Audi e-tron GT dürfte nach einem SUV und einem sportlichen Crossover das dritte Tesla-ähnliche Fahrzeug der deutschen Luxusmarke sein. Wir wissen noch nicht viel darüber. Aber wenn du noch Zweifel hattest, dass Audi mit seinen Elektrofahrzeugen das Auto-Start-up im Silicon Valley angreift, dann wird dir dieses Foto sicher nicht gefallen.

Was wir bisher wissen.

Der e-tron GT von Audi ist ein direkter Konkurrent für das Model S

Abgesehen davon, dass Audi-Chef Rupert Stadler 2016 sagte, sein Unternehmen habe einen Konkurrenten in der Entwicklung, ist in diesem Tweet von Audi Sport vom vergangenen Donnerstag fast alles enthalten, was wir bisher über den Audi e-tron GT wissen.

@audisport
Hier ein Blick in die elektrifizierte Zukunft von Audi Sport – der erste Entwurf des Prototypen Audi e-tron GT! Der viertürige Gran Turismo mit reinem Elektroantrieb wird bis zum Jahr 2020 die Speerspitze von Audi Sport sein. #AudiSport #etron #LeagueofPerformance

Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte, dann ist das abgedunkelte Foto des Prototyps e-tron GT eins davon. Es ist ein Viertürer mit Profil und Dachlinie, der stark an klassische zweitürige Grand-Tourenwagen von Unternehmen wie Aston Martin und Maserati erinnert – eine zeitlose Form, aber voll auf dem neuesten Stand.

Das beschreibt natürlich auch treffend die Form von Teslas Model S und macht deutlich, wo der e-tron GT in zwei Jahren liegen wird – als dritter in einer neuen Reihe von Elektro-Audis, die den Kampf mit Tesla aufnehmen wollen.

Umfangreiche Vorserienerprobung der ersten batterieelektrischen Audis

Der erste Tesla-Herausforderer ist eine Serienversion des elektrischen Luxus-SUV, den Audi erstmals im Jahr 2015 zeigte. Der e-tron wurde Anfang des Monats auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert.

Bereits im Jahr 2015 sagte Audi, dass der e-tron mit drei Motoren ausgestattet sein wird, von denen einer die Vorder- und zwei die Hinterräder antreiben, und mit einer 95-Kilowattstunden-Batterie (kWh), die eine Reichweite von „über 500 Kilometern“ haben soll. (Man kann also eine Nennreichweite von etwa 280 Meilen im strengen U.S. EPA-Testzyklus erwarten.)

Vor Kurzem hat Audi gesagt, dass die Serienversion mit einem 150-Kilowatt-DC-Schnellladegerät in knapp 30 Minuten wieder aufgeladen werden kann. (Audi verwendet den Combined Charging Standard oder CCS, der eine langsame AC- oder schnelle DC-Ladung ermöglicht.)

In einem klaren Seitenhieb gegen Tesla, das nur sehr begrenzte Vorproduktionstests durchführt, sagte Audi, dass seine Flotte bereits über 3 Millionen Meilen bei Temperaturen von unter minus 20 Grad Celsius bis über 50 Grad Celsius  zurückgelegt hat. Audi betonte, dass das Unternehmen auch umfangreiche Tests seiner Aufladetechnik unter diversen Bedingungen auf der ganzen Welt durchführt.

Unterm Strich: Die Produktionsversion des e-tron, der vermutlich als Q6 auf den Markt kommen wird, sollte sehr zuverlässig sein, wenn er Ende dieses Jahres in Europa bei den Händlern eintrifft. Er wird in der ersten Jahreshälfte 2019 auch auf anderen Weltmärkten, unter anderem in den USA, eintreffen.

Eine ganze Reihe von Plug-in-Audis ist unterwegs

Dem e-tron SUV wird voraussichtlich 2019 eine Serienversion des im vergangenen Jahr vorgestellten e-tron Sportback-Konzepts folgen. Es handelt sich um einen sportlichen, kompakten Crossover-SUV, der sich zumindest in Form eines Showcars den Antriebsstrang und das Batteriepack mit dem e-tron SUV teilt. Dann wiederum wird, wie wir jetzt wissen, im Jahr 2020 der e-tron GT folgen.

Wie geht es weiter? Stadler hat „mehr als 20 Elektroautos und Plug-in-Hybride bis 2025“ versprochen, die Teil des massiven (und massiv finanzierten) Vorstoßes der Konzernmutter Volkswagen AG (WKN:719000) sind, um eine Reihe von batterieelektrischen und Hybridfahrzeugen über alle Marken hinweg auf den Markt zu bringen.

Ich vermute, dass die Markteinführung und die Bauqualität des e-tron, ganz zu schweigen von der Innenausstattung, einen starken Kontrast zu den bisherigen Teslas darstellen wird, die durch monatelange Produktionsanläufe, schlechte Panelanpassungen und Zuverlässigkeitsprobleme gekennzeichnet waren. Es könnte eine ernüchternde Erfahrung für Fans und Investoren des Emporkömmlings aus dem Silicon Valley werden.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 18.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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