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1 Sache, die Tesla eher früher als später machen muss

Foto: The Motley Fool.

China ist seit langem das gelobte Land für viele globale Autohersteller: Im Jahr 2007 entfielen auf China etwa 10 % der weltweiten Autoumsätze, und im Jahr 2017 waren es bereits rund 30 %. China ist nicht nur für diesen großen Teil des weltweiten Umsatzes verantwortlich, es gibt auch noch Wachstumspotenzial, weil die Mittelklasse in China wächst. Für Tesla (WKN:A1CX3T) ist China mehr als nur Autoverkäufe; Elektrofahrzeuge werden von der Regierung stark vorangetrieben, und deshalb muss Tesla ein Werk im Land eröffnen.

Was ist daran so schlimm?

Es ist eine bekannte Tatsache, dass ausländische Autohersteller mit einem inländischen chinesischen Autohersteller zusammenarbeiten müssen, um einen  Einfuhrzoll von 25 % zu vermeiden. Das ist krass, aber China versteht, dass der massive Markt verlockend genug ist, dass die Autohersteller sich fügen. Darüber hinaus hat die chinesische Regierung bis 2020 auf die Umsatzsteuer für Elektrofahrzeuge verzichtet — verglichen mit einer 10-prozentigen Verkaufssteuer für andere Fahrzeuge — was die Nachfrage ankurbelt.

Bis jetzt ist jedoch Tesla, der bekannteste US-Elektroautomobilhersteller, nicht in der Lage gewesen, ein Werk in China zu eröffnen, obwohl die Regierung die Bürger dazu anregt, Elektrofahrzeuge zu kaufen, um weitere Umweltverschmutzung zu vermeiden. Die Strategie der Regierung hat sich bewährt: Im Jahr 2017 stieg der Pkw-Umsatz in China um bescheidene 1,4 % auf 24,72 Mio. und verlangsamte sich damit gegenüber dem Vorjahreswachstum von 15 %. Der Absatz von Elektrofahrzeugen in China stieg dagegen um 53 % auf 777.000 Einheiten.

Warum dauert das so lange?

Es ist nicht so, als hätte Tesla die Idee ganz abgelehnt, ein Werk in China zu eröffnen. Das Unternehmen hat mit den Behörden in Shanghai zusammengearbeitet, um eine Lösung zu finden, aber die beiden Parteien sind sich nicht einig über die Einzelheiten des geplanten Werks geworden. „Die derzeitigen Regeln machen die Dinge sehr schwierig. Es ist wie bei einem olympischen Rennen mit Bleischuhen“, schrieb Teslas CEO Elon Musk, laut Reuters.

Das Problem ist die Anforderung, der andere globale Autohersteller nachgegeben haben: die Annahme eines Joint Ventures mit einem chinesischen Autohersteller. Tesla will das Werk vollständig besitzen. Würde Tesla jedoch das nicht ideale Szenario eines Joint Ventures akzeptieren, könnte das Unternehmen die Fahrzeuge zu einem günstigeren Preis auf dem größten Automobilmarkt der Welt produzieren.

„Es wird eine enge Sache für Tesla werden“, sagte Bill Russo, CEO der in Shanghai ansässigen Automobility Ltd., nach Angaben von Bloomberg. „Wenn du doppelt so teuer bist wie die Konkurrenz, dann wirst du immer zu kämpfen haben.“

Ein Joint Venture würde sicherlich etwas von der Rendite von Tesla und den Aktionären des Unternehmens einsaugen, und das Risiko besteht, dass der chinesische Autohersteller ein oder zwei Dinge von Tesla und den Fahrzeugen des Unternehmens lernt, aber das Wachstum ist dieses Risiko wert. Denke daran, dass die EV-Verkäufe in China bis 2018 auf über 1 Million steigen könnten, und das Ziel der Regierung für 2025 ist eine atemberaubende Zahl von 7 Millionen Fahrzeugen pro Jahr.

Im Jahr 2015 betrug der Umsatz von Tesla in China 318,5 Millionen US-Dollar. Dieser Wert sprang auf 1,07 Milliarden US-Dollar in 2016 und 2,03 Milliarden US-Dollar in 2017 – stell dir vor, was passieren würde, wenn die Zölle durch ein Werk in China vermieden werden könnten? Im November kommentierte Musk während einer Telefonkonferenz, dass das Unternehmen mindestens drei Jahre davon entfernt sei, Fahrzeuge in China zu produzieren. Kompromisslos zu sein ist großartig, und verhandeln ist wichtig, aber als Investor finde ich, Tesla sollte einfach dem Joint Venture zustimmen!

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Daniel Miller auf Englisch verfasst und am 16.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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