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Ist Bitcoin die Tulpenmanie der Gegenwart?

Foto: Getty Images

Das Wort Tulpenmanie beschreibt eine der berühmtesten Vermögensblasen der Geschichte. Es zeigt, dass Anleger den Preis eines jeden Vermögenswertes auf ein Niveau anheben können, das wenig oder gar keine Ähnlichkeit mehr mit seinem praktischen Wert aufweist. Bei den Tulpen handelte es sich um etwa das Zehnfache der durchschnittlichen damaligen Jahresgehälter, was zeigt, dass die Blase außergewöhnlich riesig war.

Die vielleicht offensichtlichste moderne Version der Tulpenmanie ist wohl Bitcoin. Eine Coin wurde bei fast 20.000 Dollar gehandelt, obwohl sie offensichtlich nur einen begrenzten realen Wert hat. Könnte Bitcoin also dasselbe Schicksal ereilen wie die Tulpen des 17. Jahrhunderts?

Volatile Preise

Natürlich könnte man sagen, dass Bitcoin seinen Niedergang bereits begonnen hat. Nachdem die Währung im Dezember fast 20.000 Dollar erreicht hatte, fiel sie auf weniger als die Hälfte dieses Betrags. Dies gibt Aufschluss darüber, wie volatil die virtuelle Währung bleibt. Obwohl es mittlerweile relativ bekannt ist und häufig in den Medien besprochen wird, bewegt sich sein Preis in relativ kurzer Zeit immer noch stark in beide Richtungen. Diese hohe Volatilität könnte sich mittelfristig fortsetzen.

Eingeschränkte Anwendung

Während die von Bitcoin verwendete Blockchain-Technologie eine Reihe zukünftiger Anwendungen haben könnte, scheint die Währung selbst in ihrer potenziellen Verwendung etwas eingeschränkt zu sein. Natürlich könnte es virtuelle Währungen geben, die langfristig an die Stelle der traditionellen Währungen treten. Da Bitcoin jedoch auf einen bestimmten Betrag begrenzt ist, ist es unwahrscheinlich, dass es groß genug ist, um ein erfolgreicher Ersatz zu werden.

Außerdem scheint es, als wäre es zu früh, um eine Kryptowährung massenhaft einzuführen. Die Regulierungsbehörden scheinen ihre Annahme nicht sonderlich positiv zu bewerten, und es könnten Verordnungen erlassen werden, die ihre Anwendung erheblich erschweren. Es gibt auch Herausforderungen bei der Verwendung von Bitcoin. So ist es z.B. nicht möglich, Transaktionen rückgängig zu machen, während die Infrastruktur der virtuellen Währung zu fehlen scheint.

So wie die reale Verwendung von Tulpen sehr begrenzt war, scheint Bitcoin auch für den Durchschnittsmenschen im Moment wenig attraktiv zu sein. Dies könnte seine langfristige Performance einschränken und dazu führen, dass keine weiteren Kursgewinne generiert werden.

Die Stimmung der Anleger

Das heißt natürlich nicht, dass der Preis der Krypto-Währung fallen wird. Wie die Tulpenmanie gezeigt hat, können Anleger viel zu optimistisch sein, wenn es um ein Vermögen geht. Und das kann im Laufe der Zeit zur Bildung einer Blase führen, die früher oder später platzt.

Da Bitcoin keine wirkliche Anziehungskraft besitzt, außer als potenzieller Diversifikator eines Portfolios oder weil es weniger positiv mit der Wirtschaft korrelierte Renditen bieten kann, scheint seine langfristige Zukunft als Investment begrenzt zu sein.

So könnte der Kauf es einem Anleger ermöglichen, weiteres Wachstum der Bitcoin-Blase zu genießen. Aber in diesem Szenario ist Timing alles. Und Anleger, die nicht rechtzeitig verkauft haben, werden den Wert ihrer virtuellen Währung in kurzer Zeit sinken sehen.

Dieser Artikel von Peter Stephens erschien am 10.3.18 auf Fool.sg. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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