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Waymo möchte die Öffentlichkeit überzeugen, dass selbstfahrende Autos sicher sind

Foto: Google

Es sind aufregende Zeiten in der Welt der Technik und vielleicht nervenaufreibende Zeiten, wenn man ein Taxi fährt oder für Uber tätig ist. Top-Führungskräfte sagen immer häufiger, dass die Welt der selbstfahrenden Autos auf uns zukommt, und sie könnten bald in eine Stadt in deiner Nähe kommen, mit freundlicher Genehmigung von First-Mover Waymo, einem Tochterunternehmen von Alphabet (WKN:A14Y6H).

Alphabet gab kürzlich bekannt, dass es in diesem Jahr eine Waymo-App auf den Markt bringen würde, und bestellte kürzlich Tausende von Pacifica-Minivans von Fiat Chrysler (WKN:A12CBU), die Waymo mit seiner eigenen LiDAR-Technologie nachrüsten wird, die Laser zur Entfernungsmessung und Identifizierung von Objekten verwendet. Das Unternehmen hat in Phoenix sein Early Rider Program durchgeführt, bei dem Nichtmitarbeiter mit Waymo-Angestellten mitfahren, und Waymo plant, das Programm auf den Transport von Passagieren ohne Mitarbeiter hinter dem Steuer auszudehnen.

Es gibt nur ein kleines Problem: Die Leute sind immer noch vorsichtig, wenn sie ihr Leben einem Roboter in die Hand geben sollen.

Eine Vollbremsung?

Während die Technologie selbstfahrender Autos inzwischen die Rückendeckung von vielen Regierungen wegen ihres Potenzials hat, die Sicherheit wirklich zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden, zeigen neue Zahlen, dass die Amerikaner noch zurückhaltend sind. Möglicherweise liegt das daran, dass sie alptraumhafte Parodien von selbstfahrenden Autos im Fernsehen gesehen haben.

In einer kürzlich durchgeführten Gallup-Umfrage gaben 54 % der Amerikaner an, dass es unwahrscheinlich sei, dass sie selbstfahrende Autos benutzen würden, wobei 59 % sagten, dass es für sie ein unangenehmer Gedanke sei, in solch einem Auto zu fahren. Bei der Umfrage, die im vergangenen September und Oktober durchgeführt wurde, wurden 3.297 Personen befragt.

Solange die Technologie der selbstfahrenden Autos noch in einer frühen Phase ist, werden die Unternehmen noch einige Arbeit damit haben, die Öffentlichkeit darauf vorzubereiten – und zu beruhigen.

Sicherheit geht vor

Das Top-Management von Alphabet und Waymo war wahrscheinlich schon auf diese Zurückhaltung eingestellt. Deshalb hat Waymo-CEO John Krafcik behauptet, dass Waymos Mission nicht darin besteht, selbstfahrende Autos zu bauen, sondern „der erfahrenste Fahrer der Welt“ zu werden.

Bei Alphabets jüngster Telefonkonferenz sagte CFO Ruth Porat:

„Wir freuen uns sehr über die jahrelange Arbeit an der Technologie, bei der es wirklich um Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit und die Entwicklung der Technologie sowie der Plattform ging. Jetzt sind wir in einer Position, in der wir die Möglichkeit haben, den Menschen Nutzen zu bringen und sie von dem, was wir entwickelt haben, profitieren zu lassen. Ich denke, dass die Sicherheit ein entscheidender Faktor war, und es für die Städte wirklich spannend ist im Hinblick darauf, was es bedeutet, die eigenen Ressourcen zu optimieren.“

In einem kürzlich erschienenen Blog-Post meldete Waymo eine Best-in-Class-Ausfallrate von 0,18-mal pro tausend Meilen, die letztes Jahr in Kalifornien gefahren wurden. Das ist die Anzahl der Male, in denen ein Mensch eingreifen und die Kontrolle über ein selbstfahrendes Auto übernehmen muss.

Diese Zahlen liegen weit vor denen von General Motors (WKN:A1C9CM), das als nächstbester Wettbewerber mit einer Rate von 0,8 folgt — darüber hinaus Waymo fuhr ungefähr dreimal so viele Meilen wie GM in dieser Zeit. Im Jahr 2017 fuhr Waymo insgesamt 2 Millionen Meilen in der „realen Welt“, zusätzlich zu 2,7 Milliarden Meilen in der Simulation.

Nicht nur Lippenbekenntnisse

Über die Worte und Statistiken des Managements hinaus hat Waymo vor Kurzem ein neues Video veröffentlicht, das zum Teil Ankündigungen zum Thema Sicherheit und zum Teil das Tutorial zur Waymo-Technologie enthält. Das Video wurde in einem selbstfahrenden Auto gedreht, das sich durch die Straßen einer Stadt bewegt (die aussehen, als ob sie in Phoenix wären). Ein Sprecher erklärt, wie das Auto mit einem Mix aus LiDAR-, Radar- und Videokameras Objekte erkennt.

Innerhalb eines von Waymo ausgestatteten Chryslers gibt es sogar noch mehr Funktionen für Kunden, die auf die Beruhigung der Passagiere ausgerichtet sind, zum Beispiel ein Panel an der Decke im hinteren Bereich, mit dem die Passagiere den Waymo-Support telefonisch erreichen, die Türen verriegeln und entriegeln oder das Auto anweisen können, an die Seite zu fahren. Und ein Bildschirm an der Rückseite der Sitze in der ersten Reihe zeigt den Fahrgästen in Echtzeit, was das Fahrzeug in seinem Umfeld sieht. Ein Reporter beschrieb es als einen Blick auf ein detaillierteres GPS.

Kann Waymo den Mainstream auf Trab bringen?

Die Führung von Waymo war überzeugt, dass das Unternehmen den Sprung in den Technologie-Mainstream eher früher als später schaffen würde, seit Waymo Ende 2016 als eigenständige Einheit aus dem Alphabet-Konzern ausgegliedert wurde. Das Unternehmen hat die Führungsposition bei den gefahrenen Meilen und in den Sicherheitsstatistiken inne und beobachtet genau den Markt, um diesen First-Mover-Vorteil zu Geld zu machen. Aber aus den jüngsten Gallup-Zahlen geht hervor, dass die größte Aufgabe nicht auf der technologischen Seite liegt, sondern in der Kunst der Überzeugungsarbeit.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien) und Alphabet (C-Aktien).

Dieser Artikel wurde von Billy Duberstein auf Englisch verfasst und am 10.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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