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Deutsche Bank: Ein interessanter Vergleichswert zu den umstrittenen Mitarbeiter-Boni

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Die Deutsche Bank (WKN: 514000) hat es wieder einmal geschafft, sich mit Negativschlagzeilen in der Medienwelt breit zu machen. Anlass sind, wieder einmal, umstrittene Bonuszahlungen, die an die Mitarbeiter fließen sollen. Tja, eigentlich nix Neues.

Wenn du mich fragst, wird das Ausmaß dieser aktuellen Bonuszahlungen jedoch erst recht deutlich, wenn man diese in ein Verhältnis zu einer anderen Neuigkeit setzt, die beinahe nebensächlich im Umfeld der Deutschen Bank umhergeistert.

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DWS-Börsengang im quantitativen Vergleich

Wie du dir vielleicht denken kannst, spiele ich auf den Börsengang der Deutsche Bank-Tochter DWS an. Wie kürzlich im Detail bekannt geworden ist, sollen 40 Millionen Aktien der DWS, beziehungsweise 20 Prozent eben jener Beteiligung beim Börsengang veräußert werden. Der Aktionär berichtete diesbezüglich, dass damit insgesamt bis zu 1,8 Milliarden Euro eingenommen werden könnten.

Definitiv ein enormer Batzen Geld für die tendenziell noch kriselnde Bank. Aber scheinbar würde dieser Einnahmeberg nicht einmal ausreichen, um die üppigen, und, wie gesagt, umstrittenen Mitarbeiterboni wett zu machen. Hierfür werden nämlich mehr als 2 Milliarden Euro angepeilt.

Vielleicht keine Korrelation, aber…

Kritiker mögen womöglich mit Fug und Recht behaupten, dass noch keine konkrete Korrelation zwischen den üppigen Bonuszahlungen und dem Börsengang der DWS bekannt gegeben wurde. Nichtsdestoweniger finde ich es bemerkenswert, welches Ausmaß diese Prämien, selbst in nach wie vor schwierigen Zeiten, angenommen haben.

Auch wenn man es vielleicht damit rechtfertigen mag, dass diese Zahlungen eine Investition in wertvolles Personal sowie die Konkurrenzfähigkeit seien, bleibt für Anleger unterm Strich lediglich ein bitterer Beigeschmack übrig: Denn wieder einmal müssen die Aktionäre nach turbulenten Jahren fassungslos dabei zusehen, wie lediglich das Personal fürstlich entlohnt wird.

Was das über das Management und die Aktionärspolitik aussagt, sollten Interessierte und Investoren wohl dringend einmal überdenken.

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