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Was zum Teufel denkt sich Trump bei diesen Zöllen?

Foto: Getty Images

Die Idee der US-amerikanischen Zölle auf Stahl und Aluminium ist schlichtweg dumm.

Nicht, dass das ein so großer Schock wäre. Donald Trump hat immer wieder „America first“ geschrien. Er hat auch wiederholt gezeigt, dass er nicht in der Lage ist, das große Ganze zu sehen. Aus dieser beschränkten Perspektive erscheint die Erhebung von Zöllen auf ausländische Produkte zur Unterstützung lokaler Produzenten wie eine „America first“-Politik.

Natürlich, wenn man sich einmal der Scheuklappen entledigt hat, dann ergibt das alles keinen wirklichen Sinn. Wenn jemand Amerika – oder [Land hier einfügen] – an die erste Stelle setzen wollte, dann täte er gut daran, starke grenzüberschreitende Wirtschaftspartnerschaften und Kooperationen zu schaffen. Das würde die ökonomischen Prinzipien nutzen, die zum Fortschritt beigetragen haben. Ich spreche von der Art Fortschritt, die die Welt von einer Zeit, in der lokale Produzenten teure, kleine Chargen von Produkten herstellten, befreit und zu einem Ort gemacht hat, in dem multinationale Produzenten zu niedrigen Kosten produzieren und zu einem höheren Lebensstandard in der ganzen Welt beitragen.

Aber das ist die Art von weitsichtigem Denken, für die Mr. Trump anscheinend keine Zeit hat. Und hey, warum nicht einfach Adam Smith und alles, was wir seitdem gelernt haben, vergessen?

Das Umdenken in Richtung Protektionismus ist es wert, von den Investoren beobachtet zu werden. Protektionistische Politik ist in der Regel nicht gut für ein Land, das denkt, dass es sich selbst schützt, und sie ist auch nicht gut für die Handelspartner dieses Landes. Vor allem, weil Protektionismus dazu neigt, Protektionismus zu erzeugen.

Obwohl wir wirtschaftliche Entwicklungen wie diese nicht ignorieren wollen, wollen wir ihnen auch nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken oder sie uns von unserer Kernaufgabe ablenken lassen, großartige Unternehmen zu finden, in die wir investieren können.

Mein Freund hat kürzlich Folgendes retwittert:

[Die Schlagzeilen der nächsten Wochen (oder Monate):
Aktien im Rückgang, als Investoren sich über Zölle sorgen
Aktien steigen, als Zölle-Sorgen sinken
Aktien unverändert, da Zölle Bullen und Bären gleichermaßen betreffen
Je nach Bedarf wiederholen]

Das ist lustig … weil es absolut wahr ist. Wir sehen solche Schlagzeilen bereits. Und wenn wir nicht vorsichtig sind, dann passiert es uns vielleicht, dass wir diesen Zöllen mehr Bedeutung beimessen, als wir sollten.

Es gibt einen Grund, warum es kaum Investoren gibt, die mit Wetten auf solche Ereignisse erfolgreich waren. Das liegt daran, dass die Ergebnisse außerordentlich schwer vorherzusagen sind. Politiker sind wankelmütig – und Donald Trump mehr als die meisten – und die Art und Weise, wie die stark verzweigte und verzahnte Weltwirtschaft auf eine bestimmte Entwicklung reagiert, kann oft zu unerwarteten Ergebnissen führen.

Wenn du dich also dabei ertappen solltest, wie du dich ungläubig am Kopf kratzt und nicht weiß, was du von der ganzen Sache halten sollst – ob du vielleicht deinen Investitionsansatz ändern solltest? – dann solltest du vielleicht die Fragen beiseite lassen und dich darauf konzentrieren, nach Unternehmen zu suchen, in die du investieren kannst. Für die überwiegende Mehrheit der Unternehmen werden die Stärke ihrer Wettbewerbsvorteile, die Qualität ihres Managements und die Stabilität ihrer Bilanzen weitaus größere Auswirkungen haben als das Ergebnis dieser Zölle.

Und jetzt wollen wir einen Blick auf die Top-Artikel der letzten Woche auf Fool.de werfen.






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