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Öl-Investoren aufgepasst! So plant Trump das amerikanische Öl „Great Again“ zu machen

Foto: Getty Images

Trump hat echt viel vor! Neben den gerade bekannt gewordenen Plänen, die EU und Teile der restlichen Welt durch Strafzölle auf Stahl und Aluminium zu piesacken, ist es ihm ein großes Anliegen, die heimische Ölproduktion wieder Great Again zu machen.

Doch welche Strategie verfolgt Präsident Trump hierbei? Und welche Auswirkungen wird das auf den Ölmarkt sowie gängige Ölaktien haben? Müssen wir uns etwa wieder vor heftigen Überangeboten mit eklatanten Auswirkungen auf gängige Ölpreisnotierungen vorbereiten?

Fragen über Fragen, mal wieder. Versuchen wir auch für diese zweifellos relevanten Aspekte Antworten zu finden.

Trumps Pläne für den US-Ölmarkt

Wie es aussieht, verfolgt US-Präsident Trump bei seinem Öl-Vorhaben eine mehrschichtige Strategie. Insgesamt drei unterschiedliche Ansatzpunkte konnte ich bei meinen Recherchen ausfindig machen, die Investoren in Bezug auf seine Pläne wohl besser auf dem Schirm haben sollten.

Ein erster Ansatzpunkt in Trumps Maßnahmenkatalog ist infrastruktureller Natur. Wie es scheint, möchte Trump den Ausbau der vorhandenen Leitungen mit allen Mitteln vorantreiben, um Amerikas Ölnetzwerk weiterhin zu stärken. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang beispielsweise sein Vorantreiben der umstrittenen Keystone XL-Pipeline, die von Kanada bis an den Golf von Mexico reichen und ein tägliches Volumen von bis zu 830.000 Barrel Öl transportieren soll. Im vergangenen Frühjahr hat Präsident Trump hier bereits ziemlich zügig die Genehmigung erteilt.

Außerdem möchte Trump viele neue Gebiete freigeben, die zu Explorationszwecken genutzt werden können. Kolportiert werden gegenwärtig vor allem seine Vorhaben in den Küstenregionen von Amerika sowie in der Antarktis. Sein Fünfjahresplan sehe diesbezüglich vor, mehr als 400 Millionen Hektar für Ölbohrzwecke freizugeben beziehungsweise relativ gesehen die Quote an für Bohrungen freigegebenen Flächen in diesen Regionen von 6 % auf ca. 90 % zu steigern. Bei so einer Aussicht könnte so manchem Urlauber künftig wohl die Lust an dem einen oder anderen Strand in den USA vergehen.

Letztlich scheint Trump ebenfalls die Regulierungen für die Ölförderungen lockern zu wollen. Wie Die Zeit berichtet, versucht die US-Regierung an den höheren Standards zu deixeln, die seit der Deep Water Horizon-Katastrophe im Jahre 2010 für Ölexplorationen in den Vereinigten Staaten gelten.

Welche Auswirkungen könnte das haben?

Die Folgen dieser Make-US-Oil-Great-Again-Vorhaben könnten so vielschichtig sein, wie die Ansatzpunkte selbst. Zum einen könnten die Vereinigten Staaten alleine mit dieser Marschroute für eine nicht unerhebliche Steigerung der Angebotsseite innerhalb des Ölmarktes sorgen. Sowohl die Freigabe von weiteren Flächen als auch der Abbau der Regulierungen könnten die Ölförderung innerhalb der USA wieder attraktiver und angesichts niedrigerer Sicherheitsstandards womöglich wieder kostengünstiger machen. Es wird daher bereits gemutmaßt, dass die USA langfristig gesehen sogar zum weltgrößten Ölförderer aufsteigen werden.

Die Chancen stehen auch nicht schlecht, dass die generellen Pläne Trumps für Ärger bei anderen Ölproduzenten führen werden. Es sollte für sämtliche Verfolger des Ölmarktes eigentlich kein Geheimnis mehr sein, dass die Konkurrenzsituation im Ölmarkt innerhalb der letzten Jahre immer mal wieder in Ektasen ausgeschweift ist. Sofern sich die OPEC durch ein Erstarken der USA im Ölmarkt bedroht fühlt, könnten auch die OPEC-Mitgliedsstaaten wiederum die Produktion hochfahren, um allein durch zusätzliche Masse zu versuchen, die US-Produzenten aus dem Markt  zu drängen sowie eigene Anteile am Ölmarkt zu sichern. Provokationspotenzial beinhalten die von Trump angestrebten Maßnahmen daher allemal.

Aber letztlich wird die Zeit zeigen, welche Maßnahmen Trump im Weiteren wirklich angehen und konsequent verfolgen wird und welche Reaktionen diese im Markt und bei der Angebotsseite des Öls hervorrufen werden. Nur so viel sei zum Schluss noch gesagt: Gute Neuigkeiten für alle Investoren im Ölmarkt sehen in meinen Augen dann doch anders aus.

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