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3 Technologie-Aktien, die man nicht babysitten muss

Foto: The Motley Fool.

Investoren behalten natürlich gerne den Überblick über ihre Aktien. Aber ständig überprüfen zu müssen, wie ein Unternehmen arbeitet, was sein Management sagt oder ob es sich in die richtige Richtung bewegt, ist nicht das, was ein Investor tun will.

Wenn du einige große Technologieunternehmen in Betracht ziehen solltest, aber nicht jeden Abend vor dem Schlafengehen zwei Antazida einnehmen willst, dann solltest du vielleicht Alphabet (WKN:A14Y6H), Amazon.com (WKN:906866) und Netflix (WKN:552484) in Betracht ziehen. Wenn du in der Vergangenheit überlegt hast, dir diese Aktien zuzulegen, sie aber nicht deinem Portfolio hinzugefügt hast, sind hier ein paar Erinnerungen, warum diese Unternehmen keinen Babysitter benötigen.

Eine Wette auf E-Commerce- und Cloud-Computing

Ich fühle mich verpflichtet, diesen Abschnitt über Amazon einzuleiten, indem ich zuerst anerkenne, dass die Aktien des Unternehmens teuer sind – Amazons Aktienwert liegt aktuell etwa 98-mal so hoch wie die prognostizierten Gewinne des Unternehmens. Bei diesem Wert könnten einige Anleger bereits das Bedürfnis verspüren, Amazon genau im Auge zu behalten. Aber ich habe es zu dieser Liste hinzugefügt, weil Amazon eines der besten Beispiele für ein Unternehmen ist, das weiß, wie man seine Einnahmen diversifiziert, in neue Märkte expandiert und ein Ökosystem aufbaut, das seine Kunden dazu bringt, wiederzukommen.

Nehmen wir zum Beispiel die E-Commerce-Plattform des Unternehmens. Im vierten Quartal 2017 erwirtschaftete Amazon einen Umsatz von mehr als 55 Milliarden US-Dollar und hat seine Prime-Services weiter ausgebaut. Es gibt schätzungsweise 90 Millionen Prime-Mitglieder, die nicht nur kostenlosen Versand ihrer Bestellungen bis zum nächsten Tag erhalten, sondern auch Video- und Musik-Streaming-Dienste und andere Vorteile. Amazon sorgt dafür, dass die Kunden wiederkommen, indem das Unternehmen durch diese Services einen Mehrwert schafft, aber auch, indem es seinen Kunden mehr Möglichkeiten zur Interaktion mit der eigenen Plattform bietet. Amazon verwendet seinen Sprachassistenten Alexa und seine Echo-Lautsprecher und Fire-Tablets, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, einfach über seine Website zu bestellen. Dies hat sich bereits als erfolgreiche Strategie erwiesen: Die Besitzer von Echo-Lautsprechern geben, verglichen mit Prime-Mitgliedern ohne Echo, 400 US-Dollar pro Jahr zusätzlich bei Amazon aus.

Aber einer der wichtigsten Gründe, warum die Investoren die Amazon-Aktie nicht babysitten müssen, liegt in den Cloud-Computing-Services des Unternehmens, Amazon Web Services (AWS). Amazon deckt bereits etwa 40 % des Marktes für Public Cloud-Computing über AWS ab und der Service leistet einen enormen Beitrag zum Endergebnis von Amazon. Der Gesamtmarkt für Cloud-Computing wird bis 2020 einen geschätzten Wert von 411 Milliarden US-Dollar haben und Amazons frühe Führungsposition in diesem Markt wird wahrscheinlich nicht in absehbarer Zeit angegriffen werden können.

Das Tech-Konglomerat

Bei so vielen Stärken stellt sich die Frage, wo man anfangen soll. Erstens ist Google auch im Bereich Cloud-Computing ein starker Konkurrent – es belegt derzeit den dritten Platz hinter Amazon und Microsoft. Aber Google nutzt seine Fähigkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), um Entwickler und Unternehmen dazu zu bewegen, ihre Cloud-Plattform zu buchen.

Google ist der Meinung, dass Cloud-Computing nach der Werbung der nächste große Umsatzbringer sein könnte, und es gibt keinen Grund, warum das Unternehmen nicht mehr Marktanteile in diesem Bereich erreichen kann, wenn man seine Führungsposition, sein Talent und seine Ressourcen berücksichtigt.

Alphabet hat seine Hände überall drin – von intelligenten Lautsprechern über künstliche Intelligenz bis hin zum Verkauf eigener Hardware. Die KI-Aktivitäten des Unternehmens sollen dazu beitragen, nicht nur die eigenen internen Systeme zu verbessern und eigene KI-Chips für Server zu entwickeln, sondern auch die Werbeplattform zu verbessern. Anzeigen machen immer noch 86 % des Umsatzes von Alphabet aus und KI hilft dem Unternehmen bereits jetzt dabei, die Suchergebnisse zu verbessern und die neben ihnen platzierten Anzeigen relevanter zu gestalten.

Die Tatsache, dass Alphabet über etwa 102 Milliarden US-Dollar in bar verfügt und bei allem versiert ist, von KI bis Werbung, bedeutet, dass es wenig in der Welt der Technologie gibt, was diesem Unternehmen nicht gelingt. Wenn du eine Tech-Aktie möchtest, die du nur kaufen und dann vergessen kannst, hast du sie mit Alphabet schon gefunden.

Eine Wette auf Video-Streaming

Netflix hat gerade ein großartiges Quartal hinter sich: Das Video-Streaming-Unternehmen hat 8,3 Millionen neue Streaming-Kunden gewonnen und damit seinen weltweiten Kundenstamm auf 118 Millionen erhöht. Das ist zwar beeindruckend, aber das Unternehmen geht gerade in die nächste Wachstumsphase. Seit Jahren dreht sich alles bei Netflix um seine inländischen Abonnenten, die etwa 59 % des Umsatzes ausmachen, aber die internationalen Möglichkeiten des Unternehmens könnten die Zukunft bestimmen.

Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass Netflix’ internationale Abonnentenzahl bis 2020 mehr als 100 Millionen betragen wird, was nahezu der jetzigen Gesamtzahl der Abonnenten des Unternehmens entspricht. Netflix verdient derzeit nicht viel Geld mit seinen internationalen Kunden, aber das wird sich in den kommenden Jahren wahrscheinlich ändern, da das Unternehmen die Preise langsam erhöht – so wie in den USA.

Netflix hatte im vierten Quartal 2017 bei seinen inländischen Kunden einen Deckungsbeitrag von 34 %, während es bei den internationalen Kunden nur 8,7 % waren. Aber es gibt keinen Grund, warum das Unternehmen nicht in der Lage sein sollte, diese Margen zu verbessern, sobald es seine Präsenz in Übersee ausbaut und für seine internationalen Kunden zu einer wesentlichen Quelle für Videoinhalte wird. Netflix baut mit seinen preisgekrönten Originalinhalten und starken Drittanbieterangeboten weiterhin einen Wettbewerbsvorteil um sein Geschäft herum auf. Das hält Netflix weit vor seinen Konkurrenten Hulu und Amazon – und das sollte dir als Investor das Vertrauen geben, dass die Aktie dieses Unternehmens dich nachts nicht auf Trab hält.

Abschließende Gedanken

Zwar sind diese Unternehmen in ihren jeweiligen Technologiemärkten führend, aber es gibt natürlich keine vollkommen sichere Investition. Jedes dieser Unternehmen ist mit seinen eigenen Risiken konfrontiert, aber alle haben ihr Geschäft erfolgreich mit breiten Wettbewerbsvorteilen aufgebaut, die Wettbewerber nur schwer überwinden können.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ein Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten ist Mitarbeiterin von LinkedIn und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. LinkedIn ist Eigentum von Microsoft.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon und Netflix.

Dieser Artikel von Chris Neiger erschien am 2.3.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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