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3 Aktien mit rasend schnell wachsenden Dividenden

Foto: The Motley Fool.

Einige Dividendenaktien gehören in eine eigene Liga. Bei diesen Aktien sehen die Dividendenrenditen großartig aus. Die Unternehmen sind finanziell stark aufgestellt, um die Dividende auch aufrechterhalten zu können. Aber es kommt noch besser: die Dividendenzahlungen dieser Unternehmen wachsen unglaublich schnell.

Nicht viele Aktien erfüllen diese Kriterien. Aber AbbVie (WKN:A1J84E), Boeing (WKN:850471) und Texas Instruments (WKN:852654) tun es. Deshalb konnten diese drei Aktien in den letzten drei Jahren die Dividenden eindrucksvoll steigern.

AbbVie

AbbVie hat die Dividende in den letzten drei Jahren um 88 % erhöht. Die Rendite des großen Pharmakonzerns liegt nun bei soliden 3,25 %. Seit der Abspaltung vom Mutterunternehmen Abbott Labs im Jahr 2013 ist die Dividende von AbbVie um 140 % gestiegen.

Es gibt einen Grund dafür, dass AbbVie in der Lage war, so ein beeindruckendes Dividendenwachstum zu erzielen: den Erfolg von Humira. Das Medikament gegen Autoimmunerkrankungen war im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 18,4 Milliarden US-Dollar erneut das meistverkaufte Medikament der Welt.

Während Humira immer noch 65 % des Gesamtumsatzes von AbbVie ausmacht, verfügt das Unternehmen über weitere Produkte, die in den nächsten Jahren zu einem höheren Cashflow beitragen werden. Das Krebsmedikament Imbruvica ist bereits ein großer Erfolg, mit einem Umsatz von fast 2,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 und einem Wachstum von 40 % gegenüber dem Vorjahr. AbbVies neues Medikament gegen Hepatitis C, Mavyret, wird voraussichtlich zum nächsten Blockbuster des Unternehmens werden. Darüber hinaus umfasst die Pipeline des Arzneimittelherstellers mehrere vielversprechende Kandidaten mit großem Potenzial.

AbbVie verwendet derzeit weniger als 44 % des freien Cashflow zur Finanzierung des Dividendenprogramms. Der starke Cashflow und die großen Wachstumsperspektiven geben dem Unternehmen eine hohe Flexibilität, um die Dividendenerhöhungen aufrechtzuerhalten.

Boeing

Boeing liegt nur knapp hinter AbbVie, mit einem Dividendenwachstum in den letzten drei Jahren von knapp unter 88 %. Seit 2013 ist die Dividende von Boeing um fast 253 % gestiegen. Die Dividende des Luftfahrtgiganten beträgt nun 1,89 %.

Der Verkauf von Jets an die zivile Luftfahrtindustrie ist die wichtigste Einnahmequelle von Boeing. Im Jahr 2017 erwirtschaftete das Unternehmen im Segment der kommerziellen Flugzeuge knapp 61 % des Gesamtumsatzes. Boeing verkauft auch Militärflugzeuge und Waffensysteme an Regierungen, was mehr als 22 % des Gesamtumsatzes erwirtschaftete. Das globale Dienstleistungssegment des Unternehmens, das den Kunden Luftfahrtdienstleistungen, Ersatzteile, Schulungen und andere Dienstleistungen anbietet, macht den größten Teil des restlichen Umsatzes von Boeing aus.

Nach einer starken Leistung im vergangenen Jahr scheint Boeing 2018 wieder ein gutes Jahr zu erwarten. Es wird erwartet, dass die zivile Luftfahrtindustrie weiterhin profitabel arbeiten wird, was auch für die Flugzeughersteller eine gute Nachricht ist. Boeing verfügt über einen hohen Auftragsbestand und hat die Produktion der 737- und 787-Jets dank der starken Nachfrage hochgefahren.

Die Investoren sollten sich keine Sorgen machen, dass Boeing die Dividende in Zukunft nicht erhöhen kann. Das Unternehmen verwendet nur 30 % des freien Cashflows zur Ausschüttung von Dividenden.

Texas Instruments

Texas Instruments (TI) steigerte die Dividende in den letzten drei Jahren um beachtliche 82 %. Das große Halbleiterunternehmen erhöhte die Dividendenzahlungen seit 2013 um 121 %. Nach diesen Dividendenerhöhungen liegt die Dividendenrendite von TI nun bei 2,29 %.

Der Einkauf von Halbleitern durch Industriekunden, darunter Herstellern von Geräten, Werkautomation und Medizinprodukten, macht rund 35 % des Gesamtumsatzes von TI aus. Weitere 25 % des Gesamtumsatzes entfallen auf den Verkauf von Unterhaltungselektronik wie Mobiltelefonen, PCs und Fernsehgeräten. TI erwirtschaftet rund 19 % des Gesamtumsatzes mit der Automobilindustrie. Der größte Teil des restlichen Umsatzes stammt aus dem Verkauf von Halbleitern für Kommunikationsgeräte,  Server und Multifunktionsdrucker und Taschenrechner.

TI hat sich 2017 hervorragend entwickelt, und die Wachstumsaussichten sind weiterhin gut. Das Unternehmen konzentriert sich vor allem auf die Automobil- und Industriemärkte. TI geht davon aus, dass die Nachfrage nach Halbleitern in diesen Bereichen aufgrund des steigenden Halbleiteranteils in Zukunft deutlich steigen wird.

Aber kann TI diese attraktiven Dividendenerhöhungen auch in den nächsten Jahren beibehalten? Es scheint wahrscheinlich. Das Unternehmen verwendet nur 45 % des freien Cashflows zur Finanzierung des Dividendenprogramms und hat damit ausreichend Spielraum, um die Dividende in der Zukunft zu erhöhen.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel wurde von Keith Spiegels auf Englisch verfasst und am 04.03.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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