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Ubers Mitbegründer erstellt eine Kryptowährung und plant, sie kostenlos zu verschenken

Foto: Getty Images.

Der Mitbegründer von Uber Garrett Camp plant die Einführung einer brandneuen Kryptowährung namens „Eco“, die als globale Währung konzipiert ist und für den Zahlungsverkehr verwendet werden kann. Auch wenn sich das nach Bitcoin (BTC-USD) oder anderen wichtigen Kryptowährungen anhören mag, beabsichtigt Eco, sich von anderen zu unterscheiden, indem es versucht, einige der größten Probleme zu lösen, mit denen die Kryptowährungen im Mainstream-Bereich konfrontiert sind.

Eco: Was es ist und wie sie funktioniert

Es werden 1 Billion Eco-Token ausgegeben, und Camp plant, 50 % davon kostenlos an die erste „Milliarde verifizierter Menschen“ zu verschenken, die sich auf der Eco-Website anmelden. Das löst gleich eines der Hauptprobleme bei der Einführung von Kryptowährungen – und gibt der Öffentlichkeit einen Anreiz zur Teilnahme. Nur etwa 5 % der Erwachsenen in den USA haben bisher eine Kryptowährung gekauft, aber es macht sicherlich Sinn, dass, wenn Coins umsonst ausgegeben werden, viel mehr Leute geneigt wären, sich daran zu beteiligen.

Die restlichen 50 % der Eco-Token werden an Universitäten verteilt, an vertrauenswürdige „Knotenpunkte“ (20 %), Berater (10 %), strategische Partner (10 %) und die Eco Foundation, die das Netzwerk aufbaut und pflegt (10 %).

Was unterscheidet Eco von anderen Krypto-Währungen?

Das Hauptziel von Eco ist es, einige der Probleme zu lösen, die Bitcoin (BTC-USD) und andere Kryptowährungen haben, wenn es um die Mainstream-Annahme geht. Laut Ecos Whitepaper sind das die folgenden:

„Die Mainstream-Annahme bestehender Kryptowährungen wird durch Probleme in Bezug auf Komplexität, Nutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit gebremst. Damit die Blockchain- und digitalen Währungstechnologien zum Mainstream werden und sich unter Beibehaltung eines dezentralen Designs durchsetzen können, werden neue Plattformen benötigt, die einfacher zu bedienen sind.“

Das Eco-Projekt wird mit einer 10 Millionen-US-Dollar-Spende von Camp und seinem Expa Venture Fund finanziert, sodass es im Gegensatz zu vielen anderen kürzlich gestarteten Kryptowährungen kein erstes Coin-Agebot (ICO) geben wird, um Geld für das Projekt zu sammeln.

In der Diskussion über die Coin-Verteilung erwähnte ich, dass 20 % der Coins an „Knotenpunkte“ gehen werden. Diese verifizierten Knotenpunkte, die Eco in Partnerschaft mit Universitäten bilden will, werden der einzige Mechanismus sein, mit dem Transaktionen bestätigt werden. Das ist ein großer Unterschied zum Bitcoin-Netzwerk, in dem Transaktionen dezentral bestätigt werden.

Eco strebt auch danach, weitaus nutzerfreundlicher zu sein als andere Kryptowährungen. Eine weitere große Hürde für die Einführung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist, dass der Prozess nicht sehr einfach ist. Eco plant, einfache Apps zu programmieren, was die Währung zu einer brauchbaren Option für Leute macht, die nicht technisch versiert sind.

Skalierbarkeit ist eine weitere wichtige Hürde für Kryptowährungen, insbesondere für Bitcoin. Das Bitcoin-Netzwerk kann nur eine Handvoll Transaktionen pro Sekunde verarbeiten, was zu erheblichen Verzögerungen führen kann. Eco plant, eine Anfangskapazität von mehr als 1.000 Transaktionen pro Sekunde zu haben und diese innerhalb weniger Jahre auf über 100.000 Transaktionen pro Sekunde zu erhöhen.

Schließlich gab es eine Menge Berichte über die unglaubliche Menge an Energie, die in das Bitcoin-Mining fließt. Eco hingegen will energieeffizient sein, ohne dass ein Netz von Miners wertvolle Ressourcen verbraucht. Insbesondere, wenn ein neuer Block von Eco-Token abgebaut wird, wird er auf alle Miner oder Knoten verteilt. Damit entfällt der Anreiz, die Rechenleistung zu erhöhen, um Token gegen konkurrierende Miner zu gewinnen.

Ist Eco die nächste große Kryptowährung?

Der Weg für Eco oder jede andere neu geschaffene Kryptowährung, um die allgemeine Akzeptanz zu erreichen oder das nächste Bitcoin (BTC-USD) oder Ethereum zu werden, ist wahrscheinlich ein großer Schritt. Während ich dies schreibe, gibt es fast 1.600 einzigartige Kryptowährungen, und Eco ist sicherlich nicht die erste, die „Verbesserungen“ wie die hier besprochenen einführt.

Allerdings könnte der Plan, Token in großem Umfang kostenlos zu verteilen, ein Differenzierungsfaktor sein. Wir werden abwarten müssen, aber das klingt definitiv nach einem interessanten Weg, um das Problem der weit verbreiteten Akzeptanz anzugehen.

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The Motley Fool  hat keine Positionen in der genannten Kryptowährungen.

Dieser Artikel von Matthew Frankel erschien am 02.03.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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